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Erichs (B)Logbuch » Jakobsweg

Finden, wonach du nicht gesucht hast

Bücher, Jakobsweg Diesen Beitrag kommentieren »

… so lautet der Titel eines Buches, das ich heute zu Ende gelesen habe und euch sehr empfehlen möchte. Die beiden Autoren, Traudl und Peter Schröder aus München, kenne ich seit mehr als 15 Jahren. Im Herbst 1999 waren wir mit vielen anderen zusammen beim Radeln in Istrien. Dann Das Buch von Traudl und Peter Schröder hier bestellenverloren wir uns wieder aus den Augen. Im Frühjahr 2007 sind sie in München auf den Jakobsweg gestartet, sind nach 115 Tagen in Santiago de Compostela angekommen und haben nach Ihrer Rückkehr dieses 184 Seiten starke Buch geschrieben. Von der Isar zum Grab des Apostels. Das entspricht in etwa auch der Strecke, die ich sechs Jahre später ab Stuttgart zurückgelegt habe.
Das Buch enthält „Geschichten vom Jakobsweg“, die es in unterhaltsamer Weise vermittelt. Es ist kein Reiseführer und keine Wegbeschreibung. Es ist auch kein Erlebnisbericht im herkömmlichen Sinn. Es enthält viele kleine Geschichten, die die beiden auf ihrem Weg durch halb Europa erlebt haben. Ich habe es mit sehr viel Genuss gelesen – Traudl und Peter: In Santiago angekommen! - Foto: PTS-Textund mich selbst wieder an so vieles erinnert.

Weil Peter und Traudl als Paar unterwegs waren, enthält das Buch zwei Sichtweisen, manches humorvolle kleine „Streitgespräch“ und die Antworten des einen auf die Tagebucheintragungen des anderen: Die gerade gedruckten Textpassagen stammen von Peter, die kursiv geschriebenen von Traudl Schröder. Das Buch ist so kurzweilig und humorvoll, dass man es am liebsten in einem Stück durchlesen möchte.

Traudl und Peter Schröder:
Finden, wonach du nicht gesucht hast
Geschichten vom Jakobsweg München – Santiago de Compostela
2. Auflage, März 2011, PTS|TEXT, München
kartoniert, 184 Seiten, 14 farbige und 14 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-00-033913-4, Euro 14,90

Bestellung: Das Buch kann per E-Mail direkt bei Peter und Traudl bestellt werden. Sie liefern innerhalb Deutschlands versandkostenfrei. Mehr dazu auf ihrer Webseite.

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„Ich bin dann mal weg“

Jakobsweg, Wandern, Zeitgeist Ein Kommentar »

Obwohl ich beim Lesen des Buches (als digitale Ausgabe, während meines Jakobsweges 2013) vieles nicht allzu sehr gelungen fand, wollte ich heute den neuen Film nach dem Buch von Hape Kerkeling im Kino in Weil der Stadt ansehen. Doch: Schock! Eine gut 20 Meter lange Schlange erstreckt sich bis hinaus auf die Straße. Mehr als eine Viertelstunde lang anstehen… Dann klärt sich die Lage allerdings: Die meisten Leute – vor allem Familien mit Kindern – wollen in den neuen „Heidi“-Film oder „Die Peanuts“ sehen, der schnell ausverkauft ist . Der „Kerkeling-Film“ war also nicht der Grund für die Warteschlange. Er wird im kleinsten Kinosaal gezeigt. Doch auch da sind zum Schluss alle Plätze besetzt.

Warteschlange vor dem Kino.

Devid Striesow (der Schauspieler) spielt den Künstler Hape Kerkeling (selbst Schauspieler). Und das macht er ganz ausgezeichnet. Zum Beispiel als die rücksichtslosen Pilgerhorden gezeigt werden, die sich um einen Stempel anstellen, die um die Stockbetten kämpfen. Da wirkt es schon ein wenig überzeichnet. Doch wer das Buch gelesen hat, den wundert das weniger. Ein wenig ging es mir damals auch wie dem Kerkeling: Mehr als ein Mal habe ich eine kleine Pension oder ein sauberes Hotel den überfüllten, engen Pilgerherbergen vorgezogen.
Featurette und TrailerSchon ist man in St. Jean-Pied-de-Port und flugs mittendrin in den Pyrenäen. Und es regnet auch noch in Strömen. Und Hape rutscht aus, fällt aufs Gesicht. Pilgerfrust. Er fragt sich, wozu er das eigentlich macht?
Der ganze Film geht natürlich überhaupt recht flott: 791 Kilometer in anderthalb Stunden, inklusive Bus- und Taxifahrt. Und je weiter sich der Film entwickelt, desto mehr Gefühle und Eindrücke weckt er im eigenen Gedächtnis auf. Herrliche Landschaftsbilder, atemberaubende Panoramen, schwindelerregende Drohnenflüge dürfen nicht fehlen – Sonne, Himmel, Felsen, Felder. Und schlussendlich natürlich auch nicht die Szene, in der die Priester in der Kathedrale von Santiago de Compostela den Botafumeiro mit Weihrauch befüllen und dieses einzigartige Instrument abhebt und durch den Kirchenraum fliegt. Tränen in den Augen!

Das Buch ist immerhin mindestens fünf Millionen mal verkauft worden. Da steckt also „Wucht“ dahinter! Der Film zeigt sehr schön auf, worum es beim Wandern auf dem Jakobsweg vor allem geht: Nämlich sich mit sich selbst zu beschäftigen. Antworten auf die Frage nach Gott suchen, auf ein Leben nach dem Tod, dem Sinn des Lebens zu finden. Im Film wachsen einem die Schauspieler Devid Striesow (als Hape Kerkeling), Martina Gedeck (als Pilgerin Stella), Karoline Schuch (als Pilgerin Lena) und Katharina Thalbach (als Kerkelings Oma) schnell ans Herz. Mit dem Film und im Making-of hat mich auch die Regisseurin Julia von Heinz beeindruckt.

 

Meine „Erkenntnis des Tages“: Sehr berührend, gelungenes Unterhaltungskino mit Tiefgang. Diesen Film solltest du  anschauen! Sehenswert, empfehlenswert.

Hier deinen Senf dazu geben!

Camino-Kalender 2016

Bücher, Jakobsweg, Wandern 2 Kommentare »

Mein neuer Camino-Kalender 2016 ist die nunmehr dritte Edition. Noch immer wirkt die lange Wandertour auf dem Jakobsweg von Mai bis September 2013 in mir nach. Und noch immer gibt es viele schöne Fotos, die mich wieder veranlasst haben, einen solchen Tischkalender zu produzieren.
Der Kalender kann hier bestellt werden.
Die Motive stammen diesmal aus Deutschland, Frankreich und Spanien und bieten einen abwechslungsreichen Querschnitt meiner langen Jakobsweg-Wanderung. Ein Klick auf die Bildchen zeigen die Motive vergrößert.

Deckblatt: Blick vom Aubrac ins Tal des Lot. - © Foto: Erich Kimmich    Infoblatt: Morgendunst im Baskenland. - © Foto: Erich Kimmich

Januar: Tautropfen in den Pyrenäen. - © Foto: Erich Kimmich    Februar: Haus in Auvillar (Midi Pyenees). - © Foto: Erich Kimmich

März: Bärlauch-Buchenwald. - © Foto: Erich Kimmich    April: Mindelseeried bei Möggingen. - © Foto: Erich Kimmich

Mai: Monts du Pilat bei Les Setoux. - © Foto: Erich Kimmich    Juni: Mistkäfer in der Gascogne. - © Foto: Erich Kimmich

Juli: Pausenstation zwischen Cajarc und Varaire. - © Foto: Erich Kimmich    August: Navarra - Am Hang der Sierra de Perdon. - © Foto: Erich Kimmich

September: Navarra - Jakobsstatue in Le Puy-en-Velay. - © Foto: Erich Kimmich    Oktober: Stefan und Erich vor Castrojeriz. - © Foto: Erich Kimmich

November: Der Botafumeiro in der Kathedrale von Santiago. - © Foto: Erich Kimmich    Dezember: Sonnenuntergang in Finisterra. - © Foto: Erich Kimmich

Alle Fotos sind ausschließlich während meiner großen Jakobswanderung 2013 entstanden. Gestaltet wurde der Kalender wieder in bewährter Weise von Jacqueline Wittke. Die Auflage ist limitiert.

Technische Daten: Tischkalender mit auffaltbarer Stütze, im Querformat DIN A5 (21 x 14,8 cm), 14 Bildseiten, Rückpappe weiß, Bindung oben, 14 Blatt, 170 g glänzender Bilderdruck, schwarze Wire-O-Bindung.

Preis: 5,90 Euro. Im Betrag ist Porto und Versandkuvert mit enthalten.
Preis außerhalb Deutschland: 8,90 Euro (inkl. Versand).

Jetzt bestellen!

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Wegbegleiter

Jakobsweg, Postcards Diesen Beitrag kommentieren »

Postkarte aus St-Maurice-sur-LoireDiesen Sommer war ich ja auf dem französischen Jakobsweg zwischen Cluny und Le Puy unterwegs. Nachdem der Weg die Ebene von Roanne durchquert und die Loire überquert hat, zieht er sich am Rand des Mittelgebirges Richtung Süden und berührt zum zweiten Mal die Loire, die dann südlich von Roanne eingezwängt in einer faszinierenden Schlucht fließt. Hoch oben liegt der kleine Weiler St.Maurice-sur-Loire, wo ich ganz vorne auf der Felsnase eine fantastische Unterkunft gefunden habe. Im Maison d’hôtes L’Echauguette habe ich dann gleich einen Pausentag gebucht! Mit dieser Postkarte bedanken sich Didier und Michèle Alex für meinen Kalender. Sie waren offenbar sehr von den Bildern und ihrer Qualität angetan und wünschen mir alles Gute.
1999 hat man bei Renovierungsarbeiten das 70 cm große Fresko des Heiligen Jakobus entdeckt. Das Motiv stammt aus dem 13. Jahrhundert und zeigt den heiligen Jakob als Compostela-Pilger. Es wird daher angenommen, dass St-Maurice schon damals auf dem Weg von Cluny nach Le Puy eine wichtige Rolle als Pilgerstation spielte.
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Echtfoto-Kalender in A3

Bücher, Jakobsweg Diesen Beitrag kommentieren »

Ich habe eine kleine Anzahl an Echtfoto-Kalendern – angelehnt an die Motive des Tischkalenders 2016 – zusammengestellt und professionell beauftragt.
Wer sich zuerst per E-Mail an jakobsweg@kimmich.net meldet, hat die Chance, einen solchen Kalender zu bestellen.

Format: DIN A3 (29,7 x 42,0 cm) Hochformat

Material: 250 g/m² Papier glänzend, Fotopapier glänzend von FujiFilm

Lieferumfang: 12 Kalenderseiten plus Deckblatt, Spiralbindung inklusive Aufhänger, Stabile Rückenpappe

Originalpreis (Fotoparadies.de): 23,95 Euro plus Porto

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Jakobsweg verbindet

Jakobsweg, Postcards Diesen Beitrag kommentieren »

Jacqueline und Guy Gravelat, meine langjährigen Freunde in Clermont-Ferrand, bei denen ich 2013 eine Woche lang meine Fuß-Sehnenentzündung auskurieren konnte, haben sich an mich erinnert. Warum? Weil einer ihrer Freunde – mit 77 Jahren! – aufgebrochen ist, um zwei Monate lang bis Santiago zu wandern. Da haben sie an mich gedacht und einen Brief samt Postkarte verschickt. „Santiago = Erich“ sozusagen…
Zwei Jahre ist es her, dass wir uns in Clermont gesehen haben, die Zeit rast dahin!
Ob meine lange Wanderung irgendetwas verändert hat in meinem gegenwärtigen Leben, fragen sie mich. Ja klar, will ich antworten. Doch zu erklären, was sich da wie verändert hat, geht nicht so einfach. Vor allem ist es die unnachahmlich intensive Erinnerung an eine fast endlos erscheinende Abfolge von Eindrücken, die sich wie eine Perlenkette von zu Hause bis ans „Ende der Welt“ im Geiste aneinander reihen: Landschaften, Wetter, Natur, Menschen, Gefühle, Eindrücke, Stimmungen … Immer noch bin ich froh darüber, die ganze Strecke an einem Stück gewandert zu sein. Genau diese lange, lange Tour – das war das Besondere.
Mit dieser Karte aus der Auvergne wollen sie meine Reise-Sehnsucht anregen:

Postkarte von Jacqueline und Guy aus der Auvergne

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