Am Mittwoch war Markt in Andratx (sprich: „Andratsch“). Da sind wir mit dem Kleinbus der Firma RadInternational hingefahren. Da gab es alles Mögliche zu kaufen: Würste, Käse, Gemüse, Orangen, Mispeln, Cherimoyas, Fische, Schallplatten, Gürtel, Uhren, Brillen usw. In Andratx aufm Markt gabs auch diese Klingeln für die Haustür, von denen ich eine fotografiert habe. Dann folgte eine kleine Einkehr in einem Straßencafe und mit dem Busle gings weiter bis Sant Elm – das ist fast ganz am Ende der Insel. Draußen im Meer sah man die Insel Sa Dragonera, eine unbewohnte Insel, die als Vogelschutzgebiet gesperrt ist. Da haben wir dann eine etwa dreistündige Wanderung gemacht. Zunächst zu einem Torre, einem alten Wachturm, steil oben auf einem Felsen. Mit einer herrlichen Aussicht aufs weite Meer hinaus. Dann gings nochmal lange bergauf bis zum ehemaligen Trappistenkloster La Trappa, von dem nur noch einige Ruinen erhalten sind. Leider gabs da auch nichts zu trinken. Da haben früher die Mönche versucht, ganz da oben abgeschieden zu leben und sich durch Anbau von Feldfrüchten auf kleinen Terrassen am Berghang zu ernähren.

Die Aussicht war grandios und der lange Abstieg auf einem breiten Weg ging dann auch noch ganz ordentlich. Zum Schluss – es war schon 19 Uhr – hatten wir einen riesigen Durst und sind in Sant Elm erst mal in ein Cafe und haben große Radlerschorle (die heißen hier „Shanty“) bestellt.

Blick von La Trappa zur Dracheninsel