
Auf den folgenden Seiten habe ich alle Rezepte festgehalten, die mir
erwähnenswert erschienen. Da gibt es Klassiker für besondere Gelegenheiten, aber
auch schnelle und einfache Sachen für den Alltag. Im Menü - und hier rechts -
findet sich die Aufgliederung in die verschiedenen Bereiche.
Und hier unten
noch Wissenswertes über den Bärlauch...
Viel Spaß! Anregungen bitte an erich@kimmich.net Danke!

Bärlauch wird auch Wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel,
Zigeunerlauch, Ramsen, Waldherre genannt.
Vorsicht: Bärlauch darf nicht mit
den giftigen Blättern der Maiglöckchen verwechselt werden!
Bärlauch gehört
zur Familie der Liliengewächse. Er ist eine ausdauernde 20-30 cm hohe Pflanze
mit gestiehlten Blättern. Alle Teile duften stark nach Knoblauch. Die Blütezeit
ist von April bis November.

Bärlauch kommt in fast ganz Europa in Auen und feuchten, schattigen und
humusreichen Laubwäldern vor. Bärlauch kann anstelle von Knoblauch verwendet
werden. Er ist leichter verträglich. Die Blätter kann mann auch roh auf
Butterbroten reichen. Je frischer er ist, desto besser sein Geschmack. Bärlauch
wirkt reinigend und entgiftend. Er beugt Arterienverkalkung vor und normalisiert
die Darmflora. Die Bärlauchblätter bestimmter Regionen weisen die höchsten
Konzentrationen an Schwefelverbindungen, Magnesium, Mangan und Adenosin auf, die
bisher in pflanzlichem Gewebe festgestellt werden konnten.
Der Bärlauch, der schon seit Jahrhunderten als urheimische Nahrungspflanze
genutzt wird, zeichnet sich durch seinen besonders hohen Gehalt an
schwefelaktiven Verbindungen (Schwefel in reduzierter Form) aus - die
schwefelhaltigste Pflanze Europas! Im Gegensatz zum Knoblauch (1,7 mg
Schwefel/100 g TS) enthält Bärlauch 7,8 mg Schwefel/100 g TS. Der
Tagesbedarf an reduzierten Schwefelverbindungen für den gesunden erwachsenen
Menschen liegt bei 20 mg.
Schwefelaktiven Verbindungen kommt im Stoffwechsel eine tragende Rolle zu.
Enzymsysteme werden durch Schwefel aktiviert. Die Bildung von Nitrosaminen wird
verhindert und eine Entfernung von Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium
wird direkt durch "Unlöslichmachen" und indirekt durch die Aktivierung von
Enzymsystemen erreicht.
Bärlauch wirkt Hautentzündungen und -ausschlägen
sowie Pickeln entgegen und fördert das gesunde Wachstum von Haaren und Nägeln.
Verantwortlich hierfür sind wiederum die Schwefelverbindungen, da im Keratin,
der Grundsubstanz aller Haare und Nägel, und im Collagen der Haut hohe
Schwefelanteile vorhanden sind.
Auch das für den menschlichen Körper
wichtige Mineral Eisen ist reichlich in Bärlauch vorhanden. Bärlauch enthält
folgende Vitalstoffe: Magnesium, Mangan, Eisen, Glutathion, Cystein,
Cystein-S-oxide.
Doch hat der heimische Bärlauch noch weitere Vorteile
gegenüber Knoblauch und anderen Heilpflanzen. Er besitzt ein breiteres
therapeutisches Spektrum und seine Wirksubstanzen liegen in höheren
Konzentrationen vor als zum Beispiel in Gingko biloba (Förderung der
Hirndurchblutung) oder aber in Echinacea (Stimulierung des Immunsystems).
Nebenwirkungen sind beim Bärlauch bislang nicht bekannt.
Eine breite
Anwendung findet Bärlauch natürlich auch als Gewürz in Salaten, Suppen, für Weichkäse und Quark, zu Teigwaren oder in Essig.
Medizinisch:
Die Hauptanwendungen sind Magen- und
Darmstörungen, Appetitlosigkeit und Schwächezustände. Das Kraut wird in frischem
Zustand oft fein gehackt gegessen; oder man bereitet einen Saft, der
tropfenweise (10-20 Tropfen) mehrmals täglich eingenommen wird. Wenn kein
frisches Kraut zur Verfügung steht, verwendet man in gleicher Art die Zwiebeln.
Bärlauch gilt in der Volksmedizin auch als blutdrucksenkendes Mittel und gegen
Arteriosklerose.
Bärlauch-Essig:
Bärlauchessig wird als aromatisches
Gewürz wie normaler Essig vor allem zu Salaten verwendet. Seine Herstellung ist
eine über einige Monate dauernde Mazeration, am Anfang bei etwa 40°C: Frische
Bärlauchblätter werden zusammen mit Kräutern in Essig eingelegt, um die vor
allem aromatischen Inhaltsstoffe in die Flüssigkeit übergehen zu lassen.
Verleiht Salaten aromatischen und würzigen Geschmack.

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