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Erichs (B)Logbuch » Urlaub: Sardinien

Mein Lese-Tipp: Padre Padrone

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„Wenn du auf Sardinien warst, solltest du dieses Buch unbedingt lesen“, so sagte man mir. Na ja, dachte ich. Mal sehen. Inzwischen habe ich das Büchlein gekauft und mit wachsender Spannung gelesen. Und ich möchte es wirklich weiterempfehlen. Auch wer die Insel nicht kennt, wird von der starken Ausdruckskraft des Buches begeistert sein. Es ist ehrlich, beeindruckend und ergreifend.

Buch bei Amazon bestellen Gavino Ledda:
Padre Padrone

Das Epos Sardiniens, das die beeindruckende Geschichte eines geknechteten Jungen erzählt und darüber hinaus Landschaft und Leben auf der italienischen Insel in allen Facetten einfängt.
In kraftvollen Bildern voll herber Poesie schildert Gavino Ledda in seinem autobiografischen Roman das Schicksal des Hirtenjungen Gavino.
Gavino Ledda wurde 1938 in Siligo auf Sardinien geboren. Nach Abschluss seiner sprachwissenschaftlichen Studien in Rom lehrte er an der Universität von Sassari Linguistik. Sein erstes Buch „Padre Padrone“ wurde 1975 mit dem „Premio Viareggio“ ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt; berühmt wurde die Verfilmung durch die Brüder Taviani. Ledda lebt heute wieder in seinem Heimatdorf.

dtv Taschenbuch (2003), 288 Seiten.  8,90 Euro. Hier bestellen!

Im Zug durch den „wilden Westen“

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8. Tag der Sardinien-Biketour: Macomer – Olbia – Rückflug

Es gibt nicht mehr viel zu erzählen heute: Wir haben uns von Pepina verabschiedet, die Räder bepackt und sausen hinunter auf die Ebene tief unter der Stadt. Auf der Staatsstraße kommen wir flott voran und haben bald den Bahnhof in Macomer erreicht. Während wir auf den 14.17 Uhr-Zug warten, essen wir einen erfrischenden Salat bzw. ein belegtes Ciabattabrot, genießen das kühle Ichnusa-Bier und einen herben Cappuccino.

Foto: Erich Kimmich

Dann kommt der Zug, etwas hektisch verstauen wir Räder und Gepäck und genießen dann entspannt die zweistündigeg Fahrt im klimatisierten Abteil. In Olbia bringen uns ein paar Pedaltritte zum Hafen und über eine große Brücke in Richtung Flughafen.

Foto: Erich Kimmich

Harald und ich nutzen die restliche Zeit für einen kleinen Ausflug entlang der Küste. Im Naturschutzgebiet Punta Salinas gibt es eine Badegelegenheit und eine liebevoll dekorierte Strandbar. Hier genießen wir die letzten Stunden bei einem dunklen Americano und frischem Ananassaft.

Foto: Erich Kimmich

Die versteckten Pappkartons sind – Überraschung! – noch schön zwischen den Hecken versteckt wie wir sie hinterlassen hatten. Wir verstauen die Räder, geben das Gepäck auf und gönnen uns einen Kaffee.

Foto: Erich Kimmich

Und beinahe hätten wir den letzten Aufruf verpasst – alle anderen Passagiere stehen schon abfahrbereit im Bus, der uns zur TUI-fly-Maschine bringt.
Als wir gegen 23.25 Uhr in Stuttgart ankommen ist dort das Wetter genauso gut und ebenso heiß wie auf Sardinien.

  46,6 km Radelstrecke, Durchschnittstempo 16,4 km/h, reine Fahrzeit 2:50 Std., Maximaltempo 45 km/h

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Ausblicke im Gocéano-Bergmassiv

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7. Tag der Sardinien-Biketour: Gocéano-Rundfahrt Bolótana – Bono – Foresta di Búrgos

Von Pepinas Bergdorfquartier aus sausen wir hinunter in die Hochebene. Fahren auf der Strada Provinciale Richtung Nordosten und biegen dann auf die SS 128 bis. Es geht wieder aufwärts, denn wir wollen in die Berge des Gocéano hinauf. Unterhalb des Dörfchens Burgos mit seinem herrlichen Schloss auf einem Felsvorsprung gelangen wir vorbei und durchqueren Bottidda. Bald haben wir Bono erreicht, 540 Meter hoch gelegen, mit seinen engen Gassen und einem entsprechenden Einbahnsystem. Hier herrscht gegen Mittag unglaublich dichter Verkehr, jeder Quadratmeter der Altstadt ist zugeparkt, es wird rangiert und gehupt. In einem der Dorf-Cafés lassen wir uns einen prächtigen Illy-Cappuccino servieren. Auf der Tasse steht „pensa coni sensi“ und wir rätseln, was dieser Spruch der venezianischen Kunst-Biennale bedeuten soll.

Foto: Erich Kimmich

Frisch gestärkt verlassen wir hinter Bono die Straße nach links und schrauben uns in zahlreichen Kehren – mit immer schöneren Ausblicken auf die Hochebene und die umliegenden Bergmassive – hinauf und weiter hinauf. Dann endlich sitzen wir auf 1050 Meter Meereshöhe nach nur 7,5 km und 600 Höhenmetern und die sardische Sonne brennt uns den Schweiß aus den Poren.

Leider ist die in der Karte eingetragene Strecke entlang des Gipfelbereichs nur für Mountainbikes geeignet. So sausen wir auf zartem Belag auf der nördlichen Gebirgsseite hinunter nach Foresta Burgos und noch lange weiter zwischen Eichen, Kiefern und Oliven, an Kuh- und Schafsherden vorbei, duftenden Wermut am Straßenrand.

Foto: Erich Kimmich

Tatsächlich hat das kleine unscheinbare Café mitten im Wald doch geöffnet, denn als wir rufen und einige Minuten gewartet haben, kommt der Betreiber und beliefert uns mit Cappu und Bier und den knusprigen sardischen Kartoffelchips.
Einige Anstiege in der Nachmittagssonne liegen noch vor uns, dann folgt die gigantische Abfahrt vom Gocéano-Massiv hinab nach Bolótana. Die warmen Luftmassen wirbeln um die Ohren, das Rad kommt auf über 60 „Sachen“. In einer Kurve gibt es einen Brunnen, wo wir einen letzten Schluck Wasser auffüllen. Schon sind wir in unserem Bergdörfchen angelangt und müssen nur noch die die völlig unübersichtlichen Gassen den Weg zu Pepinas Haus finden.

Foto: Erich Kimmich

Heute ist Feiertag Peter und Paul. Auf großen Plakaten ist das dreitägige Fest angekündigt. Frisch abgekühlt und geduscht gehen wir hinunter zur Kirche. Hier haben sich schon festlich gekleidete Reiter aufgestellt, zahlreiche Zuschauer am Straßenrand warten. Aus der Kirche kommt ein feierlicher Zug, in dem die beiden Heiligenstatuen mitgeführt werden. Der Geistliche übergibt zwei Reitern je eine Fahne und so startet die Prozession durch die winkeligen Gassen.

Foto: Erich Kimmich

Kirchenlieder und der „Rosenkranz“ zu Ehren Marias wechseln sich ab. Gut eine Stunde dauert das Spektakel, das in der Kirche wieder endet.

Foto: Erich Kimmich

Wir freuen uns auch schon auf unsere Pizzeria, die schon am Vortag einfach prima war. Heute esse ich die Variante mit Pilzen, Salsiccia und Knoblauch, davor einen Salat und zum Nachtisch einen schokogetränkten Windbeutel.

  73,86 km Radelstrecke, Durchschnittstempo 15,72 km/h, reine Fahrzeit 4:41, Maximaltempo 62,1 km/h

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Hitze, zwei Bahnhöfe, ein Bergdorf

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6. Tag der Sardinien-Biketour: Bosa Marina – Bolótana

Heute sind wir von der Küste weggefahren und zielen nun ins Landesinnere. Es ist auch heute wieder sakrisch heiß und die Sonne sticht. Meiner Nase tut das gar nicht gut, sie hat sich an drei Stellen entzündet – trotz oder wegen des Sonnenschutzmittels. Wir sind hinter Bosa Marina das Tälchen hinaufgefahren, neben uns die Trasse der Schmalspurbahn, die erst ab Juli oder August und nur zur Belustigung der Touristen fährt.

Foto: Erich Kimmich

Steiler und steiler gings hinauf über Modolo nach Tresnuraghes, fast ohne störenden Verkehr. In Tinnura, dem Bergdorf mit den zahlreichen Wandgemälden, tanken wir Wasser am Dorfbrunnen, umlagert von rennradelnden Sarden, die einen Sonntagsausflug machen.
In einem kleinen Dörfchen setzen wir uns ins Café und trinken Aranciata, Wasser und Cappu. Später machen uns Hügel und Hitze auf einer neu erbauten Umgehungsstrasse ordentlich zu schaffen. Fast scheint manchmal auch der kleinste Gang nicht mehr auszureichen.
Nach etwa 30 Kilometern sind wir in Macomer angekommen. Harald hat Macromedia oder Makramee gewortspielt… In dem 11.000-Einwohner-Städtchen gibt es einen „Platz der zwei Bahnhöfe“ – und tatsächlich ist links und rechts der Straße je ein Bahnhof: einer gehört zur Schmalspurbahn (und ist geschlossen) , der andere zur „normalen“ Bahn. Dort schauen wir nach den Verbindungen nach Olbia: Nur ein Mal pro Tag fährt die Bahn – um 14.17 Uhr.

Foto: Erich Kimmich

Es ist Sonntag und in den Straßen von Macomer herrscht Ruhe. Wie bei einem klassischen Western: es ist heiß und nicht mal ein Hund lässt sich blicken. Wir finden dennoch eine nette Pizzeria, wo wir uns stärken und ausruhen können.
Wir versuchen über die ausgebaute SS131 zum Nuraghen Santa Barbara zu kommen, der mit 15 Metern Höhe einer der höchsten ist. Doch dank der doppelten Mittelleitplanken kommen wir nicht auf die andere Seite der Straße und fahren daher zügig weiter aus der Strada Statale 129 an Bortigali, Silanus und Lei vorbei bis zum Abzweig nach Bolótana.

Foto: Erich Kimmich

Nun folgt ein heftiger Anstieg in der Abendsonne, der uns alles abverlangt.

Endlich geschafft: Im Bergdorf Bolótana stehen wir nun am Sonntag Abend und wissen nicht, wo wir übernachten können. Schließlich fragen wir in einem Café den Besitzer, der auch gleich Abhilfe schafft: Eine entfernte Verwandte von ihm vermietet Zimmer.

Foto: Erich Kimmich

Nach einer halben Stunde Warten kommt Pepina Thönes, die 12 Jahre in Deutschland gelebt hat und ein bed & breakfast anbietet. Wir werden von ihr durch tausend kleine Gassen hinaufgeführt worden, wo ganz am oberen Ortsrand ihr Haus steht. Sie hat einen kleinen Hund, wir entladen die Räder und machen uns frisch.

Foto: Erich KimmichAbends finden wir eine Pizzeria mit gut 60 verschiedenen Pizzavarianten auf der Karte. Wir genießen das knusprige Ofenprodukt zusammen mit fruchtigem Rotwein und gehen abschließend nochmals ins kleine Café, wo eine CD der Crash Test Dummies abgespielt wird.

Neben der Kirche ist das Peter & Paul-Fest im Gange: Es gibt gratis gebratene Fische. Am First der Kirche flackert eine Lichterkette im Sekundentakt.
74,67 km km Radelstrecke, Durchschnittstempo 15,6 km/h, reine Fahrzeit 4:47, Maximaltempo 49,9 km/h

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Der 33-km-Ruhetag…

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5. Tag der Sardinien-Biketour: Badefahrt, Spaghettigenuß und Murales-Tour.

Harald und ich fahren von Bosa Marina an der Küste entlang Richtung Süden. Bald schlängelt sich die Straße den Berg hinauf und führt bis zum Dörfchen Porto Alabe oberhalb der Küste weiter. Eine breite Bucht mit  großem Sandstrand und herrlichen Wellen liegt vor uns. Endlich Baden! Wir rauschen hinunter, schieben die Räder ein Stück durch den Sand und lassen uns links an den Felsen nieder. Ein herrlicher Sonnentag, das Meer bringt hier dank eines flachen Sandstrandes schöne Wellen hervor.

Foto: Erich Kimmich

Wir genießen das kühle Wasser und die trocknenden Sonnenstrahlen. In einer Pizzeria in Porto Alabe lassen wir uns mit Spaghetti Vongole und kühlem Bier in die Sitze fallen und genießen einen faulen Tag.
Später fahren wir hinauf nach Tresnuraghes, und weiter nach Flussio und Tinnura. Heute ist ausreichend Muse, die kunstvollen Wandgemälde anzuschauen und zu fotografieren.

Foto: Erich Kimmich

Foto: Erich Kimmich

Über Modolo und Turas sausen wir entlang der Schmalspurtrasse wieder zum Meer hinunter.
Abends gehen wir zu Fuß entlang des Temo in die Altstadt von Bosa.

Foto: Erich Kimmich

Wir steigen in den schmalen Gassen der Altstadt umher, gehen hoch bis zur Burg, bewundern die Geschäfte entlang der sonnenbestrahlten Einkaufsstraße im Zentrum.

Foto: Erich Kimmich

Foto: Erich Kimmich

Foto: Erich Kimmich Im Ristorante Borgo Sant´Ignazio, einem Lokal für sardische Spezialitäten, haben wir Glück und ergattern einen der freien Plätze. Ich genieße Petta imbinada, ein typisches Gericht mit einer Art Schweinefleischgulasch, eingelegt in Rotwein-Essig und dazu das spezielle Knäckebrot. Danach gibt es Culinzones e „Calameda“, das sind dicke Ravioli mit Ricotta gefüllt und angemacht mit Fleischragout.

Foto: Erich Kimmich

  33 km Radelstrecke, Durchschnittstempo 15 km/h, reine Fahrzeit 2:11 Std., Maximaltempo 55,6 km/h

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Im Gebiet des Monte Ferru

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4. Tag der Sardinien-Biketour.

„Auf Sardinien sind die Radwege perfekt geteert und so breit dass sogar Autos drauf fahren können.“ Dieser Satz beschreibt schmunzelnd den guten Zustand der Straßen und den meist geringen Verkehr in den eher abgelegenen Gebieten.
Heute steht eine Rundtour ohne Gepäck auf dem Plan. Im Hotel trinken wir einen „Americano“, einen dicken, doppelten Espresso mit reichlich „Sprengkraft“. Es gibt helle Brötchen und Croissants, Honig und Marmelade. Der nette Wirt, der aus Frankreich stammt und alle Gemälde im Haus selbst gemalt hat, bietet uns noch einen Orangensaft an.

Foto: Erich Kimmich

Wir starten in Bosa Marina und fahren zunächst erst mal nach Bosa, biegen dort rechts ab, schon geht es wieder steil bergauf, wir haben herrliche Blicke auf dieses alte Städtchen im Tal des Temo mit seinen bunten Häusern, überragt vom mächtigen Castillo dei Malaspina.

Foto: Erich Kimmich

Die Staatsstraße zieht sich in der stechenden Sonne hinauf bis auf das Hochplateau. Bei Suni biegen wir ab nach Flussio-Tinnura. Hier treffen wir auf einen kleinen Platz mit plätscherndem Springbrunnen und können an einem Wasserhahn unsere Wasservorräte wieder auffüllen.

Foto: Erich Kimmich

Auffällig sind hier die zahlreichen Murales, Wandgemälde an den Häusern, die nirgendwo so zahlreich auftauchen wie hier. Da sieht man ländliche Szenen mit Schafen, alte Männer, Trachten oder Feste, alles höchst kunstvoll aufgemalt und inszeniert.

Foto: Erich Kimmich

Vor einigen Häusern werden geflochtene Körbe angeboten, die aus Affodil, einem Liliengewächs, hergestellt werden. Von den Wandgemälden stark beeindruckt radeln wir weiter, überqueren wieder einmal die Trasse der Schmalspurbahn „Il Trenino“ und kommen dann nach Ságama.

Foto: Erich Kimmich

Vor der Kulisse eines massigen Felsmassivs erreichen wir bei St. Antonio eine Kapelle und eine historische Wassermühle. Auch hier heißt es wieder Wasserflaschen auffüllen, denn im Anschluss führt uns ein ausgesprochen holpriger, schlechter Weg bis nach San Leonardo de Siete Fuentes (684 m). Das liegt wie eine Streusiedlung in einem dichten Steineichenhain verteilt und scheint bei den Sarden als Sommerfrische sehr beliebt zu sein, wie wir angesichts einer lärmenden Kindergruppe schnell feststellen. Die erste Pizzeria verkauft mittags noch kein Essen, wir ziehen kurzerhand weiter zur nächsten, wo wir appetitlich belegte Brote und das erfrischende Ichnusa-Bier genießen können. Die sieben Quellen, die dem Ort den Namen gaben, entspringen in diesem parkartigen Wald, der es angenehm macht, hier zu leben.

Foto: Erich Kimmich

Bergauf abbiegend verlassen wir das waldreiche Gebiet und klettern in der Sonne die sich windende Straße hinauf zu den „Pommesgabeln“ (Sendemasten) an den Monte Urigu im Monte Ferru-Gebiet auf gut 878 Meter Meereshöhe. Hier ist alles vulkanischen Ursprungs. Und es geht durch Eichenwälder rasant bergab, Angelika hat am Straßenrand eine riesige Schlange entdeckt.

Foto: Erich Kimmich

Im Bauerndorf Cuglieri (483 m), das am Hang des Monte Ferru liegt, bieten sich großartige Ausblicke auf die Küste, nach Norden, Richtung Macomer und auf die Hochebene von Abbasanta. In einem kleinen Café im Zentrum bestelle ich zur Abwechslung mal ein „gelato affogado“, einen erfrischenden Eiskaffee.

Bald schon sind wir wieder auf den Rädern und genießen eine beeindruckende Abfahrt hinunter nach Tresnuraghes und kommen über Modolo steil hinunter und schließlich auf der Staatsstraße hinab nach Bosa.

Foto: Erich Kimmich

Am palmengesäumten Temo-Ufer fahren wir langsam nach Bosa Marina zurück. Wir lassen uns abends noch einmal vom Küchenteam des Hotels versorgen und bummeln danach noch ein wenig in den Straßen. Gegen 22.30 Uhr treffen wir in der Bar „Il Manilla“ auf eine zweiköpfige Liveband, die einfach den Verstärker vor der Bar auf die Straße gestellt hat und eine kleine Schar Zuhörer mit alten Rocksongs verwöhnt. Mit „Mrs. Robinson“, „Sweet Home Alabama“ und Pink Floyd im Ohr beenden wir den Tag.

Foto: Erich Kimmich
 83,52 km, 17,09 km/h Durchschnittstempo, reine Fahrzeit 4:53 Std., 56,9 km/h Maximaltempo.

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