Sonniger Herbst

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Hier einige Herbst-Fotos, aufgenommen mit der neuen Nikon-Kamera:

Foto: Erich Kimmich

Foto: Erich Kimmich

Foto: Erich Kimmich

Foto: Erich Kimmich

5 Sterne fürs Liebliche Taubertal

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Die Radroute „Liebliches Taubertal - Der Klassiker” ist vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit fünf Sternen ausgezeichnet worden. Als zweiter Radfernweg in Deutschland erhält er die höchste Auszeichnung der ADFC-Qualitätsradrouten. „Nachdem im ‚Lieblichen Taubertal’ die Wegweisung erheblich verbessert wurde, verdient die Route nun die bestmögliche Bewertung”, so ADFC-Bundesvorsitzender Karsten Hübener.

Erste ADFC-Qualitätsradroute in Baden-Württemberg
Grafik: www.Liebliches-Taubertal.deDer ADFC vergibt die Auszeichnung erst, nachdem er einen gesamten Radfernweg Kilometer für Kilometer begutachtet hat. Dabei spielen Wegweisung, Oberfläche des Radwegs und Sicherheit, aber auch Serviceleistungen entlang der Strecke, wie Bett & Bike-Gastbetriebe, Gastronomie oder Infotafeln eine Rolle. Der ADFC bewertet die Wege immer aus Sicht der Radtouristen und nach einheitlichen, bundesweit geltenden Kriterien.

Mit seinen 100 Kilometern Länge bietet die Route als erste zertifizierte Route in Baden-Württemberg viele Attraktionen entlang der Strecke. Die Städte Rothenburg ob der Tauber, Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim können in genannter Fahrtrichtung ohne größere Steigungen erreicht werden.

Auf der Tauberbahn zwischen Wertheim und Crailsheim verkehren täglich zwölf Züge, bei denen eigens der Fahrradtransport vorgesehen ist. Diese Taubertäler Radwanderzüge führen Großraumabteile zum Transport ihrer Räder mit. Der Radtransport ist auf der kompletten Strecke zwischen Wertheim und Crailsheim kostenlos.

Weitere Hinweise, Kartenmaterial und GPS-Tracks zur Radroute „Liebliches Taubertal - Der Klassiker” gibt es auf www.liebliches-taubertal.de.

Von Pfoten und Tatzen

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Die Outdoor-Firma Jack Wolfskin hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” eine Abmahnwelle gegen Kleinhändler und Bastler gestartet. Das Pfotensymbol ist demnach rechtlich geschützt. Wer also einen Topfuntersetzer häkelt und darin ein Pfotensymbol einbindet, verletzt die Markenrechte des Konzerns. Erst recht, wenn er oder sie den Topfuntersetzer gar noch per Internet verkauft. Schüler aufgepasst: keine Pfoten mehr malen! Spurenleser aufgepasst: alle Spuren führen in die Höhle des Wolfes!

Da ich das als eine ganz und gar ungehörige Sache und vor allem als maßlos übertrieben empfinde (und da ist diese Wolfshaut nicht der einzige Akteur im Web!) verkünde ich hiermit allen die es wissen möchten, dass ich mindestens ein Jahr lang keine Produkte besagter Firma mehr kaufen werde.

Am Atomausstieg nicht rütteln

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Schwarz-gelb möchte die Atomkraftwerke länger in Betrieb lassen. Kein Wunder: macht doch ein einziges abgeschriebenes AKW pro Tag eine Million Euro Gewinn! Dringender Handlungsbedarf: CampACT! hat einen offenen Brief an Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle initiiert! Über 100.000 Menschen haben diesen bereits unterzeichnet, ich bin jetzt auch dabei! Der Brief und die Zahl der Unterzeichner soll zu den Koalitionsverhandlungen in möglichst vielen Tageszeitungen als Anzeige veröffentlicht werden. Also jetzt hier mitmachen!

campACT - Atomkraftwerke jetzt abschalten!

Trans Swiss Trail 2009 (Teil 2)

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Trans Swiss TrailHier wie immer zum Schluss eine Übersicht der einzelnen Tagesetappen, die wir 2009 gewandert sind. Zu verstehen als eine Art Inhaltsverzeichnis. So kann man die Beiträge in beliebiger Reihenfolge direkt ansteuern und lesen. Ich habe zusammengezählt, was die Software errechnet hat. Demnach haben wir etwa 106,5 Kilometer zurückgelegt, der tiefste Punkt lag bei 485 Metern, der höchste bei 1.627 Metern. Die Summe der Steigungen betrug 4.038 Meter und wir haben 4.159 Höhenmeter Gefälle bewältigt.

Übersicht & Navigation:

1. Tag  Worb - Goldbach/Lützelflüh: 20,3 km

2. Tag  Goldbach/Lützelflüh - Lüderenalp: 15,7 km

3. Tag  Lüderenalp - Eggiwil: 21,6 km

4. Tag  Eggiwil - Kemmeribodenbad: 21,7 km

5. Tag  Kemmeribodenbad - Sörenberg: 10,2 km

6. Tag  Sörenberg - Giswil: 17 km

Vorfreude 2009

Hier gehts zum Teil 1 des Trans Swiss Trails, den wir 2008 begonnen haben.

Verborgen im Nebel

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Trans Swiss TrailKennt ihr diese Postkarten: statt Bild nur graue oder schwarze Fläche. “Soundso im Nebel” oder “bei Nacht” steht da meist. So ähnlich war das auf unserer sechsten diesjährigen Etappe auf dem Trans Swiss Trail dieses Jahr. Wir schreiben Freitag, den 25. September 2009.

Frühstück im Go-in in Sörenberg. - Foto: Erich Kimmich

Snowboard-SitzbankIm Go-In in Sörenberg wartet - wir sind die einzigen Gäste - ein handfestes Frühstück mit Käse, Joghurt, Obst und Müsli. Kraftnahrung sammeln. Vor dem Haus steht eine Sitzbank, gefertigt aus Snowboards. Cool. Gegen 9 Uhr sind wir wieder auf Tour. Im Supermarkt decken wir uns mit Brot ein - und einigen Mitbringseln für zu Hause.

Der Weg zieht sich durch eine großflächige Zweitwohnungs-Siedlung, vorbei am Hallenbad, der linken Talflanke entlang aufwärts. Nebelschwaden allüberall. Bei Sörenberg. - Foto: Erich KimmichZwischendurch schöpfen wir Hoffnung, wenn es - wie an allen anderen Tagen - ein wenig auflichtet und ein Hauch Sonne sich blicken lässt.

Anders als sonst lässt sich die Sonne heute aber Zeit. Wir queren reißende Bäche, wandern durch großflächige Almen und kommen auf knapp 1300 Meter Höhe an der Flüehütte vorbei. Hier verläuft die Grenze zwischen Kanton Luzern und Obwalden. Die einzigen Lebewesen, die wir treffen sind die Weidekühe, die mit dem Wetter vielleicht kein Problem haben.

Bei Sörenberg. - Foto: Erich Kimmich

Mist-Wetter! Eine von denen hat eine wunderschöne Glocke, deren Inschrift wir genau studieren können. Eine andere zeigt klar und deutlich, was sie vom Wetter hält: alles Sche….!

Gegen 11.20 Uhr haben wir den Glaubenbielen-Paß erreicht. Genauer: den Parkplatz in der Nähe des Passes.
Nebel bei Sörenberg

Am Glaubienbielen-Paß. - Foto: Erich Kimmich

Hier stehen zwei Holzhäuschen. Im einen gibt es einen Milchprodukte-Automaten. Da kann man vom Frischkäse bis zum Bergkäse alles mögliche auswählen und gut gekühlt kaufen. Ein Plakat erklärt, wie wichtig die Milchwirtschaft für die Bauern und die Landschaft ist.

Verkaufsstand der Alp Jänzimatt. - Foto: Erich Kimmich

Gegenüber in der zweiten Holzhütte steht ein menschliches Verkaufswesen. Die nette Dame lässt uns gleich von den verschiedenen Alpkäsen der Alp Jänzimatt (1637 m) kosten, sodass wir eine gehörige Portion uns abschneiden und einpacken lassen - für die Rast nachher und als Mitbringsel.

Glaubenbielen-Paß. - Foto: Erich Kimmich

Ab und zu rauscht auch ein Auto vorbei. Für die großen Fahrzeuge gilt eine 2-Stunden-Regelung. Wer also Pech hat, muss zwei Stunden warten bis er die Strecke befahren darf. Die Straße ist nämlich nur so breit, dass da ein Fahrzeug Platz hat. Das Postauto hupt denn auch mit dem typischen Signalhorn lautstark vor jeder Kehre. Ein paar hundert Meter weiter sind wir auf dem höchsten Punkt unserer diesjährigen Tour, dem Glaubenbielenpass (1611 m) angekommen. Und immer noch alles voller Nebel. Rechts oberhalb von uns können wir den Giswilerstock mit seinen 2011 m nur vermuten.

Nebelwanderung. - Foto: Erich Kimmich

Gegen 12 Uhr gehen wir weiter. Nun folgt der längste Abstieg der Tour: von 1600 auf ca. 450 m in Giswil am Sarnersee. Mir schlottern schon die Knie beim Drandenken! Der Weg zieht sich durch Felsen, durch Wald und Wiese. Enziane in allen Varianten blühen am Wegrand. Aber was sind das für große Schranken mitten in der Wiese?? Es sind Schneekanonen offenbar. Während Helmut ein paar Fotos versucht, checke ich kurz die Mails. Ist schon irre in der Schweiz: da kannste am abgelegensten Abhang per Swisscom ins Web. Sozusagen von jedem Kuhfladen aus. Wahnsinn, oddr?!

Nebelwanderung. - Foto: Erich Kimmich

Beim langen Abstieg durch den Wald entsteht dann auch das Bildmotiv des Tages: Wandern im Nebel im Kanton Obwalden.

Nebel-Picknick. - Foto: Erich Kimmich

Nebel-Picknick. - Foto: Erich KimmichIn einer langgezogenen Kurve der Autostraße finden wir eine Sitzbank und machen hier beim Chli Schwand (1129 m) unser Picknick. Es ist immerhin schon halb zwei Uhr. Zwischendurch werden die Nebeltröpfchen spürbar dicker. Für den Regenmantel - der immer noch unbenutzt ganz unten im Rucksack ist - aber noch kein Grund.

An einem Gebirgsbach entlang kürzt der Wanderweg zwischen den Straßenkehren ab. Wir müssen über eine nasse, glitschige und völlig schiefe Brücke. Spannung!

Glitschige Brücke. - Foto: Erich Kimmich

Wir haben es ohne Absturz geschafft. Gaaanz vorsichtig.
Endlich sind wir weit genug heruntergekommen. Viertausender sehen wir noch immer nicht, aber einen Hauch von Sarnersee im Hintergrund. Suchbild-Rätsel sozusagen. Und für dieses Jahr das Tour-Ende.

Blick auf den Sarnersee? - Foto: Erich Kimmich

Schon ist der Weg geteert, wird aber auch immer steiler. Es geht rapide abwärts. Wir gehen zwischen den ersten Doppel-Spycher in Kleinteil. - Foto: Erich KimmichHolzhäusern in den Weiler Kleinteil hinab. Ein alter Holzspeicher stellt sich als Rarität heraus: es ist ein Doppelspycher, der aus dem 17. jahrhundert stammt. Alle einfachen Spycher wurden jeweils von einem einzigen Besitzer benützt, da man den Zugang zu den persönlichen Vorräten nicht für andere öffnen wollte. Dieser Doppelspycher ist das einzige Gebäude dieses Typs im Kanton Obwalden. Die Firstlinie teilt das Gebäude in zwei symmetrisch angeordnete Hälften mit verschiedenen Eigentümern. Jeder Raum dieses Gebäudes ist durch einen separaten Zugang von der jeweiligen Haushälfte her erschlossen.

Hotel Bahnhof GiswilAn der kleinen Kirche vorbei geht es weiter abwärts. Zum Schluss hin tangieren wir das Dörfchen Giswil nur zwischen Kanal und Laui-Fluss entlang. Der Bahnhof liegt ein wenig außerhalb. Und da ist gegenüber auch das Hotel Bahnhof, wo unser restliches Gepäck bereits auf uns wartet. Erstmal noch ein Tässchen heißen Kaffee, dann gehts auch schon weiter: Wir kaufen Fahrkarten, zunächst bis Luzern.

Interregio Golden Pass PanoramicSchon kommt der Interregio der zb (Zentralbahn) per Zahnrad eine steile Schienenstrecke vom Brünigpaß herab und fährt in den Bahnhof ein. Im “Golden Pass Panoramic” sausen wir los, zunächst am Sarnersee und dann am Vierwaldstätter See vorbei. In Luzern trennen sich unsere Wege.
Mein Heimweg führt weiter nach Zürich und von dort aus über Schaffhausen, Singen und Stuttgart nach Hause. Trans Swiss Trail

  Sörenberg - Glaubenbielen - Giswil: Ca. 17 km Wanderstrecke, angegebene Wanderzeit: 5:15 Std., Aufstiege: 501 hm, Abstiege: 1157 hm

  Hier gehts zur Google-Karte vom sechsten Tag. - GPX-Datei herunterladen (rechte Maus; speichern unter)

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Im Biosphärenreservat Entlebuch

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Trans Swiss TrailAuf dem Trans Swiss Trail unterwegs: Fünfter Wandertag auf der diesjährigen Tour. Heute ist Donnerstag, der 24. September 2009. Das Frühstück im Kemmeribodenbad im hat heute alles Bisherige in den Schatten gestellt: verschiedene Säfte, viel Obst, verschiedenes Gebäck, Käse, Wurst, Eier, Müsli… Die Sonne scheint, das Fleckchen hier ist dem Nebel abhold.

Hotel Kemmeribodenbad. - Foto: Erich KimmichDraußen sehen wir ein Bergpanorama links und rechts des Hochtals. Die heutige Etappe ist kurz, wir genießen also erstmal noch ganz kur-mäßig ein paar Sonnenstrahlen im Liegestuhl. Andere Gäste nehmen ein Sonnenbad in den Liegestühlen oder lesen ein Buch. Der Gepäcktransporteur war bereits da, wir hatten noch unerwartete Hektik…

In der Scheune an der Bushaltestelle ist eine Ausstellung zum Thema “Heu”, die wir kurz anschauen. Eine neblige Wolke hat sich um den Gipfel der Schrattenfluh gewickelt und hält sich eisern daran fest. Die heutige Etappe führt uns zwischen Felswänden und durch ein Hochmoor bis ins Wintersportort Sörenberg. Gegen 11 Uhr brechen wir gemächlich auf - Outdoorsandalen wieder für den Vormittag.

Unter-Hirschwäng-Alm. - Foto: Erich KimmichAuf der anderen Talseite zieht sich der Weg aus dem Emmental heraus. Die Alm Unter-Hirschwäng (1113 m) ist ganz aus Stein und Holz gebaut. Der Fels ist jetzt nicht mehr aus der Nagelfluh-Mischung, sondern fest und schieferkalk-artig. Parallel zum Weg verläuft eine Hochspannungsleitung; nach rechts bietet sich im Gegenlicht ein weiter Blick ins Tal der jungen Emme, die irgendwo nördlich des Augstmatthorns (2137 m) entspringt. Wir überschreiten nun endgültig die Kantonsgrenze, sind ab jetzt im Luzerner Gebiet. Am Wegesrand finden wir wieder viele verschiedene Enziane, an alten Bäumen wachsen Schwammpilze, in einem Brunnen plätschert kühles Gebirgswasser. Bei der Alm Schneebärgli sind wir bereits 1217 m hoch.

Helmut fotografiert Enziane.

Typische kaffebraune Kühe stehen auf dem Weg und den Weiden, eine rostbraun-schwarz-weiß gefleckte Katze streicht uns um die Beine.

Schneeberg. - Foto: Erich Kimmich

Wegschilder. - Foto: Erich KimmichAm Schneeberg auf 1270 Metern bewundern wir das über und über mit Blumen geschmückte Bauernhaus. Da fällt nicht mal die Satellitenschüssel zwischen all den Farben auf. Im Hintergrund strahlen die weißen Felsen der Schrattenfluh. Der Fahrweg steigt weiter bergan, nimmt jetzt noch die Mountainbike-Fernroute Nr. 2 “Panorama-Bike” und den Radfernweg Nr. 4 “Alpen-Panorama-Route” mit auf.

An etlichen Ferienhäusern vorbei führt die Straße bis 1316 m Höhe, dann biegt der Wanderweg unverhofft rechts ab. Auf Holzhackschnitzeln laufen wir gefedert über moorigen Boden und sind gegen 13.30 Uhr im Moorgebiet Salwiden auf ca. 1350 m Höhe im Biosphärenreservat Entlebuch angekommen.

Berggasthaus Salwideli. - Foto: Erich Kimmich

Auf der Terrasse des Berggasthauses Salwideli ist ein Platz in der Sonne frei geworden. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und genießen einen schönen Cappuccino. Autotouristen und fit aussehende Radreisende kommen die Treppe zur Terrasse hoch. Ich bin begeistert von dieser Gegend; habe mir einen kleinen Mountainbike-Führer aus der Prospektauslage herausgefischt. Das wäre mal ein toller Aktivurlaub hier…

Schrattenfluh. - Foto: Erich Kimmich

Der Wanderführer schreibt hier: “Den weitgehend intakten Hochmooren verdankt das Entlebuch seine Ernennung zum Unesco-Biosphärenreservat. Hochmoore entstehen in Gebieten, in denen die Niederschlagsmenge größer ist als der Wasserverlust durch Verdunstung und Abflüsse. Dadurch bildet sich mehr Biomasse (Torf), als wieder abgebaut wird. Aber nicht nur die Moore, auch die Karstgebiete, die Flüsse und Bäche, die Art der Landwirtschaft - alles soll bewahrt werden, ohne dass die Region zu einem weltfremden Reservat verkommt.”

Wegtafel Trans Swiss Trail. - Foto: Erich Kimmich

Eine Wegtafel macht uns klar, dass wir morgen Abend etwa die Hälfte des gesamten Trans Swiss Trails hinter und haben werden. Der “Rest” erwartet uns in den kommenden Jahren.

Berggasthaus Salwideli. - Foto: Erich Kimmich

Wegschilder. - Foto: Erich Kimmich

Später führt der Weg weiter durch große Moorflächen, die lose mit Kiefern bewachsen sind. An einer Kreuzung auf 1370 m nutzen wir eine Sitzbank zum opulenten Picknick am Waldrand mit Aussicht. Doch rasch ziehen Nebelfetzen heran, plötzlich weht ein kalter Wind. Und dann kommt wieder die wärmende Sonne durch.

Salwideli-Hochmoor. - Foto: Erich Kimmich

Vom Salwideli-Moor zieht sich der Weg noch bis 1450 Meter hinauf, schlängelt sich dann zwischen Weiden und Wald an die Talkante heran und führt entlang eines Skilifts im Zickzack steil hinab nach Sörenberg. Hier empfängt uns gleich das Hotel go-in, ein einfaches Quartier, das vermutlich im Winter aus allen Nähten platzen wird. Es ist gegen 16.30 Uhr. Der junge Chef zeigt uns im Nebenhaus unser Zimmer. Auf einer Postkarte wird für ein Schneevelo geworben - sogar als E-Bike. Die Schweiz ist innovativ.

Sörenberg. - Foto: Erich Kimmich

Mit dem einfachen Quartier haben wir kein Problem. Im Gegenteil: eine solche Wanderung über mehrere Tage lenkt den Blick auf das Wesentliche, macht einem klar, wie vieles doch unnütz ist und nicht in  den Rucksack gehört. Gegen Abend sind wir frisch geduscht, draußen ist jetzt dichte Bewölkung, es ist kälter geworden.

Hotel go-in, Sörenberg (unten links)

Wir wollen nun irgendwo in Sörenberg etwas essen. Ein Restaurant hat geschlossen. Beim anderen handelt es sich um das HTMI, das “Hotel and Tourism Management Institute Switzerland“. Und obwohl hier die Hotel-Elite ausgebildet wird finden wir nichts zu Essen. Ist vielleicht zu riskant als Versuchs-Esser? Erst in der Bäckerstube werden wir fündig: Luzerner Pastetchen mit Reis bzw. Spaghetti Bolognese schmecken uns hier ausgezeichnet. Danach hat die sympathische und sehr freundliche Bedienung uns noch ein hausgemachtes Tiramisu - ganz ohne Eier - in Aussicht gestellt, zum Espresso. Das Tiramisu mit den “eingebauten” Johannisbeeren und Heidelbeeren, schmeckt leicht und gut.

Und das Beste hier: WiFi ist gratis - das ist keineswegs mehr selbstverständlich. Meist erscheint in den Herbergen eine Webseite der Swisscom. Dann heisst es zahlen. Andererseits kann nicht genug gelobt werden, wie die Swisscom jede Felsspalte und jede Alm bestens zum Handyempfang erschlossen hat - ich hatte selten Probleme, ein Mail oder einen Tweet abzusetzen. Egal wo ich war. Nur die Kosten habe ich erst zu Hause in Deutschland realisiert: Wenn sonst für beispielsweise 200 kB Datentransfer in Deutschland etwa 4 Cent anfallen, waren das aus der Schweiz über Swisscom für dieselbe Datenmenge etwa 100 Cent - eine Ver-25-fachung!

Bald sind wir wieder im Quartier, denn Sörenberg wirkte geradezu “ausgestorben”. So bleibt noch Zeit zum Roman lesen…  Trans Swiss Trail

  Kemmeriboden - Sörenberg: Ca. 10,4 km Wanderstrecke, angegebene Wanderzeit: 3:00 Std., Aufstiege: 515 hm, Abstiege: 347 hm

  Hier gehts zur Google-Karte vom fünften TagGPX-Datei herunterladen (rechte Maustaste; Ziel speichern unter)

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