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Erichs (B)Logbuch » 2015 » August

Jakobsweg verbindet

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Jacqueline und Guy Gravelat, meine langjährigen Freunde in Clermont-Ferrand, bei denen ich 2013 eine Woche lang meine Fuß-Sehnenentzündung auskurieren konnte, haben sich an mich erinnert. Warum? Weil einer ihrer Freunde – mit 77 Jahren! – aufgebrochen ist, um zwei Monate lang bis Santiago zu wandern. Da haben sie an mich gedacht und einen Brief samt Postkarte verschickt. „Santiago = Erich“ sozusagen…
Zwei Jahre ist es her, dass wir uns in Clermont gesehen haben, die Zeit rast dahin!
Ob meine lange Wanderung irgendetwas verändert hat in meinem gegenwärtigen Leben, fragen sie mich. Ja klar, will ich antworten. Doch zu erklären, was sich da wie verändert hat, geht nicht so einfach. Vor allem ist es die unnachahmlich intensive Erinnerung an eine fast endlos erscheinende Abfolge von Eindrücken, die sich wie eine Perlenkette von zu Hause bis ans „Ende der Welt“ im Geiste aneinander reihen: Landschaften, Wetter, Natur, Menschen, Gefühle, Eindrücke, Stimmungen … Immer noch bin ich froh darüber, die ganze Strecke an einem Stück gewandert zu sein. Genau diese lange, lange Tour – das war das Besondere.
Mit dieser Karte aus der Auvergne wollen sie meine Reise-Sehnsucht anregen:

Postkarte von Jacqueline und Guy aus der Auvergne

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Inselglück

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Postkarte aus Baltrum

Urlaubsgrüße von der Nordsee-Insel Baltrum erreichen mich heute. Alle Freizeitbeschäftigungen sind darin eingetragen: Muscheln, Baden, Strand, Bernstein, Wattwandern, Einkaufen, Sonnenuntergang, „Kaninchen“ und der Schiffsanlager.

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Am Nullpunkt angekommen

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Rastlose Jakobspilger unterwegs: Mit Datum vom 12. August 2015 ist eine Postkarte abgestempelt, die mir Erika aus Ecuador zugesandt hat. Sie schreibt, sie sei am Nullpunkt angekommen – sie fragt sich aber selbst, was das bedeutet…. In Finisterre war sie am Ende (Kilometer Null), in Brasilien gibt es einen Jakobsweg mit km 0,00 und dann das noch…  Am selben Tag hat sie Ecuador (deswegen?) verlassen und ist nach Chile geflogen. Dort besucht sie jetzt die Kathedrale von Santiago de Chile.
Erika ist damals als ich meine große Tour gemacht habe, etwa zeitgleich im Raum Würzburg gestartet. In Le Puy-en-Velay haben wir uns dann das erste Mal getroffen.

Postkarte von Erika aus Ecuador

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