In 80 Ländern, in denen ca. 40 Prozent der Weltbevölkerung leben, bestehen ernsthafte Wassernöte. Täglich sterben 25.000 Menschen durch verunreinigtes Wasser. Dabei wären die Ziele der Wasser-Dekade, alle Menschen bis 1990 ausreichend zu versorgen, mit 300 Mrd. Dollar erreichbar gewesen. Größter Wasserverbraucher ist die Bewässerungslandwirtschaft, wo zwei Drittel der menschlichen Nahrung produziert werden. Die Techniken sind oft mangelhaft: 50 Prozent des Wassers geht verloren, häufig wird extrem viel Energie verbraucht. Ein Großteil der Menschen (40 %) lebt in grenzüberschreitenden Flußeinzugsgebieten, so dass die wachsende Bevölkerung den Druck auf das Wasser verstärkt und kriegerische Konflikte entstehen können. Beispiele sind: der Bürgerkrieg zwischen Shiks und Hindus im indischen Punjub, der Aufstand der Turkvölker im Süden der ehemaligen Sowjetunion oder der Krieg zwischen Mauren und Senegalesen.

Ein Fünftel der Menschheit ist von menschengemachter Verwüstung bedroht oder betroffen durch Versalzung oder Überweidung von Böden, Abholzung von Regenwäldern oder verfehlte Entwicklungspolitik. Durch Verwüstung und die ungerechte Verteilung von Land entstehen Flüchtlingsströme, die zu erneuten Konfliktherden werden.

Lösungswege sieht der Autor in der Rückbesinnung auf alte wassersparende und bodenschonende Bewässerungstechniken, die allen Großtechnologien vielfach überlegen sind. Angepaßte Entwicklungspfade in der Wasserwirtschaft werden für die Zukunft zum Grundstein zur Sicherung des Friedens.

So der Text einer Buchbesprechung in GLOBUS aus dem Jahr 1993