Warning: include_once(/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/follow.php): failed to open stream: Permission denied in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(): Failed opening '/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/follow.php' for inclusion (include_path='.:/usr/lib/php5.6') in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/simple-countdown/cc_countdown.php): failed to open stream: Permission denied in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(): Failed opening '/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/simple-countdown/cc_countdown.php' for inclusion (include_path='.:/usr/lib/php5.6') in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/timezone.php): failed to open stream: Permission denied in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(): Failed opening '/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/timezone.php' for inclusion (include_path='.:/usr/lib/php5.6') in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255
Erichs (B)Logbuch » Urlaub: Abruzzen

Abruzzen – good bye!

Bücher, Urlaub: Abruzzen Diesen Beitrag kommentieren »

Durchgangsbahnhof Roma Tiburtina. - Foto: Erich Kimmich

Welcher Bahnhof ist schöner, welcher gefällt dir besser? Der oben? Oder der unterhalb?

Bahnhof Milano Centrale.  - Foto: Erich Kimmich    Bahnhof Milano Centrale.  - Foto: Erich Kimmich

Oben: Bahnhof Roma-Tiburtina, unten der Kopfbahnhof Milano-Centrale.

Wie schon im Herbst 2006 nach Ligurien hatten wir bei www.italienwandern.com eine Wanderreise gebucht. Die Unterkünfte waren für uns organisiert, die Wanderstrecken sorgfältig beschrieben. Knapp 100 Kilometer haben wir in diesen tagen zu Fuß zurückgelegt.
Um 7 Uhr sind wir heute früh an der Bushhaltestelle in Scanno gestanden. Der mit Schülern besetzte Bus brachte uns am Lago di Scanno vorbei, den Bergsporn Castrovalva umrundend über Anversa nach Sulmona. Dort ging es mit einem weiteren Bus auf der Autobahn nach Rom. Mit dem Schnellzug dann nach Mailand. Und weiter über Bellinzona nach Basel und Karlsruhe.

Hier nochmal die Übersicht der Beiträge:

  1. Wandertag:  San Demetrio – Peltuinum – Bominaco – Caporciano
  2. Wandertag:  Carporciano – Navelli – Capestrano – Capodacqua
  3. Wandertag: Capodacqua – Forca di Penne – Torre de’ Passeri – Sulmona
  4. Reisetag:  Ein genußvoller Pausentag im Städtchen  Sulmona
  5. Wandertag:  Sulmona – Bugnara – Anversa degli Abruzzi – Castrovalva
  6. Wandertag:  Castrovalva – l’Immacolata – Frattura Vecchia – Scanno
  7. Tag:  Rückreise Scanno – Sulmona – Roma – Milano – Basel

Viel zu schnell sind die Abruzzen-Tage verstrichen. Vielleicht ein anderes Mal wieder…


 

Buch-Tipp:

Buch bei Amazon bestellen!Christoph Hennig:
Wilde Wege, stille Dörfer
Wanderungen in den Abruzzen
Rotpunktverlag Zürich, 352 Seiten,
3. aktualisierte Auflage  2013
Broschiert, 28.- Euro

Das einst kaum zugängliche Bergland der Abruzzen ist in weniger als zwei Stunden von Rom aus erreichbar und gehört doch zu den unbekannteren Reisegebieten Italiens. Vor allem für Wanderer ist die Gegend äußerst reizvoll. Die Gebirgsregionen sind weitgehend verschont geblieben von den architektonischen Zeugnissen der Freizeitkultur. Fast alle Gebirge der Abruzzen gehören heute zu Nationalparks eine Dichte, die es nirgendwo sonst in Europa gibt. Die imposanten, bis zu 3000 Meter aufragenden Höhenzüge bieten ein Landschaftsbild von einzigartiger Vielfalt. Kahle Bergkuppen überragen Täler mit dichten Buchenwäldern, schmale Canyons führen zu Wasserfällen und Seen. Herbe und großartige Szenerien wechseln mit den sanfteren Bildern des Hügellands. Das Buch von Christoph Hennig beschreibt eine Wanderung in 15 Tagesetappen durch die gesamte Region. Am Weg liegen malerische Dörfer, lebendige Kleinstädte und zahlreiche historisch interessante Orte. Ein besonderer Akzent liegt auf dem kulinarischen Angebot, mit genauen Schilderungen zahlreicher Restaurants am Wege. Zusätzlich erschließen Hintergrundtexte das vergangene und gegenwärtige Leben der Region.

 

 

Hoch hinauf zur Königsetappe

Urlaub: Abruzzen, Wandern Diesen Beitrag kommentieren »

Nach dem Frühstück in Castrovalva starten wir mit gemischten Gefühlen: Der Blick ins Tal hinunter nach Anversa ist reichlich im Dunst, der Himmel ist bedeckt. An alten Häusern und einem schönen Brunnen vorbei geht es auch gleich schon nach dem Ortsende steil bergauf. Schritt für Schritt steigen wir aufwärts.

Bergdorf Castrovalva: Blick beim Frühstück nach Anversa. - Foto: Erich Kimmich     Brunnen in  Castrovalva. - Foto: Erich Kimmich

Aufstieg zum ersten Bergsattel. - Foto: Helmut Eßlinger

Immer wieder ist Gelegenheit, sich umzuwenden und den atemberaubenden Blick ins Tal zu genießen. Es dauert nicht lange und wir sind so steil aufgestiegen, dass wir nun Castrovalva und Anversa direkt nebeneinander fotografieren können – dennoch sind diese Orte kilometerweit auseinander, auch was die Höhe betrifft.

Links Castrovalva, hinten Anversa im Tal. - Foto: Erich Kimmich    Anstieg ohne Ende. - Foto: Helmut Eßlinger

Ohne Navi geht bei Erich gar nichts. - Foto: Helmut Eßlinger    Steiler Blick nach Castrovalva. - Foto: Helmut Eßlinger

Gleich haben wir den ersten Sattel erreicht. - Foto: Erich Kimmich    Silberdisteln am Wegrand. - Foto: Erich Kimmich

Unterhalb der Kammhöhe bietet die Fontana Celidona ihr frisches Wasser für uns an. Ein letzter Blick nach Castrovalva hinab. Pferde kommen uns entgegen. Die Neugier ist aber nicht groß genug – sie bleiben einen Meter auf Distanz.  Herbstzeitlose und Silberdisteln finden wir entlang des Weges.

Pferde am Immacolata-Sattel. - Foto: Helmut Eßlinger    Vor dem Immacolata-Sattel. - Foto: Erich Kimmich

Letzter Blick zurück. - Foto: Erich Kimmich

Ab dem Kamm wendet sich der Blick nach vorne – zum nächsten Sattel, den wir in einer guten Stunde erreichen werden: ein deutlicher Einschnitt zwischen zwei bewaldeten Hängen. Der schmale Weg geht nun leicht abwärts durch ein Hochtal. Die Wolken haben der Sonne Platz gemacht und wir genießen die Freiheit hier oben. Wir folgen einem kleinen Bachbett aufwärts. Am Wegrand erfreuen uns die blauen Disteln und interessante Pilze. Wir wandern durch ein kleines Buchenwäldchen und erreichen den Pass bei der Kapelle L’Immacolata. 1.435 Meter hoch ist das heute der höchste Punkt unserer gesamten Tour.
Zum letzten Mal schauen wir zurück auf das Tal von Anversa und den Monte Sirente.

Panoramablick zum Lago die Scanno. - Foto: Erich Kimmich    Kapelle Immacolata, 1435 m hoch. - Foto: Erich Kimmich

Die kleine Kapelle wurde erst vor ein paar Jahren renoviert und ist sogar mit einer solaren Stromversorgung ausgerüstet, die die Marienstatue mit bläulichem Hintergrundlicht versorgt. Im Süden sehen wir tief unten den Lago di Scanno und das Örtchen Scanno, rechts davon die Bergkette der Terratta. Zeit für eine Genießerpause an diesem sonnigen, aussichtsreichen Fleckchen Erde! Hinter der Kapelle sind Bänke und ein Tisch. Schnell sind die Lebensmittel ausgepackt: Brot, Käse, Wurst, Schokolade – nur auf das traditionelle Schlückchen Rotwein müssen wir heute verzichten.


Panorama-Ansicht vom Immacolata-Paß: bitte klicken
[Ins Bild klicken für interaktives, zoombares Panorama]

Da unten liegen Frattura und Scanno. - Foto: Helmut Eßlinger

Schuhe, Socken und Sohlen ausgepackt und in der Sonne zum Trocknen ausgebreitet. Doch die schöne Rast geht nach einem Nickerchen zu Ende. Wir steigen steil auf einem Fahrweg hinunter. Ein junger Mann hoch zu Roß zieht drei Maultiere hinter sich her. Tief unten sehen wir das Ruinendorf Frattura Vecchia.

Maultier-Transport. - Foto: Erich Kimmich    Frattura Vecchia, das Ruinendorf. - Foto: Erich Kimmich

Frattura Vecchia, das Ruinendorf. - Foto: Erich Kimmich    Frattura Vecchia, das Ruinendorf. - Foto: Erich Kimmich

Frattura Vecchia wurde 1915 durch ein Erdbeben zerstört. In der Nähe entstand später der neue Ort Frattura. Zur Zeit werden einige Häuser des alten Dorfes restauriert. Wir fotografieren die western-artige Kulisse der Hausruinen. An einem Haus hängt die Bettwäsche zum Lüften draußen, das andere ist reine Ruine und auf einer Seite völlig offen. Ein kleiner Pfad führt unterhalb der Häuser tiefer hinunter. Wir haben einen riesenhaften Geröllhang vor uns – Folge eines Bergrutsches vor mehreren tausend Jahren. Dadurch wurde damals der Wildbach im Tal aufgestaut und es entstand so der Lago di Scanno. Der Ortsname Frattura erinnert an die geologische „Fraktur“.

Geröllhalde hinter Frattura Vecchia. - Foto: Erich Kimmich

Silberdisteln bei Frattura Vecchia. - Foto: Erich Kimmich    Bruchzone bei Frattura Vecchia. - Foto: Erich Kimmich

Um eine Kuppe herum sehen wir das neue Frattura unterhalb des Weges liegen, wir biegen links ab und steigen wieder aufwärts. Weit hinten sehen wir immer wieder Scanno und wissen instinktiv, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis wir das heutige Wanderziel erreicht haben werden.


Panorama-Ansicht von Trattura Vecchio: bitte ins Bild klicken
[Ins Bild klicken für interaktives, zoombares Panorama]

Die Aussicht ist prächtig, allerdings nehmen die dicken Wolken wieder einen Großteil des Himmels in Beschlag. Fast eben wandernd erreichen wir die Fontana Malvascione und machen hier nochmals eine aussichtsreiche Pause. Nun führt uns der Wanderweg am Rand wunderschöner Kiefernwälder, im Südosten sehen wir den Serra Sparvera, im Südwesten tief unten Scanno.

Durch Kiefernwald nach Scanno. - Foto: Erich Kimmich    Vor dem Abstieg nach Scanno. - Foto: Helmut Eßlinger

Ausblick hoch über Scanno. - Foto: Erich Kimmich

Immer weiter abwärts geht es, durch ein Bachbett, durch eine steile Geröllzone, die uns jegliche Trittfestigkeit abverlangt. Schließlich haben wir mit wackligen Knien den Talboden erreicht und gehen nun ein Stück die Straße aufwärts auf dem Strässchen nach Scanno. Es geht wieder kräftig aufwärts, denn der Weiler schmiegt sich wie ein Vogelnest an einen Bergsporn. Immer noch 1000 Meter hoch sind wir hier.
Im gut erhaltenen historischen Zentrum zeugen aufwendige Palazzi und verzierte Portale und zahlreiche Kirchen vom früheren Wohlstand. Leider hat es zu regnen begonnen. Wir fragen ein älteres Ehepaar nach dem Weg zum Hotel Roma – das auf der anderen Seite des Bergsporns liegt. Endlich haben wir unser Ziel erreicht. Die heiße Dusche ist eine Wohltat.

Das Abendessen nehmen wir außerhalb des Hotels ein. Leider hat die empfohlene Pizzeria heute nicht geöffnet. So entscheiden wir uns für das Ristorante La Valle in der Via Pescara. Eine abruzzesische Platte zur Vorspeise und eine knusprige Pizza bringen uns die verbrauchten Kräfte wieder zurück. Nebenher planen wir die optimale Bus-Zug-Kombination nach Hause. Ein Streik der Lokführer lässt uns befürchten, dass wir es am nächsten Tag nicht gänzlich nach Hause schaffen werden.

Das Bergdörfchen Scanno. - Foto: Erich Kimmich    Das Bergdörfchen Scanno. - Foto: Erich Kimmich

Höhenprofil: Anstiege und Zeit. - Grafik: Erich Kimmich

 

Wetter: zunächst sonnig am Abend Regen heiter/Regen    16,3 km  Durchschnittstempo ohne Pausen; mit Pausen: 1,91 km/h 2,94 km/h   Summe der Aufstiege. Maximale Höhe: 1.435 m.ü.d.M. 934 hm   Summe der Abstiege. Minimale Höhe: 808 m.ü.d.M.  875 hm   8:29 Std.

 

Nächster Tag:  Rückreise    ||   nach oben   ||    Voriger Tag:  Sulmona – Castrovalva

 

Hat dir dieser Beitrag gefallen?
Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

Hinauf zum Adlerhorst

Urlaub: Abruzzen, Wandern Diesen Beitrag kommentieren »

Wie schon im Herbst 2006 nach Ligurien haben wir eine Wanderreise bei www.italienwandern.com gebucht. Die Unterkünfte sind für uns organisiert, die Wanderstrecken sorgfältig beschrieben.
Von Sulmona aus führt uns die heutige Route Richtung Campo di Fano, ein Stück weit entlang der Bahnlinie. Nach ein paar Kilometer Sträßchen führt uns ein Feldweg durch Laubwald und Gebüsch ins Tal des Sagittario und dann immer parallel zum Fluss bergan.

Am Ortsausgang von Sulmona. - Foto: Erich Kimmich    Am Ortsausgang von Sulmona. - Foto: Erich Kimmich

Blick auf Bugnara. - Foto: Erich Kimmich    Blick auf Bugnara. - Foto: Erich Kimmich

Kaum sind wir losgewandert, bezieht sich der blaue Himmel mit grauschwarzen Wolken.  Rechts oben sehen wir die Pfeiler der Autobahn Rom – Pescara auf der anderen Talseite. Wir überqueren die Bahnlinie bei Bugnara, kommen dann allerdings auf einen anderen Weg als geplant und machen einen Abstecher nach Bugnara.

Der Weg nach Bugnara. - Foto: Erich Kimmich    Vor dem Viadukt. - Foto: Erich Kimmich

Auf einem alten traditionellen Weg kommen wir dem Tal wieder näher und erreichen den großen Eisenbahnviadukt: Die Bahnlinie, die zunächst bergseits im Tunnel zur Kurve ansetzt, führt diese auf einem gebogenen Viadukt fort, stetig ansteigend, um weiter an Höhe zu gewinnen.

Bald erreichen wir einen kleinen Stausee, der durch die Fallrohre einer Druckleitung gespeist wird. Das Wasser leuchtet smaragdgrün. Noch ein kräftiges Stück weiter und auf der Straße ansteigend erreichen wir den Ortsrand von Anversa degli Abruzzi. Am Dorfplatz neben der Kirche machen wir Pause in einer Bar.

Halbkreisförmiges Viadukt. - Foto: Erich Kimmich    Kleiner Stausee unterhalb Anversa. - Foto: Erich Kimmich

Stausee vor Anversa. - Foto: Helmut Eßlinger    Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich

Gut erholt machen wir noch einen „Schlenker“ durchs Dörfchen. Das angepriesene Ristorante La Fiaccola hat leider geschlossen. Vorbei an der uralten, renovierten Kirche von Anversa. Dann geht es steil bergab, vorbei an alten Türen, verfallenen Mauern und sonnigen Gärten.

Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich    Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich

Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich    Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich

Wir sind nun am Talgrund angelangt – vor uns ragt eine riesige Felswand auf, rechts schauen wir von unten zu den Häusern von Anversa hinauf. Der WWF hat hier ein Schutzgebiet aufgekauft. Es soll hier Adler, Wanderfalken, Mauerläufe, Alpenkrähen und Wasseramseln geben. Wir steigen den steilen Weg auf der gegenüberliegenden sonnigen Talseite hinauf.

Blick zurück auf Anversa. - Foto: Erich Kimmich

Blick zurück auf Anversa. - Foto: Erich Kimmich    Blick hinunter nach Anversa. - Foto: Erich Kimmich

Immer wieder geht der Blick nach Anversa hinüber, die Sonne schickt ihre Strahlen über die Kante des Bergmassivs. Immer weiter steigen wir hinauf, machen zwischendurch auf einem Fels eine Aussichtspause. Nun sehen wir ganz oben wie in einem Adlerhorst die Häuser von Castrovalva auf dem Felsgrat kleben.

Castrovalva, der Adlerhorst. - Foto: Erich Kimmich


Interaktives Panorama: Bitte ins Bild klicken!

Castrovalva, der Adlerhorst. - Foto: Erich Kimmich    Castrovalva (links), Anversa (unten). - Foto: Erich Kimmich

Je höher wir kommen desto imposanter wird der Ausblick. Im Talgrund bekommen wir Anversa und Castrovalva „nebeneinander“ auf ein Foto. Fast eben führt der Weg um den Talgrund herum und von der Bergseite her in den Adlerhorst Castrovalvo. Hinter der Kirche ist der Agriturismo Nido dell’Aquila (das Adlernest), unser heutiges Etappenziel.

Castrovalva, der Adlerhorst. - Foto: Helmut Eßlinger    Unser Quartier in Castrovalva. - Foto: Helmut Eßlinger

Hier oben war der berühmte Künstler und Graphiker Maurits Cornelis Escher tätig.
Wir beziehen unsere Unterkunft und brechen vor dem Abendessen noch zu einem kleinen Foto-Bummel durchs „Adlernest“ auf.

Blick über Castrovalva. - Foto: Erich Kimmich    Blick über Castrovalva. - Foto: Erich Kimmich

Blick von Castrovalva. - Foto: Erich Kimmich    Nächtlicher Blick auf Anversa. - Foto: Erich Kimmich

Höhe und Zeit: Von Sulmona nach Castrovalva

Wetter: sonnig und bedeckt heiter    21,47 km  Durchschnittstempo ohne Pausen; mit Pausen: 2,43 km/h 4,07 km/h   Summe der Aufstiege. Maximale Höhe: 845 m.ü.d.M. 989 hm   Summe der Abstiege. Minimale Höhe: 332 m.ü.d.M.  733 hm   8:50 Std.

 

Nächster Tag: Castrovalva – Scanno  ||   nach oben   ||   Voriger Tag:  Sulmona-Ruhetag

 

Hat dir dieser Beitrag gefallen?
Ich freue mich über deinen Kommentar!

Seele baumeln in Sulmona

Urlaub: Abruzzen, Wandern Diesen Beitrag kommentieren »

Samstag in Sulmona: Heute machen wir einen gemütlichen Pausentag. Es ist Samstag und in dem kleinen Städtchen Sulmona ist mächtig was los. Nach dem Frühstück schauen wir uns den Wochenmarkt auf der Piazza Giuseppe Garibaldi an.

Sulmona: Porta Napoli. - Foto: Erich Kimmich     Sulmona. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Cappuccino im Sweet Time Café. - Foto: Erich Kimmich     Sulmona. - Foto: Erich Kimmich

Abruzzen-Honig auf dem Wochenmarkt. - Foto: Erich Kimmich     Sulmona: Wochenmarkt. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Wochenmarkt. - Foto: Erich Kimmich     Sulmona: Wochenmarkt. - Foto: Erich Kimmich

Vor der Bar Sweet Time Café am Corso Ovidio 145 sitzen wir erstmal zum Cappuccini, später auf einen erfrischenden Drink. Dazu gibt es jeweils umfangreiche Snacks. Inklusive. Wir machen es uns gemütlich und genießen die Sonne, die angenehme Atmosphäre, lesen im Reiseführer „Wilde Wege, stille Dörfer“ von Christoph Hennig – und lassen die Seele baumeln.

Sulmona, Sweet Time Café. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Aquädukt. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona, Piazza XX Settembre. - Foto: Erich Kimmich    Erich bei der Fontana del Vecchio. - Foto: Helmut Eßlinger

Sulmona bietet Abwechslung an jeder Ecke. Die Piazza XX Settembre hat wieder ihren ganz eigenen Flair. In Sulmona wurde 43 vor Christus der antike Poet Ovid geboren. Mit der „Liebeskunst“ und vor allem den „Metamorphosen“ ist der Dichter in die Weltliteratur eingegangen.

Sulmona, Piazza XX Settembre: 2 Spiegelungen. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona. - Foto: Erich Kimmich

Überall finden sich kleine Geschäfte, die bunte Blumensträuße anbieten: Es handelt sich um eine ganz besondere Spezialität der Stadt, die sogenannten Confetti. Das sind mit farbigem Zuckerguß überzogene Mandel- oder Nussbonbons, die seit dem 14. Jahrhundert in Sulmona hergestellt werden. Zehn Confetti-Betriebe produzieren jeden Tag etwa 1500 kg Bonbons. Die Traditionsfirma Pelini hat sogar ein Confetti-Museum eingerichtet.

Sulmona-Spezialität Confetti. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona-Spezialität Confetti. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona-Spezialität Confetti. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Einer der vielen Confetti-Läden. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona, Aquädukt. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Piazza Garibaldi. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona. - Foto: Erich Kimmich

Ein Glas Wein inklusive einer Reihe würziger Snacks für 3,50 Euro – wer wollte sich da beschweren?

Sulmona: Weißwein & Snacks im Sweet Time Café. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Weißwein und Snacks im Sweet Time Cafe. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona: Weißwein und Snacks im Sweet Time Cafe. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Piazza Garibaldi. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona: Piazza Garibaldi. - Foto: Erich Kimmich

Gegen Abend ziehen wieder Wolken auf. Der Stimmung an der Piazza Garibaldi verleihen sie im Licht der untergehenden Sonne damit eine ganz besondere Note.

Sulmona: Wolkenstimmung an der Piazza Garibaldi. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Aquädukt. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona - Piazza Garibaldi. - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Treppe am Aquädukt - Foto: Erich Kimmich    Sulmona: Abruzzen-Honig im "Non solo miele". - Foto: Erich Kimmich

Sulmona: Piazza XX Settembre. - Foto: Erich Kimmich    Sulmona: Jugendliche vor der Kirche Santissima Annunziata. - Foto: Erich Kimmich

Ovid-Denkmal an der Piazza XX Settembre. Jugendliche haben sich auf die Stufen vor der Kirche Santissima Annunziata gesetzt. Um 20 Uhr setzen wir uns ins Ristorante Clemente – eingerichtet in einem ehemaligen Pferdestall – und lassen uns zum Abschluss des Tages von hervorragend zubereiteten, traditionellen Gerichten verführen.


Nächster Tag:  Sulmona – Castrovalva  ||   oben   ||   Voriger Tag:  Capodacqua – Sulmona

Am Rande des Gran Sasso Nationalparks

Urlaub: Abruzzen, Wandern Diesen Beitrag kommentieren »

Capodacqua: Wir haben prima geschlafen, die feuchten Schuhe und Socken sind ein wenig getrocknet. Der Kaffee zum Frühstück ist stark und rabenschwarz. Der Service ist ausgezeichnet.

Frühstück in Capodacqua. - Foto: Helmut Eßlinger    Der Agriturismo Capodacqua. - Foto: Erich Kimmich

Kurz nach neun Uhr verlassen wir den gastlichen Bauernhof, sehen ihn beim Aufstieg nochmals von der Seite. Der Weg steigt eine gute Stunde lang steil den Berg hinauf. Der Kaffee und die Steigung lassen die „Betriebstemperatur“ stark ansteigen… Immer wieder tun sich Blicke zum Gran-Sasso-Massiv auf.  Laubwald, Ginster und Alpenveilchen begleiten uns am steinigen Wegrand. Dann endlich sind wir oben auf der Paßstraße angekommen.

Aufstieg zum Forca di Penne. - Foto: Erich Kimmich    Blühender Ginster auf 900 m an der Paßstraße. - Foto: Erich Kimmich

Blick ins Gran-Sasso-Massiv. - Foto: Helmut Eßlinger

Ach, wie schön könnte hier oben die Aussicht sein! Forca di Penne liegt auf knappp 1000 Metern Höhe. Oberhalb der wenigen Häuser ragt die Ruine des Wachturms aus dem Nebel. Er war Teil des früheren Kommunikationsnetzes entlang des Tratturoo Magno: Mit Lichtsignalen konnten Nachrichten von L’Aquila bis nach Apulien transportiert werden. Beim Erdbeben im April 2009 wurde der Turm stark beschädigt.

Im Nebel: Wachturm am Forca di Penne. - Foto: Erich Kimmich    Grenze des Nationalparks. - Foto: Erich Kimmich

Weiter gehts an der Grenze des Nationalparks entlang. Der Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga in den italienischen Abruzzen wurde 1991 eingerichtet. Er erstreckt sich über eine Fläche von 141.341 Hektar meist bergigen Gebiets. Mit dem Corno Grande liegt der höchste Gipfel des Apennin innerhalb dieses Parks.

Bei sehr gutem Wetter kann man das Meer sehen. - Foto: Erich Kimmich

Da hinten würde das abruzzesische Hügelland zu sehen sein oder an ganz schönen Tagen sogar das Meer! Wir müssen unbedingt ein anderes Mal wieder hierher kommen! Der Trübsal nicht genug: Die vom Regen der letzten Tage angefeuchtete Erde bleibt an den Schuhen haften. Kiloschwere Brocken behindern jeden Schritt. Beinahe wäre ich nach vorne gekippt, da die Schuhe praktisch stehen geblieben sind. Abkratzen ist sinnlos, denn beim nächsten Tritt beginnt der Spaß von neuem. Nach einer ausgiebigen Pause an der Quelle Capodacqua steigen wir abwärts. Irgendwann wird es steiniger und der Haft-Lehm lässt nach.

Kiloschwere Lehmklumpen an den Schuhen. - Foto: Helmut Eßlinger    Zwischen den Felsen geht es nach Pescosansonesco Vecchio. - Foto: Erich Kimmich

Zwei Hunde bellen, einer davon schaut über die Mauer.  - Foto: Erich Kimmich    Immer wieder: wilde Alpenveilchen.  - Foto: Erich Kimmich

Dann erreichen wir Pescosansonesco Vecchio und wir bekommen einen Strahl Sonne ab und können das Tal des Pescara vor uns überblicken. Ganz unten scheint unser Wanderziel Torre de‘ Passeri zu sein. Wir machen einen Abstecher ins alte Örtchen. Vorbei an kleinen wildwachsenden Alpenveilchen kommen wir zur Fontana Romana – Gelegenheit, die Drecksschuhe etwas zu reinigen.

Römischer Brunnen (Rekonstruktion von 1870).  - Foto: Erich Kimmich    Mühsamer Weg zwischen Lehm und Wasser.  - Foto: Erich Kimmich

Doch zu früh gefreut: Weiter unten im Tal kommt nochmal eine längere Lehmpassage und es verklumpt uns erneut die Schuhe. Nun sind wir in die mediterrane Zone gelangt, es ist milder geworden und wir unterqueren am Stadtrand von Torre de‘ Passeri eine Bahnbrücke. An der Piazza Plebiscito machen wir erstmal Halt. Zu verlockend ist der Gedanke an einen kräftigen Schwarzen.

Bar in Torre de Passeri: Cappu hilft! - Foto: Erich Kimmich    San Clemente: Blick durch den Zaun. - Foto: Erich Kimmich

Die Wegbeschreibung führt uns nach San Clemente in Casauria und wir freuen uns auf den angekündigten  „Höhepunkt der abruzzesischen Baukunst“. Doch leider Pech gehabt: Das Kloster des Märtyrerpapstes Clemens hat um diese Zeit längst geschlossen. Das hätte man doch vorher wissen können! Noch mehr Frust: Ein heftiger Regenschauer begleitet uns auf dem Weg zum Bahnhof.

Heftiger Regen: Weg San Clemente - Bahnhof. - Foto: Erich Kimmich    Zug nach Sulmona?? - Foto: Erich Kimmich

Noch haben wir ein wenig Zeit bis der Zug nach Sulmona abfährt und uns dem heutigen Nachtquartier näher bringt. Wir bestellen deftige Panninis in der Bar beim Bahnhof und trinken ein kühles Bier dazu. Dann kommt der Zug – aber auf dem falschen Gleis. Alle Fahrgäste wechseln zu Gleis 2 und steigen ein. Kaum sind wir losgefahren fragt uns der Schaffner nach unserem Ziel und erklärt uns, dass dieser Zug nach Pescara fährt. Offenbar hat es im Fahrplan einige Verschiebungen gegeben. Rasch telefoniert er mit einem Kollegen und bugsiert uns beim nächsten Bahnhof persönlich in den Gegenzug, der eigens auf uns gewartet hat. Toll! Bald sind wir erneut in Torre de‘ Passeri und einige Stationen später dann in Sulmona.

Nächtliches Sulmona.  - Foto: Erich Kimmich    Kastaniensuppe.  - Foto: Erich Kimmich

Wir beziehen unser Gästezimmer im Bed & Breakfast Santa Lucia und starten gleich wieder zum Abendessen. Hinter dem Ristorante Il Canestro Di Gregorio Luciana in der Via Leopolo Dorrucci werden wir bestens verwöhnt.

Abruzzesische Platte.  - Foto: Erich Kimmich

Nächtliches Sulmona.  - Foto: Erich Kimmich    Bed & Breakfast Santa Lucia. - Foto: Erich Kimmich

Gesättigt, müde und zufrieden spazieren wir durch die dunklen mittelalterlichen Gassen ins Quartier zurück.

Steigungsprofil unserer heutigen Tour: Fast 1000 m Abstieg!

 

Wetter: 16° C, wechselhaft, einzelne Regenschauer, neblig  regnerisch   19,6 km  Durchschnittstempo ohne Pausen; mit Pausen: 2,31 km/h 3,86 km/h   Summe der Aufstiege. Maximale Höhe: 1012 m.ü.d.M. 672 hm   Summe der Abstiege. Minimale Höhe: 149 m.ü.d.M.  1022 hm   8:34 Std.

Nächster Tag:   Sulmona  ||   nach oben   ||   Voriger Tag:  Caporciano – Capodacqua

Im Safran-Tal

Urlaub: Abruzzen, Wandern Diesen Beitrag kommentieren »

Caporciano: Ein genüssliches Frühstück liegt hinter uns. Fünferlei Marmeladen, Quark und Joghurt gab es zu genießen. Das Veilchengelee war auch dabei… hmmm! Nun geht es los, abwärts zunächst. Alles grau in grau…

Alter Hauseingang in Caporciano. - Foto: Erich Kimmich    Blick durchs regnerische Hochtal nach Navelli. - Foto: Erich Kimmich

Unten im Tal überqueren wir die Hauptstraße mit ihrem starken Verkehr und werfen einen Blick auf die Rosette der Kirche Santa Maria delle Grazie direkt neben der Straße. Die Kirche liegt am Weg des Trattura Magno, wo einst die Wanderschäfer ihre Herden von L’Aquila nach Apulien trieben. Am gegenüberliegenden Hang zieht der Weg hinauf nach Civitaritenga. Häuser werden renoviert, Handwerker sind lautstark zugange.  Hinten am Fuße des nächsten Abhanges sehen wir schon unser nächstes Zwischenziel, das alte Städtchen Navelli.

Stadttor Porta Santa Maria in Navelli. - Foto: Erich Kimmich

Navelli ist überaus beeindruckend mit seinen unzähligen verwinkelten Gässchen und Treppensträßchen, die wie ein Gewirr den Berghang durchziehen. Doch auch hier ist der Verfall unübersehbar. Manche Häuser stehen mit eingebrochenem Dach da und zerfallen allmählich. Wenige andere sind renoviert, an manchen wird gearbeitet. Wir treffen nur wenige Menschen bei unserer Tour hinauf und hinab durch Gässchen und Treppchen. Ein schön renoviertes Haus fällt uns auf: Im Sotto le volte kann man offenbar rustikal Station machen. Gegenüber liegen Katzen auf einer bank am Haus. Die ersten Regentropfen fallen vom Himmel. Wir gehen hinab zur Piazza San Pelino und bestellen im Pub einen stärkenden Cafe und ein Panini. Draußen schüttet es aus Kübeln, der Regen will nicht nachlassen. Wir warten noch ein Weilchen länger – und starten dann dennoch hinein in den Regen mit unseren roten Regenumhängen. Dem Talgrund folgen wir einige Kilometer, dann steigt das Strässchen links bergan.

Herberge in Navelli. - Foto: Erich Kimmich    Von Navelli geht es hinauf nach Collepietro - Foto: Helmut Eßlinger

Regenphase hinter Navelli. - Foto: Erich Kimmich    Blick ins Safran-Tal hinter Navelli. - Foto: Helmut Eßlinger

Es hat nun endlich wieder zu regnen aufgehört und wir sind froh, eine Asphaltstraße unter den Füßen zu haben. Je höher wir hinaufsteigen desto reizvoller werden die Blicke ins Tal des Safran hinunter und zurück nach Navelli.

Im Safran-Land

Der Safran ist ein ganz besonderes Gewächs, das wie der Trüffel nur an wenigen Orten der Welt gedeiht. Hier im trockenen und windigen Klima findet das Krokusgewächs optimale Bedingungen. Während der Blüte im Oktober werden die Blüten frühmorgens gesammelt, aus jeder einzelnen werden die roten Staubfäden einzeln entfernt und getrocknet. Aus 200.000 Blüten gewinnt man gerade mal ein Kilo Safran! Kein Wunder dass sich sein Preis mit dem von Trüffel messen kann. Etwa 2000 Euro muss man für ein Kilo ausgeben!

Blick ins Safran-Tal und auf Navelli. - Foto: Erich Kimmich

Blüten im Regen.  - Foto: Erich Kimmich    Blüten im Regen.  - Foto: Erich Kimmich

Einzelne Ginsterblüte im Herbst.  - Foto: Erich Kimmich    Blüten im Regen.  - Foto: Erich Kimmich

Collepietro liegt rechts des Weges auf einem Bergvorsprung. Wir biegen links ab. Immer wieder regnet es ein wenig. Zwischen Mandelbäumen steigen wir entlang der Kammlinie hoch hinauf. Nun haben wir Navelli links von uns und sehen zur rechten die Talaue von Capestrano und rechts oben den Wachturm am Forca di Penne-Paß. Dazwischen vermuten wir die 3000er des Gran-Sasso-Massivs.

Aufstieg hinter Collepietro.  - Foto: Erich Kimmich    Da drüben liegt Collepietro.  - Foto: Erich Kimmich

Oliven.  - Foto: Erich Kimmich    Mandeln.  - Foto: Erich Kimmich

Durch Mandel- und Olivenhainen zieht sich der Weg endlich hinunter nach Capestrano, das sich einladend zu unseren Füßen an den Berghang schmiegt. Seit 1460 stand Capestrano unter toskanischer Herrschaft. In der Nähe des Ortes wurde 1934 der „Krieger von Capestrano“ gefunden – eines der besterhaltenen Kunstwerke der vor-römischen Epoche. Der Heilige Giovanni von Capestrano (1386 – 1456) war Verfasser von theologischen Schriften und einer der berühmtesten Mönche, Wanderprediger und Wunderheiler seiner Zeit. Sein Ruf ging durch ganz Europa: In Budapest und Wien gibt es Denkmäler zu seiner Ehre. Die Partnerstädte in Ungarn (Castello di Buda) und San Juan Capistrano in Kalifornien wurden nach dem entschlossenen Franziskanermönch benannt.

Capestrano mit dem Kastell.  - Foto: Erich Kimmich

Hausdetail in Capestrano.  - Foto: Erich Kimmich    Capestrano.  - Foto: Erich Kimmich

An der Piazza del Mercato setzen wir uns in ein Café und genießen nach einem kräftigen Espresso noch das selbstgemachte, köstliche Gelato – gusto Crema e Chioccolato. Die alten Männer des Städtchens haben sich hier zum Schwätzen versammelt. Dann besichtigen wir das Renaissance-Kastell: Von den Zinnen ist der Blick ins Tal einfach umwerfend!

Eis-Genuss in Capestrano.  - Foto: Erich Kimmich    Renaissance-Kastell von Capestrano.  - Foto: Erich Kimmich

Renaissance-Kastell von Capestrano.  - Foto: Erich Kimmich    Im Kastell von Capestrano - Foto: Helmut Eßlinger

Capestrano: Blick vom Kastell.  - Foto: Erich Kimmich

Dort hinten ist Capodacqua – da werden wir heute Abend schlafen.

Capestrano: Blick zurück.  - Foto: Erich Kimmich     Capestrano: Blick zurück.  - Foto: Erich Kimmich

Wir steigen steil abwärts und schauen immer wieder zurück auf die Stadtfestung.

Scharfe Sachen in Capestrano.  - Foto: Erich Kimmich

Dann überqueren wir die Straße von L’Aquila nach Pescara, wandern entlang des Sees von Capodacqua und erreichen bei einsetzendem Regen das Agriturismo Capodacqua, wo man uns Wanderer bereits erwartet hat.

Abendessen im Agriturismo. - Foto: Erich Kimmich    Abendessen im Agriturismo. - Foto: Erich Kimmich    Frische Feigen zum Nachtisch. - Foto: Erich Kimmich

Das Abendessen ist ausgesprochen vielseitig und geschmackvoll. Die Feigen zum Nachtisch sehen unreif aus, schmecken aber vorzüglich saftig und süß!

Höhe - Zeit - Profil

Wetter: wechselhaft, einzelne Regenschauer  bedeckt     21,5 km   Durchschnittstempo ohne Pausen; mit Pausen: 2,43 km/h 3,85 km/h    Summe der Aufstiege. Maximale Höhe: 921 m.ü.d.M. 488 hm    Summe der Abstiege. Minimale Höhe: 323 m.ü.d.M.  893 hm    8:51 Std.


Nächster Tag:  Capodacqua – Sulmona  ||   oben   ||  Voriger Tag:  L’Aquila – Caporciano