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Erichs (B)Logbuch » 2014 » Oktober

Im Einsatz für den Radverkehr

Fahrrad, Job Diesen Beitrag kommentieren »

Matthias Gastel zu Besuch beim ADFC Baden-Württemberg. Mit Gudrun Zühlke und Erich Kimmich.

Heute war der Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel zu Besuch beim ADFC Baden-Württemberg.  Im Rahmen seines Thementags „Mobilität“ war seine dritte Station der Fahrrad-Club und ein ausführliches  Gespräch mit der ADFC-Landesvorsitzenden Gudrun Zühlke und Landesgeschäftsführer Erich Kimmich.

Thema war der neue Wind pro Radverkehr, der in Baden-Württemberg immer stärker zu spüren ist. Auch die Kommunen werden in Sachen Radverkehrsförderung zunehmend aktiver. Gerade jetzt ist es aber auch an der Zeit, mehr für die Radverkehrssicherheit zu tun.

Rostende blaue Rohre

Aktiv sein, Bücher, Stuttgart 21 Diesen Beitrag kommentieren »

243. Montagsdemo gegen Stuttgart 21

Hans Heydemann berichtete auf der 243. Montagsdemo gegen das irrwitzige Kellerbahnhofprojekt Stuttgart 21:
Wir erinnern uns: im Juni wurde in den blauen Rohren auf der S21-Baustelle in der Jägerstraße Rostwasser entdeckt; deshalb wurde eine 2-monatige Überwachung des Wassers auf Eisen und abfiltrierbare, ungelöste Stoffe angeordnet.  So wollte man die besorgte Öffentlichkeit wieder ruhig stellen. Diese Überwachung des Wassers ist kürzlich beendet worden. Wie es heißt, hat die Bahn keinen Rost darin gefunden; der festgestellte Eisengehalt sei gering, das Wasser klar und unbedenklich, die Einleitgrenzwerte wären eingehalten.

Für Panoramaansicht bitte klicken

Doch in Wahrheit geht das Rosten in den Blauen Rohren unvermindert weiter, das lässt sich durch kein noch so ausgeklügeltes Messverfahren aufhalten! Die Öffentlichkeit wird einmal mehr mit falschen Angaben getäuscht. Neue, Mitte September von Aktivisten entnommene Wasserproben sind keineswegs unbedenklich und weisen – wie nicht anders zu erwarten – wiederum hohe Eisengehalte auf; die abfiltrierbaren (ungelösten) Stoffe überschreiten den festgelegten Einleitgrenzwert von 20 mg/l um ein Mehrfaches! Die Stuttgarter Zeitung hat in der Samstags-Ausgabe am 17.10.2014 ausführlich darüber berichtet. (Kritiker hatten im August Anzeige erstattet; das EBA hatte daraufhin Kontrollen angeordnet; Bürgermeister Fritz Kuhn hatte die Deutsche Bahn daraufhin scharf kritisiert; das Umweltministerium hat Vorschläge gemacht).

243. Montagsdemo gegen Stuttgart 21. - Foto: Erich Kimmich

243. Montagsdemo gegen Stuttgart 21. - Foto: Erich Kimmich    243. Montagsdemo gegen Stuttgart 21. - Foto: Erich Kimmich

Video ist nicht verfügbar

 

Bitte umsteigen! 20 Jahre Bahnreform

Buch bei Amazon anschauen Bernhard Knierim und Winfried Wolf:

Bitte umsteigen!
20 Jahre Bahnreform

Schmetterling Stuttgart, 2014
256 Seiten.  22.80 €

Das Jahr 1994 brachte mit der Bahnreform und mit der Gründung der Deutschen Bahn AG die größte Veränderung im Verkehrsbereich seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Kritiker sahen in der Bahnreform allerdings bereits damals die Verschleierung der Bahnprivatisierung. Und sie sagten Verhältnisse voraus, wie es sie z.B. im Sommer 2013 in Mainz und Umgebung gab. Inzwischen hat sich Ernüchterung breit gemacht: Nur im hoch subventionierten Nahverkehr gibt es eine Steigerung der Fahrgastzahlen. Die Qualität des Bahnverkehrs hat dramatisch abgenommen: Die Verspätungen nahmen zu, Ausfälle von Zügen sind heute an der Tagesordnung. Im Nahverkehr hat sich inzwischen ein Schein-Wettbewerb breitgemacht, in dem es vor allem um ein Drücken der Löhne geht. Inzwischen gibt es auch einen spürbaren Abbau der Sicherheit im Schienenverkehr. Die Autoren des Buches zeigen auf, wie die DB AG, anstatt in das Streckennetz, in die Wartung und in funktionierende Züge zu investieren, zunehmend als «Global Player» agiert. Wie die Kommandohöhen der Deutschen Bahn inzwischen ausschließlich von Bahnfremden bestimmt werden und wie die Bahnpolitik, wie sie die Bundesregierung und die EU betreiben, als integraler Bestandteil einer allgemeinen Verkehrspolitik zu verstehen ist, die in erster Linie auf den Straßen- und den Luftverkehr und auf die Container-Schifffahrt setzt. Schließlich skizzieren sie, wie eine überzeugende Struktur der Bahn und eine Verkehrs- und Bahnpolitik aussehen müssen und plädieren in diesem Kontext für öffentliche Eigentumsformen mit dem Grundsatz «so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig».

Postkarte aus Corniglia

Urlaub: LigurienWandern, Wandern Diesen Beitrag kommentieren »

Während ich in den Abruzzen gewandert bin, waren Frédérique und Jean-Paul auch in Italien. Wandern in den Cinque Terre – genau das richtige Ziel im beginnenden Frühherbst! Corniglia ist eines der fünf Dörfer …

Postkarte aus Corniglia in den Cinque Terre

Leider hat das Wetter den beiden die eine oder andere Wanderung vermiest. Ich hoffe, es blieben dennoch viele schöne Impressionen.

Ich war damals im Jahr 2006 wandern in Cinque Terre. Organisiert von den Spezialisten von www.italienwandern.com – und bin heute noch begeistert von den schönen Touren und der abwechslungsreichen Landschaft!

Abruzzen – good bye!

Bücher, Urlaub: Abruzzen Diesen Beitrag kommentieren »

Durchgangsbahnhof Roma Tiburtina. - Foto: Erich Kimmich

Welcher Bahnhof ist schöner, welcher gefällt dir besser? Der oben? Oder der unterhalb?

Bahnhof Milano Centrale.  - Foto: Erich Kimmich    Bahnhof Milano Centrale.  - Foto: Erich Kimmich

Oben: Bahnhof Roma-Tiburtina, unten der Kopfbahnhof Milano-Centrale.

Wie schon im Herbst 2006 nach Ligurien hatten wir bei www.italienwandern.com eine Wanderreise gebucht. Die Unterkünfte waren für uns organisiert, die Wanderstrecken sorgfältig beschrieben. Knapp 100 Kilometer haben wir in diesen tagen zu Fuß zurückgelegt.
Um 7 Uhr sind wir heute früh an der Bushhaltestelle in Scanno gestanden. Der mit Schülern besetzte Bus brachte uns am Lago di Scanno vorbei, den Bergsporn Castrovalva umrundend über Anversa nach Sulmona. Dort ging es mit einem weiteren Bus auf der Autobahn nach Rom. Mit dem Schnellzug dann nach Mailand. Und weiter über Bellinzona nach Basel und Karlsruhe.

Hier nochmal die Übersicht der Beiträge:

  1. Wandertag:  San Demetrio – Peltuinum – Bominaco – Caporciano
  2. Wandertag:  Carporciano – Navelli – Capestrano – Capodacqua
  3. Wandertag: Capodacqua – Forca di Penne – Torre de’ Passeri – Sulmona
  4. Reisetag:  Ein genußvoller Pausentag im Städtchen  Sulmona
  5. Wandertag:  Sulmona – Bugnara – Anversa degli Abruzzi – Castrovalva
  6. Wandertag:  Castrovalva – l’Immacolata – Frattura Vecchia – Scanno
  7. Tag:  Rückreise Scanno – Sulmona – Roma – Milano – Basel

Viel zu schnell sind die Abruzzen-Tage verstrichen. Vielleicht ein anderes Mal wieder…


 

Buch-Tipp:

Buch bei Amazon bestellen!Christoph Hennig:
Wilde Wege, stille Dörfer
Wanderungen in den Abruzzen
Rotpunktverlag Zürich, 352 Seiten,
3. aktualisierte Auflage  2013
Broschiert, 28.- Euro

Das einst kaum zugängliche Bergland der Abruzzen ist in weniger als zwei Stunden von Rom aus erreichbar und gehört doch zu den unbekannteren Reisegebieten Italiens. Vor allem für Wanderer ist die Gegend äußerst reizvoll. Die Gebirgsregionen sind weitgehend verschont geblieben von den architektonischen Zeugnissen der Freizeitkultur. Fast alle Gebirge der Abruzzen gehören heute zu Nationalparks eine Dichte, die es nirgendwo sonst in Europa gibt. Die imposanten, bis zu 3000 Meter aufragenden Höhenzüge bieten ein Landschaftsbild von einzigartiger Vielfalt. Kahle Bergkuppen überragen Täler mit dichten Buchenwäldern, schmale Canyons führen zu Wasserfällen und Seen. Herbe und großartige Szenerien wechseln mit den sanfteren Bildern des Hügellands. Das Buch von Christoph Hennig beschreibt eine Wanderung in 15 Tagesetappen durch die gesamte Region. Am Weg liegen malerische Dörfer, lebendige Kleinstädte und zahlreiche historisch interessante Orte. Ein besonderer Akzent liegt auf dem kulinarischen Angebot, mit genauen Schilderungen zahlreicher Restaurants am Wege. Zusätzlich erschließen Hintergrundtexte das vergangene und gegenwärtige Leben der Region.

 

 

Hoch hinauf zur Königsetappe

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Nach dem Frühstück in Castrovalva starten wir mit gemischten Gefühlen: Der Blick ins Tal hinunter nach Anversa ist reichlich im Dunst, der Himmel ist bedeckt. An alten Häusern und einem schönen Brunnen vorbei geht es auch gleich schon nach dem Ortsende steil bergauf. Schritt für Schritt steigen wir aufwärts.

Bergdorf Castrovalva: Blick beim Frühstück nach Anversa. - Foto: Erich Kimmich     Brunnen in  Castrovalva. - Foto: Erich Kimmich

Aufstieg zum ersten Bergsattel. - Foto: Helmut Eßlinger

Immer wieder ist Gelegenheit, sich umzuwenden und den atemberaubenden Blick ins Tal zu genießen. Es dauert nicht lange und wir sind so steil aufgestiegen, dass wir nun Castrovalva und Anversa direkt nebeneinander fotografieren können – dennoch sind diese Orte kilometerweit auseinander, auch was die Höhe betrifft.

Links Castrovalva, hinten Anversa im Tal. - Foto: Erich Kimmich    Anstieg ohne Ende. - Foto: Helmut Eßlinger

Ohne Navi geht bei Erich gar nichts. - Foto: Helmut Eßlinger    Steiler Blick nach Castrovalva. - Foto: Helmut Eßlinger

Gleich haben wir den ersten Sattel erreicht. - Foto: Erich Kimmich    Silberdisteln am Wegrand. - Foto: Erich Kimmich

Unterhalb der Kammhöhe bietet die Fontana Celidona ihr frisches Wasser für uns an. Ein letzter Blick nach Castrovalva hinab. Pferde kommen uns entgegen. Die Neugier ist aber nicht groß genug – sie bleiben einen Meter auf Distanz.  Herbstzeitlose und Silberdisteln finden wir entlang des Weges.

Pferde am Immacolata-Sattel. - Foto: Helmut Eßlinger    Vor dem Immacolata-Sattel. - Foto: Erich Kimmich

Letzter Blick zurück. - Foto: Erich Kimmich

Ab dem Kamm wendet sich der Blick nach vorne – zum nächsten Sattel, den wir in einer guten Stunde erreichen werden: ein deutlicher Einschnitt zwischen zwei bewaldeten Hängen. Der schmale Weg geht nun leicht abwärts durch ein Hochtal. Die Wolken haben der Sonne Platz gemacht und wir genießen die Freiheit hier oben. Wir folgen einem kleinen Bachbett aufwärts. Am Wegrand erfreuen uns die blauen Disteln und interessante Pilze. Wir wandern durch ein kleines Buchenwäldchen und erreichen den Pass bei der Kapelle L’Immacolata. 1.435 Meter hoch ist das heute der höchste Punkt unserer gesamten Tour.
Zum letzten Mal schauen wir zurück auf das Tal von Anversa und den Monte Sirente.

Panoramablick zum Lago die Scanno. - Foto: Erich Kimmich    Kapelle Immacolata, 1435 m hoch. - Foto: Erich Kimmich

Die kleine Kapelle wurde erst vor ein paar Jahren renoviert und ist sogar mit einer solaren Stromversorgung ausgerüstet, die die Marienstatue mit bläulichem Hintergrundlicht versorgt. Im Süden sehen wir tief unten den Lago di Scanno und das Örtchen Scanno, rechts davon die Bergkette der Terratta. Zeit für eine Genießerpause an diesem sonnigen, aussichtsreichen Fleckchen Erde! Hinter der Kapelle sind Bänke und ein Tisch. Schnell sind die Lebensmittel ausgepackt: Brot, Käse, Wurst, Schokolade – nur auf das traditionelle Schlückchen Rotwein müssen wir heute verzichten.


Panorama-Ansicht vom Immacolata-Paß: bitte klicken
[Ins Bild klicken für interaktives, zoombares Panorama]

Da unten liegen Frattura und Scanno. - Foto: Helmut Eßlinger

Schuhe, Socken und Sohlen ausgepackt und in der Sonne zum Trocknen ausgebreitet. Doch die schöne Rast geht nach einem Nickerchen zu Ende. Wir steigen steil auf einem Fahrweg hinunter. Ein junger Mann hoch zu Roß zieht drei Maultiere hinter sich her. Tief unten sehen wir das Ruinendorf Frattura Vecchia.

Maultier-Transport. - Foto: Erich Kimmich    Frattura Vecchia, das Ruinendorf. - Foto: Erich Kimmich

Frattura Vecchia, das Ruinendorf. - Foto: Erich Kimmich    Frattura Vecchia, das Ruinendorf. - Foto: Erich Kimmich

Frattura Vecchia wurde 1915 durch ein Erdbeben zerstört. In der Nähe entstand später der neue Ort Frattura. Zur Zeit werden einige Häuser des alten Dorfes restauriert. Wir fotografieren die western-artige Kulisse der Hausruinen. An einem Haus hängt die Bettwäsche zum Lüften draußen, das andere ist reine Ruine und auf einer Seite völlig offen. Ein kleiner Pfad führt unterhalb der Häuser tiefer hinunter. Wir haben einen riesenhaften Geröllhang vor uns – Folge eines Bergrutsches vor mehreren tausend Jahren. Dadurch wurde damals der Wildbach im Tal aufgestaut und es entstand so der Lago di Scanno. Der Ortsname Frattura erinnert an die geologische „Fraktur“.

Geröllhalde hinter Frattura Vecchia. - Foto: Erich Kimmich

Silberdisteln bei Frattura Vecchia. - Foto: Erich Kimmich    Bruchzone bei Frattura Vecchia. - Foto: Erich Kimmich

Um eine Kuppe herum sehen wir das neue Frattura unterhalb des Weges liegen, wir biegen links ab und steigen wieder aufwärts. Weit hinten sehen wir immer wieder Scanno und wissen instinktiv, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis wir das heutige Wanderziel erreicht haben werden.


Panorama-Ansicht von Trattura Vecchio: bitte ins Bild klicken
[Ins Bild klicken für interaktives, zoombares Panorama]

Die Aussicht ist prächtig, allerdings nehmen die dicken Wolken wieder einen Großteil des Himmels in Beschlag. Fast eben wandernd erreichen wir die Fontana Malvascione und machen hier nochmals eine aussichtsreiche Pause. Nun führt uns der Wanderweg am Rand wunderschöner Kiefernwälder, im Südosten sehen wir den Serra Sparvera, im Südwesten tief unten Scanno.

Durch Kiefernwald nach Scanno. - Foto: Erich Kimmich    Vor dem Abstieg nach Scanno. - Foto: Helmut Eßlinger

Ausblick hoch über Scanno. - Foto: Erich Kimmich

Immer weiter abwärts geht es, durch ein Bachbett, durch eine steile Geröllzone, die uns jegliche Trittfestigkeit abverlangt. Schließlich haben wir mit wackligen Knien den Talboden erreicht und gehen nun ein Stück die Straße aufwärts auf dem Strässchen nach Scanno. Es geht wieder kräftig aufwärts, denn der Weiler schmiegt sich wie ein Vogelnest an einen Bergsporn. Immer noch 1000 Meter hoch sind wir hier.
Im gut erhaltenen historischen Zentrum zeugen aufwendige Palazzi und verzierte Portale und zahlreiche Kirchen vom früheren Wohlstand. Leider hat es zu regnen begonnen. Wir fragen ein älteres Ehepaar nach dem Weg zum Hotel Roma – das auf der anderen Seite des Bergsporns liegt. Endlich haben wir unser Ziel erreicht. Die heiße Dusche ist eine Wohltat.

Das Abendessen nehmen wir außerhalb des Hotels ein. Leider hat die empfohlene Pizzeria heute nicht geöffnet. So entscheiden wir uns für das Ristorante La Valle in der Via Pescara. Eine abruzzesische Platte zur Vorspeise und eine knusprige Pizza bringen uns die verbrauchten Kräfte wieder zurück. Nebenher planen wir die optimale Bus-Zug-Kombination nach Hause. Ein Streik der Lokführer lässt uns befürchten, dass wir es am nächsten Tag nicht gänzlich nach Hause schaffen werden.

Das Bergdörfchen Scanno. - Foto: Erich Kimmich    Das Bergdörfchen Scanno. - Foto: Erich Kimmich

Höhenprofil: Anstiege und Zeit. - Grafik: Erich Kimmich

 

Wetter: zunächst sonnig am Abend Regen heiter/Regen    16,3 km  Durchschnittstempo ohne Pausen; mit Pausen: 1,91 km/h 2,94 km/h   Summe der Aufstiege. Maximale Höhe: 1.435 m.ü.d.M. 934 hm   Summe der Abstiege. Minimale Höhe: 808 m.ü.d.M.  875 hm   8:29 Std.

 

Nächster Tag:  Rückreise    ||   nach oben   ||    Voriger Tag:  Sulmona – Castrovalva

 

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Hinauf zum Adlerhorst

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Wie schon im Herbst 2006 nach Ligurien haben wir eine Wanderreise bei www.italienwandern.com gebucht. Die Unterkünfte sind für uns organisiert, die Wanderstrecken sorgfältig beschrieben.
Von Sulmona aus führt uns die heutige Route Richtung Campo di Fano, ein Stück weit entlang der Bahnlinie. Nach ein paar Kilometer Sträßchen führt uns ein Feldweg durch Laubwald und Gebüsch ins Tal des Sagittario und dann immer parallel zum Fluss bergan.

Am Ortsausgang von Sulmona. - Foto: Erich Kimmich    Am Ortsausgang von Sulmona. - Foto: Erich Kimmich

Blick auf Bugnara. - Foto: Erich Kimmich    Blick auf Bugnara. - Foto: Erich Kimmich

Kaum sind wir losgewandert, bezieht sich der blaue Himmel mit grauschwarzen Wolken.  Rechts oben sehen wir die Pfeiler der Autobahn Rom – Pescara auf der anderen Talseite. Wir überqueren die Bahnlinie bei Bugnara, kommen dann allerdings auf einen anderen Weg als geplant und machen einen Abstecher nach Bugnara.

Der Weg nach Bugnara. - Foto: Erich Kimmich    Vor dem Viadukt. - Foto: Erich Kimmich

Auf einem alten traditionellen Weg kommen wir dem Tal wieder näher und erreichen den großen Eisenbahnviadukt: Die Bahnlinie, die zunächst bergseits im Tunnel zur Kurve ansetzt, führt diese auf einem gebogenen Viadukt fort, stetig ansteigend, um weiter an Höhe zu gewinnen.

Bald erreichen wir einen kleinen Stausee, der durch die Fallrohre einer Druckleitung gespeist wird. Das Wasser leuchtet smaragdgrün. Noch ein kräftiges Stück weiter und auf der Straße ansteigend erreichen wir den Ortsrand von Anversa degli Abruzzi. Am Dorfplatz neben der Kirche machen wir Pause in einer Bar.

Halbkreisförmiges Viadukt. - Foto: Erich Kimmich    Kleiner Stausee unterhalb Anversa. - Foto: Erich Kimmich

Stausee vor Anversa. - Foto: Helmut Eßlinger    Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich

Gut erholt machen wir noch einen „Schlenker“ durchs Dörfchen. Das angepriesene Ristorante La Fiaccola hat leider geschlossen. Vorbei an der uralten, renovierten Kirche von Anversa. Dann geht es steil bergab, vorbei an alten Türen, verfallenen Mauern und sonnigen Gärten.

Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich    Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich

Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich    Anversa degli Abruzzi. - Foto: Erich Kimmich

Wir sind nun am Talgrund angelangt – vor uns ragt eine riesige Felswand auf, rechts schauen wir von unten zu den Häusern von Anversa hinauf. Der WWF hat hier ein Schutzgebiet aufgekauft. Es soll hier Adler, Wanderfalken, Mauerläufe, Alpenkrähen und Wasseramseln geben. Wir steigen den steilen Weg auf der gegenüberliegenden sonnigen Talseite hinauf.

Blick zurück auf Anversa. - Foto: Erich Kimmich

Blick zurück auf Anversa. - Foto: Erich Kimmich    Blick hinunter nach Anversa. - Foto: Erich Kimmich

Immer wieder geht der Blick nach Anversa hinüber, die Sonne schickt ihre Strahlen über die Kante des Bergmassivs. Immer weiter steigen wir hinauf, machen zwischendurch auf einem Fels eine Aussichtspause. Nun sehen wir ganz oben wie in einem Adlerhorst die Häuser von Castrovalva auf dem Felsgrat kleben.

Castrovalva, der Adlerhorst. - Foto: Erich Kimmich


Interaktives Panorama: Bitte ins Bild klicken!

Castrovalva, der Adlerhorst. - Foto: Erich Kimmich    Castrovalva (links), Anversa (unten). - Foto: Erich Kimmich

Je höher wir kommen desto imposanter wird der Ausblick. Im Talgrund bekommen wir Anversa und Castrovalva „nebeneinander“ auf ein Foto. Fast eben führt der Weg um den Talgrund herum und von der Bergseite her in den Adlerhorst Castrovalvo. Hinter der Kirche ist der Agriturismo Nido dell’Aquila (das Adlernest), unser heutiges Etappenziel.

Castrovalva, der Adlerhorst. - Foto: Helmut Eßlinger    Unser Quartier in Castrovalva. - Foto: Helmut Eßlinger

Hier oben war der berühmte Künstler und Graphiker Maurits Cornelis Escher tätig.
Wir beziehen unsere Unterkunft und brechen vor dem Abendessen noch zu einem kleinen Foto-Bummel durchs „Adlernest“ auf.

Blick über Castrovalva. - Foto: Erich Kimmich    Blick über Castrovalva. - Foto: Erich Kimmich

Blick von Castrovalva. - Foto: Erich Kimmich    Nächtlicher Blick auf Anversa. - Foto: Erich Kimmich

Höhe und Zeit: Von Sulmona nach Castrovalva

Wetter: sonnig und bedeckt heiter    21,47 km  Durchschnittstempo ohne Pausen; mit Pausen: 2,43 km/h 4,07 km/h   Summe der Aufstiege. Maximale Höhe: 845 m.ü.d.M. 989 hm   Summe der Abstiege. Minimale Höhe: 332 m.ü.d.M.  733 hm   8:50 Std.

 

Nächster Tag: Castrovalva – Scanno  ||   nach oben   ||   Voriger Tag:  Sulmona-Ruhetag

 

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