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Erichs (B)Logbuch » 2013 » August

Im ältesten Kloster der westlichen Welt

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  Tag 119.  Samstag 31. August 2013. Von  Triacastela über Samos nach Sarria.

Leide sitzt beim Frühstück im Xacobeo am Nebentisch. Wir starten in Triacastela etwa zur selben Zeit und gehen ein Stück Wegs gemeinsam. Leide stammt aus Pamplona und hat bei „Correos“ (der spanischen Post) gearbeitet, bevor sie ein Opfer der jüngsten Krise geworden und entlassen worden ist. Sie ist aus religiösen Gründen auf dem Camino. Wir reden nicht allzu viel – und wenn, dann in englisch.

Triacastela. - Foto: Erich Kimmich    Im Tal des Rio Oribio. - Foto: Erich Kimmich

Altes Haus. - Foto: Erich Kimmich     - Foto: Erich Kimmich

Im kleinen Dörfchen Lastres hat man wohl schlechte Erfahrungen mit den vielen Pilgern gemacht. Mehrere eindeutige Schilder hängen hier an Bäumen, an Pfosten und Hauswänden.

Schlechte Erfahrungen mit Pilgern. - Foto: Erich Kimmich    Schlechte Erfahrungen mit Pilgern. - Foto: Erich Kimmich

Haus in Lastres. - Foto: Erich Kimmich    Schattiger Hohlweg. - Foto: Erich Kimmich

Schattiger Hohlweg. - Foto: Erich Kimmich    San Martinos do Real. - Foto: Erich Kimmich

In San Martin do Real gelingt uns ein Blick in die uralte kleine Kirche. Denn ein älterer Herr hat einen Schlüssel und fotografiert in der Kirche einige Details. Er spricht deutsch, stellt sich als Historiker vor, der sich für romische Baudenkmäler interessiert. In den Chorbögen dieser uralten Kapelle sieht er mozarabische Einflüsse Wir reden noch über alles Mögliche bevor er abschließt und abfährt.

Kirche in San Martinos do Real. - Foto: Erich Kimmich    Blick auf das Kloster Samos. - Foto: Erich Kimmich

Abadia de Samos. - Foto: Erich Kimmich    Glück gehabt: Deutsprachige Führung im Kloster Samos. - Foto: Erich Kimmich

Doch zunächst stehen wir vor einem der ältesten Klöster der westlichen Welt, dem Monasterio de Samos, das bereits im 5. oder 6. Jahrhundert gegründet wurde. Wieder ereilt mich das Glück: Eben geht eine Reisegruppe in das Kloster, der wir uns anschließen. Es ist eine deutsche Gruppe mit Führung. Normalerweise gibt es nur Führungen in spanischer Sprache, aber diese Gruppe hat ihre eigene Spezialistin dabei. Ich mache viele Fotos.

Abadia de Samos: Kreuzgang. - Foto: Erich Kimmich    Abadia de Samos: Kreuzgang. - Foto: Erich Kimmich

Abadia de Samos: Brunnen im Kreuzgang. - Foto: Erich Kimmich

Abadia de Samos. - Foto: Erich Kimmich    Abadia de Samos. - Foto: Erich Kimmich

Wir sehen das romanische Portal der alten Kirche und den Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert. Auffällig sind die barbusigen Frauenkörper, die eine Ebene des Brunnens tragen.  Seit dem 11. Jahrhundert gelten die Ordensregeln des heiligen Benedikt.Wir erfahren von dem verheerenden Brand, der 1951 in der Brennerei des Klosters ausgebrochen war und einen Großteil der 30.000 historische Bände umfassenden Bibliothek verwüstet hat. Alte Fotos zeigen die Folgen des Brandes. Ein anderes altes Foto zeigt die Benediktinergemeinschaft von Samos im September 1932.

Die Klostergemeinschaft von Samos im September 1932. - Foto: Erich Kimmich    Abadia de Samos: Foto vom Großbrand 1951. - Foto: Erich Kimmich

Samos: Wandmalereien erzählen aus dem Leben des Hl. Benedikt. - Foto: Erich Kimmich    Samos: Wandmalereien erzählen aus dem Leben des Hl. Benedikt. - Foto: Erich Kimmich

Nach der Sanierung 1957 wurden die großflächigen Wandmalereien geschaffen, die Szenen aus dem Leben des Heiligen Benedikts zeigen. In der Klosterkirche aus dem 18. Jahrhundert sind Teile des Codex Calixtinus ausgestellt: Herrlich kunstvolle Handschriften, die sich auf den Jakobsweg beziehen.

Samos: Codex Calixtinus. - Foto: Erich Kimmich    Samos: Codex Calixtinus. - Foto: Erich Kimmich

Samos: In der Klosterkirche. - Foto: Erich Kimmich    Samos: In der Klosterkirche. - Foto: Erich Kimmich

Samos: In der Klosterkirche. - Foto: Erich Kimmich    Samos: Jakobusfigur in der Klosterkirche. - Foto: Erich Kimmich

Die deutsche Führerin freut sich, dass sie Leide ihre Kenntnisse in spanisch weitergeben kann. Die SD-Karte meiner Kamera ist voll. Ich habe immerhin rechtzeitig an Ersatz gedacht.
Nach der Führung lade ich Leide auf einen kurzen Kaffee ein.

Leide möchte gerne in Samos in einem bestimmten Gasthof Mittag essen gehen, wo es galicische Spezialitäten „wie bei Muttern“ geben soll.  Klar, dass ich da nicht nein sagen kann. Am Ortsende finden wir die Gaststätte, auf die sie sich offenbar sehr gefreut hat. Wir lassen uns beraten und essen als Vorspeise eine Fischsuppe (Leide) bzw. Thunfisch-Empanadas. Dann gibt es Ternera für Leide und Churrasco (gegrillte Stücke) für mich. Eine Mousse de limon zum Abschluss.

Leide aus Pamplona. - Foto: Erich Kimmich    Hauswurz. - Foto: Erich Kimmich

Ist da oben ein Waldbrand?. - Foto: Erich Kimmich    Bald sind wir in Sarria. - Foto: Erich Kimmich

Wir wandern auf einem sehr ruhigen schönen Weg durch viel Wald Richtung Sarria. Unten zieht sich ein ruhiger Fluss dahin. Es geht durch einen kleinen Weiler. Hauswurzpflanzen wachsen in den Mauern. Kaffeepause. Endlich kommen wir nach Sarria. Ich nehme das erste Hostal aus einem Prospekt: Hostal A Pedar heisst es. Leide geht weiter zur städtischen Herberge.

Sarria: Abendliches Leben auf der Rua Maior. - Foto: Erich Kimmich    Sarria: Vorspeise beim Italiener. - Foto: Erich Kimmich

Sarria. Köstlichkeiten vom Italiener. - Foto: Erich Kimmich    Sarria: Dessert Vinsanto con Cantucci. - Foto: Erich Kimmich

Nach dem Duschen bestelle ich unten an der Bar erst mal ein großes Clara con limon und gehe dann ins Städtchen rein. Hier sehe ich dutzende weitere Herbergen. Bei einem Italiener (Matias Locanda Italiana) in der Rua Maior 4 kann ich draußen sitzen. Ich habe mir einen Spinat-Flan bestellt und Nudeln mit Tomaten und kleinen Fleischstücken. Als besonderes Dessert trinke ich einen Vinsanto mit Cantuccis.

Sarria: am späten Abend. - Foto: Erich Kimmich    Sarria: Wandmalerei. - Foto: Erich Kimmich

Zurück geht es vorbei an der Pfarrkirche. Die Gemälde an der Mauer wirken bedrückend in der Dunkelheit. Um 22 Uhr bin ich zurück im Hostal und gehe müde zu Bett.

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Wetter: sonnig und warm; 13 - 18 °C     Tagesstrecke 27,0 km      Durchschnittstempo inkl. Pausen; ohne Pausen: 2,96 km/h 2,12 km/h    Unterwegszeit 9:37     Summe Aufstiege. Maximale Höhe 676 m 473 hm     Summe der Abstiege. Minimale Höhe 409 m 800 hm     Gesamt-Kilometer. 2.574,2 km.

 

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Im „Sinkflug“ nach Galicien

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Reisetag  Tag 118. Freitag 30. August 2013. Von O Cebreiro nach Triacastela.

Blick vom O Cebreiro

Spanischer JakobswegAm frühen Morgen gehe ich rechtzeitig ein Stück den Weg zurück, um einen besseren Blick Richtung Osten und zur aufgehenden Sonne zu haben. In den Tälern hat sich weißer Dunst angesammelt. Die Sonnenstrahlen tauchen jedes Tal in einen eigenen Farbton: Von orange ganz hinten, über orange-violett in der Mitte bis zu violett-grau im Vordergrund. Ein wahrhaft erhebendes Gefühl!

Sonnenaufgang am O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich    Sonnenaufgang am O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich

Sonnenaufgang am O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich    Sonnenaufgang am O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich

Dann steige ich auf den Berg neben der Xunta-Herberge in O Cebreiro hinauf, auf dem ein großes Holzkreuz auf einer Steinkugel aus Granit angebracht ist. Die Täler, die vorhin noch in orangefarbenen Tönen gestrahlt haben, sind nur noch in Grautönen zu unterscheiden: vorne dunkler, hinten heller. Die Fruchtschoten des Ginsters tragen hier oben ein kleines zartes „Fell“ aus weißen Haaren. Fragile Gräser glitzern im Gegenlicht.

Gipfel über O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich    O Cebreiro: Blick nach Südosten. - Foto: Erich Kimmich

Was ist das für ein Pelz? - Foto: Erich Kimmich    Ginsterschote, offen. - Foto: Erich Kimmich

Gräser am O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich    O Cebreiro: Von nunan gehts bergab. - Foto: Erich Kimmich

Der Camino zieht sich an den Bergrücken entlang. Blicke wie auf der Schwarzwaldhochstraße oder der Route des Crêtes in den Vogesen tun sich auf. Am Alto de San Roque (1270 m) fahren einige Rennradler vorbei, für die ich gerne ein Gruppenfoto schieße. Im Gegenzug werde ich neben dem bronzenen Pilger, der sich gegen den Wind zu stemmen scheint, abgelichtet.

Am Alto de San Roque (1270 m). - Foto: Erich Kimmich    Am Alto de San Roque (1270 m). - Foto: Erich Kimmich

Im Weiler Hospital da Condesa treffe ich im Café auf die beiden Bayerinnen, die inzwischen mit einer anderen jungen Dame – offenbar auch aus Bayern – unterwegs sind. Ich habe das Gefühl, dass ich spät dran bin. Nach der koffeinhaltigen Stärkung breche ich gegen 11:30 Uhr wieder auf. Es geht nochmal aufwärts. Eine halbe Stunde später habe ich den Alto do Poio mit seinen 1342 m Höhe erreicht. Etliche Mountainbiker sind auf den letzten Metern des Anstiegs abgestiegen und haben ihr Bike geschoben. Nein, eigentlich waren es alle. Der Weg wird zu plötzlich zu steil.

Beim Weiler Hospital. - Foto: Erich Kimmich    Am Alto de Poio (1342 m). - Foto: Erich Kimmich

Beim m Alto de Poio. - Foto: Erich Kimmich    Keltische Bauweise. - Foto: Erich Kimmich

Galicien. - Foto: Erich Kimmich    Galicien. - Foto: Erich Kimmich

Typischer Wegstein. - Foto: Erich Kimmich    Galicien. - Foto: Erich Kimmich

Und wieder hält mich die Kneipe dort vom Weiterwandern ab: Ein Orangensaft soll den verdunsteten Schweiß ersetzen…
Der Camino führt nun parallel zur Landstraße stetig bergab. Im Gleitflug geht es gewissermaßen hinein nach Galicien. Vorbei an steinernen Rundbauten und alten Kapellen. Herrliche Aussichten über das galicische Bergland tun sich auf. Alte Wegsteine zeigen die verbleibenden Kilometer bis Santiago an: 135,5 km, dann 134 km.

Galicien.  -  Foto: Erich Kimmich

Unterwegs nutze ich eine weitere Einkehr. Was wäre der Camino ohne diese Infrastruktur?! Die Landschaft mit den roten Ebereschen und den Viehweiden erinnert mich immer wieder an Schwarzwald oder Vogesen.

Schließlich verläuft der Weg wieder abseits der Straße. Efeu wuchert am Rande des Hohlweges. Riesige Stümpfe alter Maronenbäume ragen als bizarre Formation in den Himmel. Vor mir wandert eine junge Dame mit einem dicken Rucksack. Obwohl es bergab geht und mein Tempo hoch ist, gelingt es mir nur langsam, sie einzuholen. Sie stammt aus Ungarn und hat eine komplette Zeltausrüstung dabei. Und: sie ist unglaublich fit! Sie möchte möglichst rasch zu Bekannten in die kommunale Pilgerherberge nach Triacastela kommen. In Ramil stehen wir vor einer uralten Kastanie. Da bräuchte es mindestens vier Menschen, die diesen Baum mit ausgestreckten Armen umschließen könnten.

Pelegrino. - Foto: Erich Kimmich    Galicien. - Foto: Erich Kimmich

Hohlweg vor Ramil. - Foto: Erich Kimmich    Alte Kastanie in Ramil. - Foto: Erich Kimmich

Schon sehen wir die kommunale Herberge von Triacastela am Ortsrand. Da sitzen auch schon Hannes und Matthias bei einem Bier. Irgendwie kommt mir das wie beim Hase-und-Igel-Spiel vor.

Ich gehe noch ein Stück weit nach Triacastela hinein und finde im Complexo Xacobeo ein prima Quartier. Abends tut es richtig gut, dass die Sonne hinter den Bergen verschwunden ist. Der Herberge ist ein REstaurant angegliedert. Das Pilgermenü beinhaltet mehrere Gänge, jeweils zur Auswahl. Ich beginne mit einer kleinen Paella und als Hauptgericht gibt es Rinderzunge mit Kartoffeln. Frischkäse mit Quittenmus gibt es als typisch galicischen Nachtisch.

Albergue in Triacastela. - Foto: Erich Kimmich    Pilger-Menü: Vorspeise. - Foto: Erich Kimmich

Pilger-Menü: Hauptspeise. - Foto: Erich Kimmich    Pilger-Menü: Nachspeise Queso y membrillo. - Foto: Erich Kimmich

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Wetter: sonnig und warm; 19°C     Tagesstrecke 22,7 km      Durchschnittstempo inkl. Pausen;  ohne Pausen: 6,17 kmh 3,16 km/h    Unterwegszeit 7:56     Summe Aufstiege. Maximale Höhe 1376 m 510 hm     Summe der Abstiege.  Minimalste Höhe 662 m 1140 hm     Gesamt-Kilometer seit zu Hause 2.547,2 km.

 

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Bergtour ins mystische Galicien

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  Tag 117. Donnerstag 29. August 2013. Von Villafranca del Bierzo auf dem Camino duro über La Faba nach O Cebreiro.

Es ist kühl im morgendlich schattigen Tal. Um 8:10 Uhr starte ich von Villafranca (501 m) auf den Camino Duro. Das ist die „harte“ Variante gewandert, die steil hoch in die Berge führt. Schritt für Schritt geht es nach oben, die Betriebstemperatur ist schnell erreicht. Hinter mir geht die Sonne auf. Ich komme auf einen langen Bergrücken, der bis auf 923 m Höhe ansteigt. Ich bin hier oben alleine mit meinen Gedanken. Ich habe einen genialen Rundblick zu meinen Füßen, nach hinten Richtung Villafranca, nach unten ins Tal, wo sich die Autobahn A-6 und die Landstraße das enge Tal des Rio Valcarce teilen.

Villafranca del Bierzo am Morgen. - Foto: Erich Kimmich    Villafranca del Bierzo am Morgen. - Foto: Erich Kimmich

Camino duro. Blick nach Südosten. - Foto: Erich Kimmich    Camino duro. Blick nach Südosten. - Foto: Erich Kimmich

Maronenwälder. - Foto: Erich Kimmich    Esskastanien. - Foto: Erich Kimmich

Kiefernwälder und intensiv genutzte Maronen-Plantagen wechseln einander ab. Rund um die Maronenbäume wird die Erde glatt gerecht, damit man die herab fallenden Maronen besser aufsammeln kann. Nur wenige Pilger haben sich offenbar für diese schwerere Variante entschieden. Ich freue mich an dieser aussichtsreichen Strecke, an den Erika- und Arnikablüten.

Camino duro. Blick nach Nordosten. - Foto: Erich Kimmich    Da unten liegt Trabadelo, dort geht es das Tal aufwärts. - Foto: Erich Kimmich

Blühendes Heidekraut. - Foto: Erich Kimmich    Arnika. - Foto: Erich Kimmich

Dann führt der Camino duro von 923 m wieder hinunter ins Tal bis auf etwa 570 m bei Trabadelo.

Ein paar Kilometer geht es nun der Straße entlang. Kerkelings BuchIch bin dann mal weg!“ fällt mir ein. Ich möchte einige Sätze daraus zitieren:

  • „Meiner unmaßgeblichen Ansicht nach dürften hier Fußgänger unter gar keinen Umständen erlaubt sein, aber das sieht der leichtfüßige Spanier anders! Rechts von mir liegt zum Greifen nah die Fahrbahn, links von mir, gleich unterhalb der verbeulten Leitplanke, in fünfzehn Metern Tiefe eine reißende, rauschende Klamm. (…)
    Um den vielen Schwertransportern auszuweichen, bleiben mir manchmal nur knapp zwanzig Zentimeter Platz und ich quetsche mich mit den Oberschenkeln gegen die hüfthohe Blechabsperrung und blicke starr vor Schreck in das wilde, laut brodelnde Wasser. Ohne auch nur die geringste Rücksicht zu nehmen schneiden mich insbesondere die Laster. Dabei weisen überdimensionale Verkehrswarnschilder eindeutig auf die Pilger hin. Die Fahrer haben zweifelsohne höllischen Spaß daran, die Wallfahrer richtiggehend zu piesacken.
    In den zahllosen unübersichtlichen Kurven wird es mörderisch gefährlich und ich kann nur noch rennen, um einer Kollision auszuweichen.  (…)
    Nach zwei Kilometern auf dieser Geisterbahn bin ich restlos bedient vom Krach, den Abgasen und der Gefahr und brülle jeden Autofahrer wütend an. Es reicht! Basta! Verpisst euch!“

Ich finde, es ist höchstens halb so schlimm wie in seiner Erzählung. Kerkeling hat dann in Vega de la Valcarce übernachtet und den Anstieg nach O Cebreiro erst am nächsten Tag in Angriff genommen. Das schaffe nicht nur ich ohne Probleme an einem Tag.

Die Camino-Kombination: Café con leche & Orangensaft. - Foto: Erich Kimmich    Gelber Mohn. - Foto: Erich Kimmich

Ich bin in Ambasmestas. In einer Kurve taucht ein Gasthaus auf, wo ich bei Schinkenbrot, Kaffee und Orangensaft eine regenerative Pause einlege. Es ist kurz vor zwölf Uhr und ich habe keineswegs vor, hier unten im engen Tal zu übernachten, so wie H.-P. das gemacht hat.

Bald habe ich Vega de Valcarce durchschritten und hinter Ruitelán steigt der Weg merklich steiler an. An einem Brunnen fülle ich meine Wasservorräte auf, während mich einige Pilger überholen. Die beiden Frauen aus Dänemark habe ich vor ein paar Tagen schon irgendwo gesehen. Ein Pferd kommt mir mutterseelenallein entgegen. Rasch habe ich verstanden: Da kann man sich nämlich Pferde mieten, mit diesen den Aufstieg bewältigen. Anschließend gehen die intelligenten Vierbeiner dann selbständig wieder zu ihrem Besitzer an den Ausgangspunkt zurück.

Autobahnbrücke bei Vega de Valcarce. - Foto: Erich Kimmich    Freiberuflicher Transport-Dienstleister. - Foto: Erich Kimmich

Galicische Schreibweise. - Foto: Erich Kimmich    Steiler steiniger Aufstieg im Wald

Auf den Straßenschildern haben die Einheimischen die Beschriftung abgeändert: Aus „Argenteiro“ wird „Arxenteiro“ und aus „San Julián“ wird „San Xulian“. Ich komme der autonomen Provinz Galicien näher. Der Camino ist nun im schattigen Wald, der Weg ist steil und steinig. Es dauert nicht lange und ich habe die beiden Däninnen eingeholt. Der Anstieg setzt ihnen offenbar sehr zu. Ich grüße freundlich und ziehe frohgemut vorbei.

Gegen 14:30 Uhr bin ich auf 902 Metern Höhe angelangt. Im kleinen Weiler La Faba beschließe ich einen Abstecher zur Pfarrherberge La Faba zu machen, die vom Jakobusverein „Ultreia” aus Stuttgart betrieben wird. Laut Wanderführer dürfen Schwaben, die ein Lied oder Gedicht eines schwäbischen Dichters aufsagen können, kostenlos übernachten. Das habe ich nicht vor. Ich werfe einen Blick in die Kirche, auf die bronzene Pilgerfigur im Hof. Ich unterhalte mich mit den beiden Herbergshelferinnen, die mit Kasse, Stempel und Gästebuch vor der Herberge sitzen.

Steiler steiniger Aufstieg im Wald    Hof der Herberge La Faba. - Foto: Erich Kimmich

Schwaben unter sich. - Foto: Erich Kimmich    Kirche La Faba

Stempel im PilgerausweisJupi und Andrea sind auch schon da, die beiden Damen aus Bayern ebenso. Jupi erzählt, er sei sogar in einem „Gottesdienstverlängerungsverein“ Mitglied (gemeint ist ein Kirchen-Chor). Die Dame aus Bayern erzählt, in einem Chor sei sie auch mal gewesen; sie durfte das aber dann nicht länger machen, weil ihr Mann Sonntags sonst kein Essen auf dem Tisch hatte. „Jetzt ist das aber kein Problem mehr, denn er ist gestorben,“ sagt sie.
Sie macht ein Foto von mir und den Herbergsfrauen. Gegen 15 Uhr ziehe ich unter kopfschüttelnden Blicken weiter. Es ist noch genug Energie in mir drin…

Stechginster. - Foto: Erich Kimmich    Blick zurück: Da hinten in der Mitte bin ich gewandert

Über La Laguna: Ab jetzt in Galicien. - Foto: Erich Kimmich    Museumsdorf O Cebreiro auf 1.300 Metern. - Foto: Erich Kimmich

Stempel im PilgerausweisEs geht noch weiter aufwärts. Eine Stunde dauert es bis La Laguna. Ein unpassender Name für ein Minibergdorf, finde ich. Kurze Getränke-Einkehr in der kleinen Bar A Escuela. Nun verläuft der Weg auf weitgehend baumfreien Kuppen und Weiden. Hier genießen die Wanderer gigantische Fernblicke in das grüne Herz Galiziens und zurück ins Bierzo.

Ich überschreite die Grenze von Galicien und erreiche gegen 17 Uhr das denkmalgeschützte Bergdorf O Cebreiro mit seinen typischen Steinhäusern keltischen Ursprungs. Es liegt auf 1.300 Metern Höhe. Genau das war mein Ziel – die Welt von oben bestaunen zu können. In einer kleinen privaten Pension checke ich ein, genieße das ruhige Zimmer und die Dusche.

Typische Palloza: ovale Steinbauten keltischen Ursprungs. - Foto: Erich Kimmich    O Cebreiro: Pulpo - galicische Spezialität. - Foto: Erich Kimmich

Galicien: keltische Musik. - Foto: Erich Kimmich    Kirche in O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich

Der ganze Weiler von O Cebreiro ist ein kleines Museum unter freiem Himmel. In der kleinen Kirche Santa María la Stempel im PilgerausweisReal (9. Jahrhundert, älteste erhaltene Kirche auf dem Weg) findet eine Pilgermesse statt, die sehr ansprechend gestaltet ist. Ein junger Mann aus Deutschland trägt ein Shirt mit der Aufschrift „Pray hard – life is short“.
Auf der kurzen Dorfstraße spielt eine dreiköpfige Musikgruppe keltische Volksweisen in der Abendsonne. Es ist einfach nur schön hier.

Draußen ist ein einmaliger Blick nach Westen zu bewundern. Hinda, Hannes, Matthias und der Franzose sind auch schon da. Gemeinsam gehen wir Pulpo essen und Bier trinken. Nachholbedarf: Ungeheuere Mengen verschwinden in mir wie in einem ausgetrockneten Schwamm. Zum Nachtisch gibt es noch einen wunderbar köstlichen Santiagokuchen. Kurz nach 21 Uhr gehen wir auf die kleine Terrasse zwischen den Häusern und bewundern den Sonnenuntergang.

O Cebreiro: Ausblick nach Westen. - Foto: Erich Kimmich    O Cebreiro: Souvenirs. Souvenirs? - Foto: Erich Kimmich

O Cebreiro um 21:02 Uhr - Sonnenuntergang. - Foto: Erich Kimmich    O Cebreiro um 21:04 Uhr - Nach dem Sonnenuntergang. - Foto: Erich Kimmich

Sonnenuntergang in O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich

Nacht in O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich    Nacht in O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich

Die heutige Tagesstrecke bei runtastic.com

Pünktlich um 21:03 Uhr verschwindet der rote Sonnenball hinter den galizischen Berghügeln im Westen. Hannes erzählt von Bettwanzen in der Xunta-Herberge. Gerne leihe ich ihm meinen Wanzenspray aus, den ich mir in Le Puy gekauft habe. Mein Pilgerfreund Manfred Storz aus Friedrichshafen lässt mir eine SMS zukommen, über die ich mich sehr freue.

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Wetter: sonnig und warm; 26°C     Tagesstrecke 30,3 km      Durchschnittstempo inkl. Pausen;  ohne Pausen: 6,28 kmh 3,35 km/h    Unterwegszeit 8:48     Summe Aufstiege. Maximale Höhe 1305 m 1934 hm     Summe der Abstiege 1006 hm     Gesamt-Kilometer. 2.524,5 km.

 

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Mediterranes Bierzo

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  Tag 116. Mittwoch 28. August 2013. Von Ponferrada über Cacabelos nach Villafranca del Bierzo.

Nach dem Frühstück will ich mir nochmal die Templerburg von Ponferrada von außen anschauen. Morgens kommt die Sonne von der anderen Seite. Für einen Eintritt fehlt mir aber Zeit und Ruhe. Noch einmal über die Plaza de Ayuntamiento, dann links hinunter. Gegen 9:20 Uhr verlasse ich Ponferrada (534 m) über die namensgebende Brücke. Nun schließen sich weite Vorortflächen an.

Templerburg von Ponferrada. - Foto: Erich Kimmich    Templerburg von Ponferrada. - Foto: Erich Kimmich

Ponferrada: Figur am Plaza de Ayuntamiento. - Foto: Erich Kimmich    Altes Haus im Bierzo. - Foto: Erich Kimmich

Mit meinem Navi ist es kein Problem, aus der Stadt heraus zu finden. Parallel des Río Sil geht es aufwärts und an einen Kreisverkehr in die Vororte Compostilla und Columbrianos. Allmählich lässt die Besiedlung wieder etwas nach. Der Weg läuft auf einer kleinen Nebenstraße, Wasserkanäle begleiten den Pilger. Hier ist die fruchtbare Ebene des Bierzo. Durch Fuentes Nuevas führt der Camino bis Camponaraya. Eine alte Frau sitzt vor einem Haus am Wegrand und möchte den Pilgerpass stempeln. Natürlich erwartet sie ein kleines Trinkgeld dafür.

Später taucht ein großer Uhrturm auf – mitten in einem Kreisverkehr. Nachdem ich schon zwei Stunden unterwegs bin entschließe ich mich nun zu einer kleinen Pause im benachbarten Café. Was ich wohl trinke? Natürlich Café con leche und einen Orangensaft (diesmal gibts aber nur gelbe Limo).

Café in Camponaraya. - Foto: Erich Kimmich    Bei Magaz de Abayo. - Foto: Erich Kimmich

Vor Cacabelos. - Foto: Erich Kimmich    Viñas Del Bierzo. - Foto: Erich Kimmich

Dann quert der Weg die Autobahn. Kurz vorher liegt ein Weingut, Viñas Del Bierzo S C, das den Pilgern eine kostenlose Weinprobe anbietet. Die hochwertigen Weine der D.O. El Bierzo wären es sicher wert. Doch es ist mir einerseits zu früh und andererseits zu warm.

Entlang von Bewässerungskanälen erreiche ich Cacabelos (477 m) mit seinen römischen Ursprüngen. In einer kleinen Kirche ist ein Museum eingerichtet, das voller Christus- und Jakobusfiguren ist.

Museumskirche in Cacabelos. - Foto: Erich Kimmich    Museumskirche in Cacabelos. - Foto: Erich Kimmich

Cacabelos, Innenhof. - Foto: Erich Kimmich    Embutidos. - Foto: Erich Kimmich

Die verwinkelte Altstadt  ist – abgesehen von Pilgern und Touristen – ein wenig ausgestorben. Das liegt an der Mittagszeit, es ist nach 13 Uhr. An einer Ecke finde ich eine schattige Bar und ordere Embutido (eine gemischte Platte) und einen kühlen, frischen Bierzo-Weißwein. Der getrocknete Schinken und die Cechina und die Oliven sind genau das Richtige jetzt. Dann taucht Hinda auf und setzt sich zu mir. So ein Gläschen Wein tut einfach gut. Tabea und Julia aus Frankfurt kommen nun auch vorbei, sie gehen aber gleich weiter, denn sie wollen in Cacabelos in die Herberge gehen.

Hinda und ich gehen weiter. Leider führt der Camino der Straße entlang. Die Mittagshitze hat zugelegt. Hinda erzählt, dass sie hinter Camponaraya die Bodega besucht und das Pilgerangebot (Weinprobe plus Häppchen für 1,50 Euro) genutzt hat. Die Wegvariante über Valtville de Arriba ersparen wir uns.

Über sieben Hügel nach Villafranca. - Foto: Erich Kimmich    Hinda gibt Gas. - Foto: Erich Kimmich

Villafranca del Bierzo. - Foto: Erich Kimmich    Villafranca del Bierzo. - Foto: Erich Kimmich

Es ist noch heißer geworden. Nachdem ich ihr gesagt habe, dass es nur noch sechs Kilometer bis Villafranca seien, legt Hinda trotz ihrer umwickelten Füße bergauf ein unglaubliches Tempo vor. In der ersten Albergue in Villafranca del Bierzo holt sie ihr transportiertes Gepäck ab und wir checken einige Hostales, die teilweise belegt sind oder aber Preise um die 40 Euro verlangen.

„Villafranca del Bierzo ist ein romantisches kleines Städtchen, das so aussieht, als wäre es an der Mosel geklaut und hierher verfrachtet worden“ schreibt H.-P. Kerkeling in seinem Buch „Ich bin dann mal weg“

Alter Friseurladen in Villafranca. - Foto: Erich Kimmich    Der Rio Valcarce mit Villafranca. - Foto: Erich Kimmich

Moderner Brücken-Jakob in Villafranca del Bierzo. - Foto: Erich Kimmich    Abendessen in Villafranca del Bierzo. - Foto: Erich Kimmich

Albergue La Piedra in VillafrancaLetztendlich gehen wir in den Albergue de la Piedra, kurz vor  dem Ortsende. Acht Euro kostet hier die Unterbringung im Schlafsaal. In der benachbarten Hotelgaststätte trinke ich erstmal zwei große Clara con limon. Die Damen aus Bayern sind auch im Lande. Später gehen wir über die Brücke in die Innenstadt und lassen uns am Plaza Mayor Im Restaurant Sevilla nieder. Hier bekommen wir gutes schmackhaftes Essen, trinken Rotwein und Sangria.

Wetter: sonnig und warm; 26 - 30°C     Tagesstrecke 27,8 km      Durchschnittstempo inkl. Pausen; ohne Pausen: 4,4 kmh 3 km/h   Unterwegszeit 13:06     Summe Aufstiege. Maximale Höhe 585 m 381 hm     Summe der Abstiege 422 hm     Gesamt-Kilometer. Noch 192 km bis Santiago 2.492,2 km.

Tagesstrecke am 116. Pilgertag

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Steine 2440 km weit getragen

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  Tag 115. Dienstag 27. August 2013. Von Foncebadón über Cruz de Ferro und Molinaseca nach Ponferrada.

Sonnenaufgang bei Foncebadón. - Foto: Erich Kimmich

Um 6.30 Uhr gibt es Frühstück im El Convento. Die anderen sind schon weg. Verflixte Frühaufsteher… ich werds nie verstehen. Der Wirt sagt „Frio!“ (kalt!) und redet von 7 Grad C. Er startet den CD-Player lautstark mit einer Symphonie von Beethoven. „Beethoven sordo!“ (Beethoven war taub) sagt er. An den Wänden des Gastraums hängen Aufnahmen von Foncebadón und vom Cruz de Ferro.

Foncebadón: El Convento vor der Instandsetzung. - Foto: Erich Kimmich     Foncebadón: El Convento vor der Instandsetzung. - Foto: Erich Kimmich     Foto: Bagger am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich

Ich entscheide mich in Foncebadón für die Straße, die zum Cruz de Ferro aufwärts führt. Den Wanderweg habe ich ja gestern Abend schon kennengelernt. Der weite Blick ins Land hinaus ist erhebend! Da hinten wird bald die Sonne auf gehen. Das erste Foto des Tages schieße ich um 7:05 Uhr. Das hier ist so ein Ort, den ich am liebsten nicht mehr verlassen möchte…

Foncebadón: El Convento vor der Instandsetzung. - Foto: Erich Kimmich    Foncebadón: El Convento vor der Instandsetzung. - Foto: Erich Kimmich

Vor dem Sonnenaufgang über Foncebadón. - Foto: Erich Kimmich    Vor dem Sonnenaufgang über Foncebadón. - Foto: Erich Kimmich

Sonnenaufgang über Foncebadón. - Foto: Erich Kimmich    Sonnenaufgang über Foncebadón. - Foto: Erich Kimmich

Sonnenaufgang über Foncebadón. - Foto: Erich Kimmich

Es weht ein kalter Wind, mein Halstuch dient mir zeitweise als Gesichtsschutz. Zum ersten Mal seit Monaten habe ich meinen Fleecepullover an. Knapp 1500 Meter hoch liegt dieser Bergrücken. Da, hinter Astorga am Horizont: Der erste Sonnenstrahl um 7:43 Uhr!

Klicken: Interaktives Panorama oberhalb Foncebadón

Am Cruz de Ferro auf der Hochebene des Monte Irago bin ich zunächst alleine im blassen Morgenlicht. Hoch oben über dem Kreuz steht der Mond.

Am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich    Am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich

Am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich    Pilgersteine, Fahrradschläuche und -ketten am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich

Pilgersteine am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich    Pilgersteine am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich

Am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich    Am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich

Meine Steine, die ich seit 2.440 km mit mir trage halte ich in der Hand. Vor mir ragt der schlanke Eichenpfahl in die Höhe, ganz oben trägt er das kleine Eisenkreuz. Das Sonnenlicht hat ihn nun fast vollständig erfasst. Die Tradition will es, dass Pilger seit Jahrhunderten einen Stein niederlegen. Viele Pilger legen mit dem Stein symbolisch auch ihre Seelenlast mit ab. Ich lege meine Sorgensteine neben den Holzpfahl. Tränen schleichen sich in die Augen. Hannes und Matthias kommen hinzu – wir fotografieren jeweils den anderen.

Am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich

Nun führt der Camino entlang der Straße in die Region El Bierzo hinein. Erst geht es recht flach, dann immer steiler abwärts über Manjarin. Hier gibt es eine kleine, ganz spezielle Herberge für Pilger, die bereits im Jahr 1180 erwähnt wurde. Hier zeigen bunte Schilder alle möglichen Ziele dieser Welt an: Nach Trondheim sind es 5000 km, nach Roma 2475 km. Gut zu wissen…

Matthias und Hannes: Nach dem Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich    Ausblick in die Sierra Teleno. - Foto: Erich Kimmich

Manjarin: Wie weit ist es noch bis ...? - Foto: Erich Kimmich    Rad-Pilger. - Foto: Erich Kimmich

Französische Pilger aus der Bretagne. - Foto: Erich Kimmich    Blick nach Ponferrada und Richtung O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich

Rosa Zistrosen blühen zwischen den Ginsterhecken und niedrigen Kiefernbüschen. Hinter einem Wegschild hat jemand ein paar Wanderschuhe aufgehängt. Was mag da wohl passiert sein? Der Weg zieht sich am Hang entlang und bietet eine herrliche Aussicht in die Berge der Sierra Teleno. Ganz unten in der Talebene des Rio Sil sieht man die Stadt Ponferrada. Ui, ist noch ganz schön weit… Und noch weiter hinter der Stadt werde ich in den nächsten Tagen  zum O’Cebreiro hoch steigen.Mountainbiker ziehen vorbei. Ich überhole zwei Franzosen und wir kommen ins Gespräch (endlich kann ich wieder französisch reden!). Einer ist Pfarrer, der andere sein Schwager. Sie sind in der Bretagne zu Hause. Der Pfarrer erzählt von einer Pilgerfahrt mit dem Motordrachen und wie er damit schwebend nach Santiago „gepilgert“ ist.

Blick nach Ponferrada und Richtung O Cebreiro. - Foto: Erich Kimmich    El Camino de Santiago. - Foto: Erich Kimmich

Auf den Weg nach El Acebo. - Foto: Erich Kimmich    El Camino de Santiago. - Foto: Erich Kimmich

Auf den Weg nach El Acebo. - Foto: Erich Kimmich    Zweites Frühstück in El Acebo: Tabea und Julia. - Foto: Erich Kimmich

Interaktives 360-Grad-Panorama. - Foto: Erich Kimmich

Erstes Dorf beim Abstieg ist El Acebo. Schiefergedeckte Steinhäuser. Ein Café. Kommt gerade richtig. Ist setze mich in die Sonne. Da sitzt Hinda aus Berlin. Sie ist IT-Projektmanagerin. Ihr Vater sei Franzose, ihre Mutter Tunesierin. Sie reißt einige Seiten aus ihrem Wanderführer: Was sie zurückgelegt hat, reißt sie raus, so spart sie immer wieder ein paar (Milli)Gramm. Sie wandert in offenen Sandalen, die Füße mit verstaubten Binden umwickelt. Als wir aufbrechen kommen auch Tabea und Julia (Team Blau) aus Frankfurt.

Anhänglicher Vierbeiner in El Acebo. - Foto: Erich Kimmich    El Acebo: Denkmal für den verunglückten Radfahrer. - Foto: Erich Kimmich

Bei Riego de Ambrós. - Foto: Erich Kimmich    Bei Riego de Ambrós. - Foto: Erich Kimmich

Steiler, staubiger Abstieg. - Foto: Erich Kimmich    Molinaseca. - Foto: Erich Kimmich

Gemeinsam ziehen wir dann auf der Landstraße weiter abwärts. Am Ortsausgang erinnert ein Denkmal an den 1987 mit dem Fahrrad tödlich verunglückten deutschen Pilger Heinrich Krause. Ein Hund hat beschlossen, uns zu begleiten. Matthias versucht mehrfach und vergeblich, ihn wegzuscheuchen. Offenbar hat er seine Bezugsperson verloren. Zwischendurch machen wir noch eine kurze Pause und ich verteile den Rest meiner 70-prozentigen Orangen-Schokolade aus Astorga.  Eine Frau aus Ostdeutschland, die ein Zelt im Rucksack trägt, hat sich uns angeschlossen. Der Abstieg nach Molinaseca ist steil, sandig und staubig und zieht sich in die Länge, wir tauschen uns aus, erzählen von Begegnungen mit anderen Pilgern. „Radio pelegrino“ sozusagen. In Riego de Ambrós stehen alte Esskastanienbäume wie große Denkmäler am Berghang.

Nun führt uns die Brücke über den Río Meruelo ins Zentrum von Molinaseca. Ein Mann kommt uns aufgeregt entgegen: Ob wir seinen Hund gesehen hätten… Ja, haben wir. Doch inzwischen begleitet er nicht mehr uns, sondern diverse andere Pilger. Da hat wohl die Erziehung versagt.

Brücke in Molinaseca. - Foto: Erich Kimmich    Brücke in Molinaseca. - Foto: Erich Kimmich

Hannes und Hinda studieren die Speisekarte. - Foto: Erich Kimmich    Pilgermenü in Molinaseca. - Foto: Erich Kimmich

Patatas bravas. - Foto: Erich Kimmich    Baden in Molinaseca. - Foto: Erich Kimmich

Essenspause ist angesagt. Wir entscheiden uns für das Gasthaus links der Brücke, wo wir im Schatten der Häuser nahe am kühlen Flussufer sitzen können. Andere Pilger haben sich zu einem kühlen Bad entschlossen.

Nach dem Essen ist der Schwung raus. Der Weg verläuft auch noch entlang der Straße. Eine Stunde später in Campo verlieren wir die anderen aus den Augen. Hinda und ich entschließen uns zu einer Trinkpause in einer Bar, deren Tische aus Verkehrsschildern zusammengesetzt sind.

Trinkpause in einer Bar in Campo: Trinken mit Richtgeschwindigkeit 40. - Foto: Erich Kimmich    Hindas Spezial-

Noch eine Stunde entlang des Río Meruelo und durch Vororte. Endlich sind wir in Ponferrada. Pons ferrata = Eisenbrücke. Nirgendwo sehe ich die berühmte Templerburg. In der 200-Betten-Herberge „San Nicolás de Flüe“ sucht Hinda ihren Rucksack, den sie von einem Transportservice hat vorausbringen lassen. Wir werden nach nebenan in eine Bar geschickt. Dort treffen wir Jupi und Andrea und trinken gemeinsam ein großes Radler.

Wir treffen Jupi und Andrea in Ponferrada. - Foto: Erich Kimmich    Ponferrada: Calle del Reloj. - Foto: Erich Kimmich

Ponferrada: Castillo del Temple. - Foto: Erich Kimmich    Ponferrada: Templerburg. - Foto: Erich Kimmich

Hotel-Stempel im PilgerpassDie Massenherberge kommt heute nicht in Frage. So gehen wir in die Altstadt und mieten uns im Hotel Los Templarios ein.

Abends treffe ich mich mit Hinda, Gitta, Hannes, Matthias und einem lustigen Franzosen auf dem Platz hinter dem barocken Rathaus und dem Torre del Reloj aus dem 16./17. Jahrhundert. Wir ordern diverse Tapasspezialitäten, trinken Bier und Wein und haben viel zu lachen. Hannes Standardspruch ist: „Was ham wer da jelacht!“ Der nette Ober macht ein Foto von der ganzen Gruppe.

Wir Pilger in Ponferrada. - Foto: Erich Kimmich    Wir Pilger in Ponferrada. - Foto: Erich Kimmich

Foto: Erich Kimmich    Gitta aus London. - Foto: Erich Kimmich

Matthias aus Sandkrug, Hinda aus Berlin. - Foto: Erich Kimmich

Die Hostel-Pilger müssen gegen 22.30 Uhr zurück sein wegen der Nachtruhe. Hinda und ich können uns hingegen noch ein Gläschen trockenen Weißwein in einer anderen Bar leisten. Kurz vor Mitternacht kommt der Schlaf…

 

Wetter: sonnig und warm; 7 - 24°C     29,3 km      Durchschnittstempo inkl. Pausen; ohne Pausen: 4,5 kmh 2,5 km/h   Unterwegszeit 11:44     Summe Aufstiege. Maximale Höhe 1.538 m 1047 hm     Summe der Abstiege. Minimale Höhe 484 m. 2043 hm     Gesamt-Kilometer 2.466,4 km

 

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Blauflügelige Heuschrecken

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  Tag 114. Montag 26. August 2013. Von Astorga über Rabanal del Camino nach Foncebadón.

6 Uhr 30: Ich genieße ein Frühstück vom Feinsten im Astur Plaza. Wirklich überragend.  Dann ziehe ich los durch das noch dämmrige Astorga. 868 Höhenmeter sind es hier. 1433 Höhenmeter in den Montes de León werden es heute Abend sein. Der Weg zieht sich am Gaudi-Palast und an der Kathedrale vorbei sanft aber stetig aufwärts. Entlang einer Straße bin ich schon bal in Murias de Rechivaldo angelangt. Gleich geht die Sonne auf!

Astorga: Der Bischofspalast am frühen Morgen. - Foto: Erich Kimmich    Sonnenaufgang über der Maragatería. - Foto: Erich Kimmich

Der Pilger und sein Schatten in der Maragatería. - Foto: Erich Kimmich    Maultier-Transport. - Foto: Erich Kimmich

Castrillo de Polvazares. - Foto: Erich Kimmich    El Ganso. - Foto: Erich Kimmich

Die Region hier westlich von Astorga heißt Maragatería. Es ist eine oft buschige, steppenartige Landschaft mit etlichen großen Wäldern. Ich genieße es auf der asphaltierten Straße zu gehen, denn da kann ich so richtig effektiv vorankommen. Mein Schatten läuft langgezogen vor mir her, in der Ferne vor mich schimmert das Bergmassiv in der Morgensonne. Ein Bauer mit einem voll beladenen Maultier kommt mir entgegen. Rechts unterhalb liegt wie ein kleiner Kurort das Dörfchen Castrillo de Polvazares eingebettet im Wald.

Sonne und Asphalt: Da lacht der Rennpilger. - Foto: Erich Kimmich

Schon liegt wieder eine Stunde und auch Santa Catalina de Somoza hinter mir. Zu viele Pilgerschilder haben auf Bars und Herbergen hingewiesen. Da bin ich doch lieber rasch weiter gezogen… Noch eine Stunde weiter erreiche ich El Ganso. Hier gibt es einen zweiten Morgen-Kaffee und einen frischen Orangensaft. Die Pause tut mir gut – und auch etlichen anderen Pilgern, die sich vor dem Café niedergelassen haben.

Muscheln und Stöcke: Alles für den Pilger. - Foto: Erich Kimmich

El Ganso. - Foto: Erich Kimmich     Auf in die Berge: Montes de León. - Foto: Erich Kimmich

Ich lerne Matthias und Hannes kennen. Die beiden waren gestern schon im kleinen Paradies bei David im Schatten gesessen. Sie stammen aus Sandkrug, einem kleinen Dorf in der Schorfheide, 40 Kilometer östlich von Berlin. Später gehe ich ein Stück gemeinsam mit einem 83-jährigen aus Santiago. Nein, nicht das wo alle hin wollen! Er ist aus Santiago de Chile! Tolle Menschen trifft man hier.

Achtung, rucksacklose  Jakobspilger kreuzen. - Foto: Erich Kimmich     Rabanal del Camino. - Foto: Erich Kimmich

In Rabanal de Camino - Foto: Erich Kimmich

Stempel der Missionsbenediktiner in Rabanal. - Foto: Erich KimmichImmer weiter zieht sich der Camino sanft aufwärts und anderthalb Stunden später –  es ist nun schon Mittag – erreiche ich Rabanal del Camino. Früher war das die letzte Station vor der beschwerlichen Überquerung der Montes de León. Gleich am Ortseingang links ist eine Herberge und ein Restaurant. Hier möchte ich etwas essen, denn die Wanderung hat mich hungrig gemacht. Ich treffe Gitta aus London, die sich hier bereits einquartiert hat. Ich bin mit ihr am Fluss entlang die Strecke nach Burgos hinein gewandert und habe gemeinsam mit ihr ein Quartier im Zentrum gesucht. Nun sind doch schon enige Tage vergangen. So trifft man sich also wieder. Sie erzählt, dass sie in der Frühe des Morgens im Dunkeln vom Weg abgekommen ist und durch ein tolles Dorf gekommen sei. Ich vermute, es war Castrillo de Polvazares, das ein Stück nördlich des Camino liegt.

In Rabanal (1151 m) gibt es ein Kloster der Missionsbenediktiner, das von deutschen Patres geführt wird. In der Kirche fallen mir die Schilder in deutscher Sprache auf. Im Andenkenladen nebenan habe ich dann Gelegenheit, mit dem Pater aus Bayern zu reden. Er kennt sich mit dem Wetter aus und sagt mir noch weitere zwei Wochen schönes trockenes Wetter voraus.

Winzige Blütenwunder am Wegesrand. - Foto: Erich Kimmich    Diese Heuschrecken haben hellblau leuchtende Flügel!  - Foto: Erich Kimmich

Am Wegrand lachen winzige rosafarbene Blüten in die Sonne. Auf dem sandigen, staubigen und sonnenheißen Weg springen erdfarben-graubraune Heuschrecken. Sie warten bis zum allerletzten Moment, bevor sie sich mit einem kräftigen Sprung in Sicherheit bringen. Ich beschließe, mit der Kamera Jagd auf die kleinen Kerle zu machen, denn wenn sie los hüpfen, sieht man ihre Flügel hellblau leuchten. Fast wie Schmetterlinge. Sind das Zwitterwesen? Ich bin fasziniert und vergesse darüber fast die stechende Sonne.
(Es handelt sich um die Blauflügelige Ödlandschrecke)

Camino, himmelwärts. - Foto: Erich Kimmich    Frisches Bergquellwasser.  - Foto: Erich Kimmich

Bald kommt Foncebadon. - Foto: Erich Kimmich    Pilger-Biker und weite Aussicht.  - Foto: Erich Kimmich

Anderthalb Stunden soll es noch dauern bis hinauf nach Foncebadón, dessen Einwohner bis ins 19. Jahrhundert sich den Schutz der Pilger zur Aufgabe gemacht hatten. Dann starb der kleine Weiler aus. Null Einwohner. Erst seit wenigen Jahren sind Leute wieder mit dem Aufbauen der zerfallenen Häuser beschäftigt.

Foncebadón. - Foto: Erich Kimmich    Foncebadón. - Foto: Erich Kimmich

Ruinen in Foncebadón.  - Foto: Erich Kimmich

Convento de FoncebadónIm Albergue Convento komme ich unter. Im Keller gibt es den üblichen Schlafsaal, wenn man nach „Habitación“ fragt, bekommt man ein preiswertes Doppelzimmer im ersten Stock. Die Dusche ist das Feinste was ich seit langem hatte: Düsen von seitlich, diverse Strahl-Stärken, sogar ein Sitzplatz ist ind er Dusche integriert. Für die Pilger-Veteranen sicher…
Gemütlich sitzen Pilger draußen in der Sonne bei einer Tasse Kaffee. Andere wandern in den Hausruinen des Dörfchens umher. Wie mag das wohl früher ausgesehen haben? Ich treffe Jupi und Andrea aus Aachen und wir führen eine nette Unterhaltung. Haben wir uns nicht schon in Villavante in der Herberge gesehen?

Abendessen mit Christian und Barry. Hinten Jupi und Andrea. - Foto: Erich Kimmich    Barry würde das Ausstellungsstück gerne benutzen.  - Foto: Erich Kimmich

Abends am Cruz de Ferro (1.498 m). - Foto: Erich Kimmich    Sonnenuntergang am Cruz de Ferro.  - Foto: Erich Kimmich

Abend am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich

Mit am Tisch sitzt Barry aus Neuseeland, den ich schon in Carrión de los Condes beim Abendessen kennengelernt habe.  Neben ihm sitzt Christian aus Dänemark. Mit ihm gehe ich nach dem Abendessen leicht und ohne Rucksack noch etwa einen Kilometer und 60 Höhenmeter hinauf zum Cruz de Ferro (1498 m), wo wir den unglaublich schönen Blick ins weite Land – vor allem Richtung Astorga – genießen können. Morgen werde ich hier meine Steine ablegen, die ich seit 2.437 Kilometern mit mir trage. Die Sonne versinkt langsam hinterm Wald. Die vielen Andenken  und mitgebrachten Steine machen mich schwermütig. Im Halbdunkel wandern wir zurück in die Herberge.

Abend am Cruz de Ferro. - Foto: Erich Kimmich    Abend über Foncebadón.  - Foto: Erich Kimmich

 

    30,8 km (25,9 + abends 4,9)       2,35 km/h

7:12     641 hm       147 hm        2.437,1 km.

 


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