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Erichs (B)Logbuch » 2007 » Mai

Die Steuererklärung ist nun endlich fertig

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Ostalb-Härtsfeld-Radtour (4)

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Oder: Grüne Hölle im Regen-Wald

Dienstag 29. Mai 2007. Ein schöner Abschlusstag hätte es werden sollen. Aber draußen regnet es in Strömen, ein scharfer Wind pfeift ums Haus und peitscht die Regentropfen an die Scheibe. Durch das geschlossene Fenster zischelt ein Luftzug. Auch nach dem Frühstück ist keine Änderung in Sicht. Wir bezahlen unsere Zimmer und das gestrige Abendessen, packen schweren Herzens die Packtaschen und beladen die Räder. Ulla findet die Regenhose nicht; vermutlich hat sie Stefan gestern abend im Auto mitgenommen.

Werner führt uns nach Südwesten auf einem kleinen Feldweg Richtung Großkuchen. Der Wind wirft uns beinahe aus dem Sattel. Hosen und Schuhe sind in wenigen Minuten komplett durchnässt.

Regen-Radeln

Dann endlich sind wir im Wald. Dort werden aber nur die Tropfen größer, die von den Zweigen herabfallen. Steil bergab geht es, die Bremsen ziehen wegen der Nässe kaum mehr vernünftig; die Brille ist voller Tropfen und ab der Hüfte nach unten bin ich eingeweicht. Wir landen schließlich im Krätzental und radeln durchs Pfaffentäle unter der A7 hindurch bis Niesitz.

Regen-Radeln

Parallel zur Straße fahren wir bis Ebnat weiter, das etwa 5 Kilometer von Elchingen entfernt liegt. Unser Zähler zeigt infolge des Umwegs bereits 13 km an. Irgendwelche Radwegrouten-Schilder zeigen eine Strecke Nr. 2 und eine Nr. 13 an – doch in keiner Karte sind diese Ziffern eingetragen. Eine Orientierung ist damit zwecklos, der Nutzen für Radtouristen mehr als fragwürdig.

Hinter Ebnat führt der Radweg zu dem kleinen Kapellchen „Maria bei der Eiche“. Thomas fragt einen Wanderer nach dem kürzesten Weg nach Aalen. Wir andern schauen uns die Marienfigur an, Uwe richtet imaginäre „Worte ans Volk“ als ein starker Windstoß um die Kapelle tobt. Einen Augenblick später fällt eine haushohe Eiche fast geräuschlos um, streift Werners Rad und landet so zwischen den Rädern unserer Gruppe krachend auf dem Weg. Ein Fingerzeig Gottes? Nein, ein offenbar erst jüngst eingepflanzter Baum, denn es fehlt jegliche Wurzel; der Stamm hat sich wie eine Kugel im Gelenk im Boden gedreht. Glücklicherweise ist niemand getroffen oder beschädigt worden.

Maria bei der (umgestürzten) Eiche

Maria bei der (umgestürzten) Eiche

Ohne weitere Umstände fahren wir auf dem kürzesten Weg zur Landesstraße 1084 hoch, wo wir zwei versprengter Radurlauber treffen. Gemeinsam fahren wir nun auf der mit 12 % Gefälle extrem gefährlichen Straße etwa 160 Höhenmeter hinunter nach Unterkochen. Trotz Dauerbremsen ziehen die Dinger nicht mehr ordentlich. Zum Abbremsen hat es aber dann auch ohne Benutzungs der Notfallspur ausgereicht. Thomas und Wolfram wollen nicht länger warten bis alle unten angekommen sind, verabschieden sich und ziehen los Richtung Wasseralfingen, wo ihr Auto steht. Nach etwa vier Kilometern haben wir dann Aalen erreicht, der Verkehr ist extrem heftig geworden – Laster, Omnibusse, Arbeitsfahrzeuge. Zusammen mit dem Dauerregen war das keine Freude. Hier verläuft auch die Route des Kocher-Jagst-Radwegs: auf Gehwegstrecken, nur dürftig beschildert, über gefährliche Kreuzungen führend.

Bahnhof Aalen: Während Erich Fahrkarten für die Heimreise besorgt, macht sich Ulla auf ins nächste Bekleidungsgeschäft und kauft sich für wenig Geld eine neue trockene Hose. Uwe und Werner haben inzwischen die Regenmäntel über die Räder zum Trocknen ausgebreitet und gönnen sich einen Cappuccino im Stehen.

Bahnhof Aalen - Tourende.

Im Zug trocknen wir unsere Socken an der Heizung, bewundern die Schwimmhäute, die uns inzwischen gewachsen sind, frottieren die Füße trocken solange die Schuhe mit Zeitungspapier ausgestopft sind. Um 13.38 Uhr erreichen wir Stuttgart. Im strömenden Regen versteht sich. Und zuhause gleich das Rad samt Packtaschen abgespritzt, die Heizung an und eine heiße Dusche!!
Schön wars!!

Die Tourdaten heute: 25,4 regennasse Kilometer, Durchschnittstempo 14 km/h, reine Fahrzeit 1:48 Stunde, 42,5 km/h maximal.
Insgesamt ergibt das gut 180 km in den vier Tagen.

Hier gehts zur Karte. Danke an Uwe Walter für die Streckendaten.

Hier gehts zur Bildergalerie.

Ostalb-Härtsfeld-Radtour (3)

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Regen, Ries und Radelfreuden
oder: Meteoriten und andere himmlische Ergüsse

Pfingstmontag. Über Nacht gab es einen gewaltigen Temperatursturz: Gestern hatten wir morgens noch gut 25 Grad, heute morgen sind es acht Grad und Dauerregen. Nur drei von neun – Werner Rathgeb, Uwe Walter und ich – sind bereit, mit dem Rad zu fahren. Um den Jägerbühl herum geht unsere Strecke im strömenden Regen. Von Ulla konnte ich eine Regenhose ausleihen, die ganz gute Dienste tut. Da aber Gamaschen fehlen, sind die Schuhe in kurzer Zeit komplett durchnässt (mindestens 150 %ig), die Zehen sind eiskalt, das Wasser knatscht in den Schuhen – sehr unangenehm. Über Hohenlohe und Unterriffiingen fahren wir dann auf der normalen Straße; es sind bei diesem Wetter kaum Autos unterwegs. Über Härtsfeldhausen geht es weiter gen Osten bis Utzmemmingen. Die Brille ist vollgetröpfelt, ich sehe fast nichts mehr. Aber einen super Schnitt haben wir drei. Über Holheim erreichen wir die B 466 und geben Gas. Bald schon – nach insgesamt etwa einer Stunde – sind wir in Nördlingen: Durchschnittstempo 24 km/h für die 24 Kilometer.

Beim Aufgang zum Turm der St.Georgs-Kirche können wir die Räder abstellen, direkt gegenüber ist das Café Altreuter, in dem wir uns gleich über Cappuccino und Erdbeersahne hermachen. Die anderen sind mit dem Auto gefahren und auch eben erst angekommen. Weiter geht es mit Grünem Tee und Erdbeerkuchen. An der Wand hängen Fotos und die Unterschriften der amerikanischen Apollo-Besatzungen, die hier 1970 zum Training herkamen. Unsere nassen Klamotten können wir im Treppenhaus am Geländer aufhängen. Die Schuhe und damit die Füße sind und bleiben naß – ebenso die Zehen: ohne Gefühl, naß, kalt. Brrrrr!

St. Georgs-Kirche in Nördlingen

Gegen Mittag gehen wir gemeinsam in die St.Georgs-Kirche und bewundern diese schöne helle gotische Kirche. Sie wurde 1427 – 1505 erbaut und gilt als eine der größten und schönsten spätgotischen Hallenkirchen Süddeutschlands. Von ihrem hohen Turm, dem „Daniel“ hätten wir einen faszinierenden Ausblick über die Stadt und den Rieskrater – tja, wenn das Wetter schöner wäre.

Am Kriegerbrunnen (von 1902, zur Erinnerung an den Frankreich-Feldzug und die Reichsgründung) vorbei gehen wir nach Süden zum Reimlinger Tor und begehen von da aus die Stadtmauer. Zitat Uwe: „Der einzige überdachte Radweg Süddeutschlands“ ( O-Ton, mpg-Datei 9,5 MB).

Stadtmauer Nördlingen: Die historische Altstadt umgibt ein komplett mittelalterlicher Befestigungsring mit fünf Toren, elf Türmen und einer Bastion. Die im 14. Jahrhundert errichtete, 2,6 km lange Wehranlage ist in einer Höhe von 8 bis 10 Metern rundum begehbar. Im 41 Meter hohen Löpsinger Torturm wird die Geschichte der Stadtmauer dargestellt. Zu sehen sind auch ein Diorama der Schlacht bei Nördlingen mit 3.500 handbemalten Zinnfiguren, ein Modell der Stadtmauer, Uniformen und eine Kanone. Von der Galerie im 6. Stockwerk blickt der besucher auf die Stadtmauer, die historische Altstadt und den Rieser Meteoritenkrater. (Aufdruck Eintrittskartenrückseite)

Stadtmauer Nördlingen

Beim Löpsinger Tor (1593/94) betreten wir das Stadtmauermuseum und erleben auf sechs Ebenen in alten Modellen und Ansichten die Entwicklung der Nördlinger Stadtmauer. Füsiliere und Zinnsoldaten, Turm-Querschnitte und die Anordnung der Sternschanzen geben uns einen guten Einblick in die bewegte und kriegerische Vergangenheit dieser Stadt mitten im Rieskrater.

  • Geschichte des Rieskraters:
    Vor etwa 15 Millionen Jahren stürzte ein über ein Kilometer großer Steinmeteorit mit der kosmischen Geschwindigkeit von ca. 70.000 km/h nahe der heutigen Stadt Nördlingen auf die Albhochfläche. Er durchschlug komplett die oberste Gesteinsschicht und drang bis in eine Tiefe von fast 1.000 Metern ein und riß mit der Energie von annähernd 250.000 Hiroshima-Bomben einen inneren Krater von 12 Kilometern Durchmesser aus der Landschaft heraus.
    In der Gluthitze des Aufpralls verdampften der Meorit und das von ihm direkt getroffene Gestein. Naheliegendes Gestein schmolz, Entfernteres wurde zertrümmert und nach außen geworfen. Ausgleichsbewegungen schufen einen ca. 25 Kilometer großen, komplexen Krater mit innerem Ringwall.
    Die ungeheuere Wucht des Meteoriteneinschlags bewegte über 150 Kubikkilometer Gestein. In der „Stunde Null“ entstand auch ein ganz neues Gestein, der Suevit. Es ist ein Gemenge, das zu 98 % aus kristallinem Grundgebirge mit Schmelzanteilen und zu ca. 2 % aus Sedimenteinschlüssen besteht.
    Im Krater bildete sich zeitweise ein flacher, im wesentlichen durch Niederschläge gespeister See, den vor allem in Ufernähe Pflanzen und Tiere stark besiedelten. Aufgrund von Ablagerungen konnte eine Maximalausdehnung des Sees von ca. 400 Quadratkilometer belegt werden. Im Vergleich dazu hat der Bodensee heute eine Grundfläche von 540 Quadratkilometer.
    Lange Jahre ging man von einer vulkanischen Entstehung des Rieskraters aus. Erst 1960 erbrachten zwei amerikanische Wissenschaftler den Beweis, dass das Ries durch einen Meteoriteneinschlag seine Form erhalten hat. Die Astronauten der Apollo 14 und Apollo 17 kamen 1970 zu einem „field training“ ins Ries.
    (Aus dem Prospekt des Rieskratermuseums)

Und weil es immer noch regnet und die überdachte Stadtmauer so abwechslungsreich ist, gehen wir darin einfach weiter bis wir über das Baldinger Tor und das Berger Tor wieder zum Reimlinger Tor gelangen. Etliche Kilometer hat die Stadtumrundung gedauert.

Stadtmauermuseum Nördlingen

Bevor wir wieder aufs Rad sitzen, wollen wir uns im Café Altreuter nochmals stärken. Im Gegensatz zu heute früh ist es jetzt proppevoll, an den Theken stehen die Leute Schlange für ein paar Stück Torte zum Nachmittagskaffee am verregneten Feiertag. Wir essen und trinken Gulaschsuppen, Hochzeitssuppe, Torten, Tee und Weizenbier.

Voller Suppenhitze im Bauch mache ich mich mit Werner und Uwe auf die Rückfahrt. Es hat wenigstens aufgehört zu regnen! Zur Abwechslung fahren wir noch einen Abstecher zum Ipf bei Bopfingen. Es weht ein schneidiger kalter Wind, mehr als 11 Grad sind heute nicht drin. Über Baldingen nähern wir uns eigenartigen Berg-Rippen, von Schafen beweidet und wie gestrandete Schiffe in der flachen Landschaft liegend. Bei Goldburghausen sehen wir die Berg-Rippen dann schon genauer. Über Kirchheim am Ries schlagen wir einen Haken und kommen von hinten her an den Fuß des Ipf. Das ist ein steil aufragender Zeugenberg mit keltischer Vergangenheit, der eine flach abgeplattete Kuppe aufweist. Schon die Kelten hatten wir eine Schanze erbaut.

Der Zeugenberg Ipf

  • Der Ipf
    Der kegelförmige Zeugenberg Ipf (668 m) überragt die Stadt Bopfingen um gut 210 Meter. Seine weitgehend unbewaldeten Hänge sind von Heidelandschaft bedeckt. Auf dem Gipfelplateau befinden sich mächtige vorgeschichtliche Befestigungsanlagen, die bereits in der Spätbronzezeit ab dem 12. Jahrhundert vor Christus angelegt wurden. Der vom Albtrauf abgetrennte freistehende Zeugenberg war seit der Jungsteinzeit besiedelt. Die eindrucksvoll erhaltenen Wallanlagen entstanden meist während der späten Hallstattzeit. Möglicherweise diente der Berg damals als keltischer Fürstensitz oder überregionales Zentrum. In der späten Latènezeit wurden die Wallanlagen nochmals ausgebaut und schützten vielleicht ein kleineres Oppidum. Nachweise einer kontinuierlichen römischen Besiedlung konnten bisher noch nicht gefunden werden, jedoch beweisen einige Kleinfunde, dass der Ipf auch in den ersten Jahrhunderten n.Chr. regelmäßig aufgesucht wurde. Eine letzte Reaktivierung der Befestigungsanlagen könnte während der Ungarnstürme des 10. Jahrhunderts erfolgt sein. Das gestaffelte Wallsystem ist ein charakteristisches Kennzeichen von Schutzburgen. Der gute Erhaltungszustand der Wallanlagen auf dem Ipf ist ein Indiz für die frühmittelalterliche \“Überarbeitung\“ der keltischen Befestigungen. Das ovale Gipfelplateau (Durchmesser ca. 180 m) wurde ehemals von einem Randwall umlaufen, der eine etwa 5 m breite, holzversteifte Mauer trug. Darunter schützt ein flacher Hanggraben das Plateau. An der flachen Ostseite ist dem Hauptwall ein weiterer Wallgraben als Zwischenwall vorgelagert. Knapp 60 m östlich verläuft ein dritter Wallzug, 50 bis 60 m unter dem Gipfelplateau läuft schließlich ein vierter Wall um die Süd-, Ost- und Nordseite der im Westen durch die Steilhänge geschützten Anlage.

Die Aussicht ist den Umständen entsprechend ganz gut, wir sehen hinunter nach Bopfingen und zum Bopfinger Schloss. Schnell sind wir dann hinuntergerauscht, über unzählige Pflastersteinrinnen, die von unfähigen Planern als Temposchwellen in die Straße eingelassen wurden. An Radfahrer und ihre Felgen hat dabei sicherlich niemand gedacht. Ruckzuck geht es durch Bopfingen durch und Richtung Schloßberg/Hohenberg auf der L 1070 stark ansteigend hinauf. Anscheinend sind wir jetzt auch auf der Trasse des Schwäbische-Alb-Radwegs, von dem wir aber nur hin und wieder ein Schildchen zu sehen bekommen. Ein Socken-Wechsel bringt leider nicht die erhoffte Verbessserung; da die Schuhe naß sind, widerfährt den trockenen Socken dasselbe Schicksal. Also fahre ich eben weiter mit kalten und mittlerweile aufgeweichten Zehen. Über Oberriffingen erreichen wir die Römerstraße, wie mit dem Lineal kerzengeradeaus verlaufend, als Radweg ausgebaut. Sie führt uns zielsicher nach Elchingen in den Landgasthof Ochsen zurück.

Nun kommt uns zupass, dass die Temperatur der Dusche nicht unter 38 Grad reguliert werden kann: heute passt das vorzüglich. Die nassen Schuhe werden ausgestopft und nach dem reichhaltigen Abendessen sogar in den Heizungsraum gestellt. Alois und Barbara sowie Stefan verlassen uns nach dem Essen, da sie am Dienstag arbeiten müssen.

Abendessen im Landgasthof Ochsen

Noch ein Espresso nach dem Essen, ein Williams zur Verdauung und ein Eiskaffee als Dessert und ein flüssig-süffiges Wasseralfinger Bier zum Nachspülen und wir sind regelrecht bettreif. Noch während ich diese Zeilen schreibe ist Werner tief und fest eingeschlafen…

Tagesstrecke: 50,6 km, Durchschnitt 19,3 kmh, reine Fahrzeit 2:35 Stunden, Maximaltempo heute früh: 54 kmh

Danke an Uwe Walter für die Streckendaten. Hier gehts zur Karte.

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Härtsfeld-Museumsbahn

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Die folgenden Texte entstammen diversen Infotafeln im Härtsfeldbahn-Museum.

Zur Geschichte

  • 1901 hat man die Bahnlinie zwischen Aalen/Württ., Neresheim und Ballmertshofen in Betrieb genommen.
  • 1906 wurde das Bähnle bis Dillingen/Donau verlängert.
  • 1932 wäre sie als Folge der Weltwirtschaftskrise beinahe stillgelegt worden.
  • 1945 kam der Krieg aufs Härtsfeld und fügte der Bahn großen Schaden zu.
  • 1952 stand die Härtsfeldbahn abermals vor dem Aus, doch sie wurde bsi 1956 grundlegend modernisiert.
  • 1972 wurde der Betrieb auf der Härtsfeldbahn eingestellt; die Bahnanlagen wurden in den folgenden Jahren abgebaut.
  • 1984 fand sich ein Freundeskreis „Schättere“ zusammen, aus dem 1985 der Härtsfeld-Museumsbahn e.V. hervorging.
  • 1986 wurde das Härtsfeldbahn-Museum eröffnet und mit dem Legen der ersten Gleise begonnen.
  • 1992 wurde der Triebwagen T 33 wieder in Betrieb genommen.
  • 1994 folgte die kleine Königing, die Dampflokomotive 12.
  • 1996 wurde mit dem Wiederaufbau der Strecke Neresheim – Sägmühle begonnen.
  • 2001 wurde der Museumsbahnbetrieb aufgenommen.

Die Fahrzeugsammlung des Härtsfeldbahn-Museumsvereins

Mit den Fahrzeugen will der Museumsverein einen Überblick über die Ausrüstung einer privaten schwäbischen Nebenbahn um 1960 geben. Der Betrieb wurde damals mit modernen Triebwagen durchgeführt. Dampflokomotiven und alte Wagen waren noch als Reserve und für besondere Zwecke vorhanden.
Die Härtsfeldbahn war eine Schmalspurbahn. Gegenüber den 1.435 mm Schienenabstand der Normalspur beträgt dieser hier nur 1.000 mm.
Die Triebfahrzeuge (die Dampflokolotiven 11 und 12 sowie die Triebwagen T 33 und T 37) waren – teilweise ausschließlich – bei der Härtsfeldbahn im Einsatz. In der Holzklasse erlebt man das Flair der Jahrhundertwende während die Polsterklasse
Erinnerungen an die Wirtschaftswunderzeit wach werden lässt. Die Holzklasse-Personenwagen sind weitgehend baugleich mit den Wagen, die einstmals bei der Härtsfeldbahn eingesetzt wurden. Mit den vier Triebwagenanhängern konnte der
Museumsverein alle ehemaligen Beiwagen der Härtsfeldbahn wieder zurück nach Neresheim holen.

Die vorhandenen Güterwagen gelten als Rarität. Sie stammen von der Härtsfeldbahn und von der ehemaligen Nebenbahn Amstetten – Laichingen. Zusammen mit den Rollböcken bieten sie einen hervorragenden Überblick über den Güterverkehr einer schmalspurigen Nebenbahn.
Der Verein hat alle Fahrzeuge in einem mehr oder weniger schrottreifen Zustand übernommen. Einige davon wurden mit viel Mühe in ehrenamtlicher Arbeit und mit Spenden wieder hergerichtet. Man kann sogar mithelfen: An den Fahrzeugen wird jeden Mittwoch ab 17 Uhr und jeden Samstag ab 10 Uhr gearbeitet.

Das Museum

Die im Volksmund „Schättere“ genannte Härtsfeldbahn war eine private Schmalspurbahn und wurde aufgrund ihres Charakters gerne als Prototyp der Schwäbischen Eisenbahn bezeichnet. Im Museum erfährt man viel über die Geschichte der Bahn. Anhand von Exponaten, Bildern, Plänen und Modellen bekommt man einen Einblick in die Themen Gleisbau, Hochbauten und Fahrzeuge. Man lernt den Arbeitsplatz eines Bahnagenten und die Uniformen im Wandel der Zeit kennen und erfährt einiges über das urige Personal. Anekdoten und Besonderheiten der Bahn runden das Bild ab.
Die Verkausferlöse der im Museum erhältlichen Souvenirs werden ausschließlich zur Erhaltung der Fahrzeugsammlung verwendet.

Anekdoten und Besonderheiten

Eine maßgebliche Persönlichkeit aus der Anfangszeit der Bahn war Pfarrer Schips von „Schloß Neresheim“, wie das Kloster in der Zeit von 1802 bis 1921 hieß. Schips, gleichzeitig Bezirksschulinspektor im Oberamt Neresheim, war ein Mann, der sich neben der Seelsorge und seinen Visitationen auch noch anderen Beschäftigungen hingab. Neben der Schriftstellerei hatte es ihm vor allem die Meteorologie, die Wetterkunde, angetan. Dieses Hobby stellte der Schloßpfarrer gleich in den Dienst der neuen Eisenbahn. An den Haltegriffen der Lokomotiven ließ er seine Wettertafeln anbringen. Ein Bediensteter des Bahnhofs Neresheim musste nach dem Wettersymbol am Prälaturgiebel oben am Kloster Ausschau halten und dann das Lokomotivpersonal des Frühzugs verständigen. Das Personal musste schon danach schauen, auch die Schilder an der Lokomotive anzubringen, die Schips vorschrieb. Schließlich gab es für den Heizer dafür auch ein „Gratial“. Dieses betrug, nur bei pünktlicher Ausführung, im Jahr 36 Mark. Der Schnips’sche Wetteranzeiger wurde bis kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs beibehalten.
Nicht umsonst sagte man auf dem Härtsfeld: „Dr Schloßpfarr vo Neres macht’s Weattr!“

Das „Kinomobil“

Zu Streckeninspektionszwecken wurde eine Motor-Draisine vorgehalten. Viele Legenden ranken sich um dieses originalle Gefährt. Der Spitzname rührt daher, dass ein lediger Bahnverwalter seine Angebetete nach Aalen zu einem Kinobesuch gefahren haben soll. Auch von Zugkreuzungen auf freier Strecke wird erzählt.
Der kleine Gleiskraftwagen besaß auch noch einen einachsigen Anhänger, der eher wie eine Gartenbank auf Rädern als wie ein Eisenbahnfahrzeug aussah. Auch der hartgesottenste Gleisbauarbeiter wollte nicht darauf befördert werden.


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Ostalb-Härtsfeld-Radtour (2)

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2. Tag, Pfingstsonntag. 27. Mai 2007.
Frühstück im Landgasthof OchsenUm 9.20 Uhr fahren wir nach einem angenehmen Frühstück in Elchingen los. In einem großen Bogen fahren wir über den Jägerbühl hinunter nach Dorfmerkingen.

Radeln auf dem Härtsfeld

Herrliche Wolken schieben sich vor der blauen Himmelskulisse vorbei, unten die grünen und fast endlosen Felder. Hinter Dorfmerkingen fängt ein atemberaubendes Trockental an mit weißen Felsen an den Rändern.

Bei Dorfmerkingen

Sehr fotogen das Ganze und außerordentlich idyllisch. Über Dossingen und das gleichnamige Dossenheimer Tal sind wir kilometerlang fast autofrei unterwegs bevor wir die Härtsfeldmetropole Neresheim (8.200 Einwohner) erreichen.

Blick auf Neresheim

Bevor das Zügle der Härtsfeld-Museumsbahn um 11.20 Uhr fährt, haben wir Zeit, uns den steilen Berg zum Kloster Neresheim hinaufzuquälen. Es hat sich gelohnt, denn die Klosteranlage mit Balthasar Neumanns spätbarocker Klosterkirche und darin die Kuppelfresken Martin Knollers sind außerordentlich eindrucksvoll.

Abtei Neresheim: Fresko von Martin Knoller

Geniale Perspektivmalerei: Ragt das Bein dieser Figur auf dem Bild unten aus dem Rand heraus oder ist das nur so ausgefuchst aufgemalt? Wir können es nicht herausfinden. Wir lassen den Gesang der Patres beim Pfingstgottesdienst ( mpg-Film 5,6 MB) auf uns wirken, setzen uns wieder aufs Rad und sausen in grade Mal anderthalb Minuten hinunter zum Bahnhöfle.

Neresheim: Im Härtsfeld-Eisenbahnmuseum

Das kleine Museum des Eisenbahnvereins bietet viel Bewundernswertes: vom alten Billet-Automat bis zu diversen Tafeln und Gegenständen. Und schon ist der Zug zusammengestellt und steht draußen fauchend am Gleis. Wir schließen die Räder ab und steigen ein. Tüüüüt! Los gehts – das rollende Museum mit dem Flair einer Eisenbahnfahrt übers Härtsfeld. Wie eine Gebirgsbahn überwand die Härtsfeldbahn ab 1901 von Aalen aus die Ostalb, die zentrale Station lag in Neresheim. 55 km später erreichte die Bahn Dillingen in Bayern. 1972 wurde die Bahn eingestellt und in den folgenden Jahren abgebaut.

Hier gehts zu einem extra Beitrag über die Härtsfeldbahn
Unsere Gruppe im Zugwaggon

Nach einem Halt erreicht die „Schättere“ die Endstation Sägmühle. Unterwegs sehen wir am Bach Spuren der Biber und einige kleinere Dämme, die sie dort gebaut haben. Hier stehen auch die Biber unter Naturschutz. Nach einem kurzen Aufenthalt und dem Umspannen der Lok geht die Fahrt wieder zurück.

Beim Umspannen der Lok

Gegen 12.20 Uhr ziehen wir wieder mit den Rädern los. Etwa parallel zur Zugschiene erreichen wir die Sägmühle und kurz darauf den Härtsfeldsee, an dessen Ufern ein Waldfest stattfindet. Ein großes Stück abseits setzen wir uns auf den Damm und machen ein Picknick. Weiter gehts dann dem Egautal abwärts folgende bis Dischingen. Auf der Suche nach einem Café kommt der Inhaber des Café Wiedenmann, Bruno Kräutle, zur Tür heraus und lädt uns ein: es gebe alles, leider nur keinen Kaffee. Herrliche Torten und Erdbeerbecher – alles ohne Kaffee – und einiges Interessante nebenbei gab es dort unter den bunten Markisen.

Härtsfeld-Radeln

Über Fleinheim führt uns der weitere Weg nach Nattheim – einige Hügel überwindend – und wieder bis auf 618 Meter ansteigend durch den Wald. Ganz herrlich aussichtsreich ist dann die Strecke über Kleinkuchen und Steinweiler bis Neresheim. Genügend Hunger haben wir nun beisammen und freuen uns nun auf die Einkehr im Gasthaus Stern. Herrliche Gerichte, zum Beispiel Geschnetzeltes mit Bärlauchcremesauce und Spätzle, ein umfangreiches Salatbüffet, oder ein Holzfällerpfännle oder ein Härtsfeldpfännle – und dazu das herrlich-süffige Härtsfeld-Pils.

Mit vollen Bäuchen radeln wir nach dem Abendessen übers Dossinger Tal und erreichen gegen 21 Uhr Elchingen und unseren Landgasthof – das reichhaltige Essen ist schon halb verdaut.

Abendliche Rückfahrt im Dossinger Tal

Daten: 66 km, 15,4 kmh im Durchschnitt, 4:16 Fahrzeit, 58,3 kmh Maximaltempo.

Danke an Uwe Walter für die Streckendaten. Hier gehts zur Karte.

Zur Bildergalerie

Ostalb-Härtsfeld-Radtour (1)

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26.05.2007, 9.22 Uhr Stuttgart. Der Regionalexpress nach Aalen fährt los. Das Radabteil im Steuerwagen ist proppevoll. Etliche Radelgruppen wollen allesamt auch nach Aalen. Ich war noch kurz bei Fahrrad Renner und hab mir ein Birnchen für die offenbar defekte Frontleuchte geholt. Um 10.36 Uhr erreicht der Zug Aalen. Das Wetter ist gemischt, bewölkt, teilweise sonnig.
Schock: Der Bahnhof hat weder einen Aufzug noch eine Schieberinne. Also heisst es anheben und tragen. Ein Blick ins Fahrradparkhaus: Unbemannt, ohne Sicherung, anscheinend videoüberwacht. Nirgends eine Person. Hoffentlich haben hier alle ihr Rad gut abgeschlossen.Auf flotter Radspur geht es stadtauswärts, später dann auf dem Gehweg entlang der Straße. Und nach dem Ortseingang von Wasseralfingen gehts rechts hoch zum Schaubergwerk „Tiefer Stollen“, der vor 86 Jahren noch in Betrieb war. Den Anstieg an den Schrebergärten vorbei nehme ich im kleinsten Gang. Vier Packtaschen mit Getränken und mehr müssen bewältigt werden. Oben beim Eingang ins Bergwerk treffe ich die Mitradler. Großes Hallo und Begrüßen.

Eingang in den Tiefen Stollen

Nachdem wir uns trotz der Hitze warm angezogen haben, bekommen wir Helme und leuchtrote Umhänge, setzen uns in die kleinen Wägelchen der elektrischen Bahn und schon fährt die Karawane 400 Meter tief ins Erdinnere hinein. Es rumpelt und rattert, wird sofort deutlich kühler. Wir erleben tief im Berginneren erstmal eine perfekt inszenierte Diaschau, die uns die Geschichte des Eisenerzabbaus nahebringt. Die Führerin kennt sich prima aus und erzählt sehr lebhaft. Wir erkunden etliche hundert Meter der Stollen, der eine ansteigend und Wasser ableitend, der andere parallel zum Flöz leicht absteigend. Beide treffen sich tief im Bergesinneren.

Beim Einfahren in den Tiefen Stollen

  • Geschichte des Bergbaus in der Region Aalen
    Der Reiz des Erzes
    Das reiche Bohnerzvorkommen der Ostalb zog schon sehr früh die Menschen an. Einen Markstein in der Entwicklung der mittelalterlichen Eisengewinnung bildet die Verleihung des Bergbauregals durch Kaiser Karl IV. im Jahre 1365 an Graf Ulrich d.J. von Helfenstein für das Gebiet an Brenz und Kocher. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden Schmelzhütten in Ober- und Unterkochen errichtet, die schon 1519 an die Reichsstadt Ulm gelangten und 1557 durch Kauf an das Herzogtum Württemberg übergingen.
    Nach der völligen Zerstörung aller Werke durch den Dreißigjährigen Krieg entstand das Fürstpröpstlich-Ellwangische Hüttenwerk in Wasseralfingen. Der Hochofen, der 1671 in betrieb genommen wurde, entstand am Fuße des Braunenbergs wegen seines dortigen Erzreichtums und bezog sein Rohmaterial ausschließlich aus den hier eröffneten Gruben. Ab 1803 unter württembergischer Verwaltung entwickelte sich das Wasseralfinger Eisenwerk zu einem der bedeutendsten des Kontinents. Der großen Gießerei wurde ein Walzwerk und eine Präzisionszieherei angegliedert. Um 1860 erreichte der Wasseralfinger Bergbau seinen Höhepunkt. Mit dem Namen der Bergrats Faber du Faur (1786-1855) ist jener Aufstieg untrennbar verbunden.
  • Die Gruben
    Als erste wurde eine Grube in der „Hirschklinge“ am Braunenberg betrieben; ab 1676 wurde das Erz in verschiedenen Gruben in Oberalfingen abgebaut. 1798 waren gar sechs Stollen vorhanden; darunter der bis 1818 benutzte Stöcklesstollen und der Clemensstollen (1797 bis 1846 in Betrieb). Die Flöze waren zwischen 30 cm und 1,40 Meter stark; nur bei diesen dicken Flözen lohnte sich der Abbau. Um Grubenwasser abzuleiten, wurde 1811 der „Tiefe Hilfs- und Wasserstollen“ angelegt. 1818 wurde der „Wilhelmsstollen“ eröffnet. 1840/41 entstand die auf das obere Flöz führende „Tagstrecke Nr. 1“; gleichzeitig wurde senkrecht unter dieser der „Tiefe Stollen“ auf das untere Flöz getrieben. Beide Stollen waren bis 1924 in Betrieb. 1924 wurde der Stollen „Süßes Löchle“ erschlossen (oberes Flöz); doch bereits 1925 wurde der Hochofen in Wasseralfingen stillgelegt und der Bergbau eingestellt. 1934 wurde der Abbau im „Süßen Löchle“ noch einmal aufgenommen; zur Verhüttung brachte man das Erz mit der Bahn zur „Gutehoffnungshütte“ nach Oberhausen. 1939 wurde der Stollen schließlich nach der Wiederinbetriebnahme des Faber-du-Faur-Stollens in Aalen verlassen. 1948 endete auch dort aus wirtschaftlichen gründen der Erzabbau.
    Noch heute lagern ca. 1,3 Milliarden Tonnen Roherz im Gebiet der Schwäbisch-Fränkischen Alb, das sind ca. 14 % der Eisenvorräte in den alten Bundesländern.
    (Zitiert aus der Aufschrift einer Informationstafel am Besucherbergwerk)

Ein herrlicher benachbarter Biergarten ist unsere nächste Station. Gerauchte Würste, Fleischkäse, Radler-Halbe – so muss ein Urlaub beginnen!

Dann endlich gehts richtig los: Wir radeln bergab nach Wasseralfingen und weiter über Oberalfingen bis Westhausen. Die Landschaft ist herrlich, die Radelstrecken auch. Nun bewegen wir uns auf dem Kocher-Jagst-Radweg. Die Beschilderung ist dicht und zufriedenstellend, die modernen Wegweiser mit zwei Zielangaben fehlen hier aber überwiegend.

Blick zur Kapfenburg

Über Westerhofen erreichen wir Lauchheim. Ein herrliches Stadttor erinnert uns an Nördlingen, eine dominante Kirche und ein herrlich verzierter Maibaum empfangen uns. Und mitten in der Stadt ist das Café neben dem Brunnen und Maibaum. Hier gibts die verdiente Stärkung: Cappuccino, (Erdbeer-)Eisbecher, Kuchen und mehr. Dann heißt es alle Kraft in die Pedale, denn es geht nun heftig aufwärts zur Kapfenburg, eine ehemalige Burg des Deutschen Ordens. Sie dient heute der Kultur und Musik.

Das imposante und ausgezeichnet renovierte Schloss Kapfenburg bietet eine fantastische Aussicht auf Lauchheim und die ganze Umgebung. Für eine Hochzeitsfeier bereitet sich eine Musikgruppe vor, Sektgläser und Stehtische im grünen Rasen vor der Schlosskulisse. Das feine Restaurant macht Lust aufs Abendessen.

Schloss Kapfenburg

Doch wir müssen noch weiter: Über Hülen fahren wir dirch das idyllische Kugeltal über Beuren und weiter bis Elchingen.

Eine fantastische Weitsicht bietet sich kurz vor Elchingen. Die Gewitterfront hat sich schon wieder aufgelöst und ist weiter gezogen. Im Landgasthof Ochsen in Elchingen hat Werner für uns Quartier besorgt. Nach dem Beziehen der Zimmer konnten wir zum Abendessen auf der Terrasse hinter dem Haus sitzen. Meine Schweinelendchen mit Weincremesauce und Broccoligemüse waren ausgezeichnet, zum Nachtisch gabs noch einen Eiskaffee. Im Laufe des Abends diskutierten wir darüber ob bei gleichem Gesamtgewicht ein an den Felgen optimiertes Rad besser läuft…

Die Tourdaten am 1. Tag: 38,53 km, Durchschnitts-Tempo 13,9 km/h, Reine Fahrzeit 2:46 h, Maximaltempo 39,8 km/h.

Danke an Uwe Walter für die Streckendaten. Hier gehts zur Karte.

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