Istrien-Radreise (7. Tag, Freitag 20. April 2007)           6 | 7 | 0
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Der letzte Tag in Poreč ist angebrochen. Heute geht alles gemütlich zu: die Gruppen fahren eine halbe oder ganze Stunde später als gewohnt ab. Wir dürfen alle Sachen in den Zimmern lassen und müssen dort erst nach dem Abendessen ausziehen. Rundfahrten mit ca. 35 km stehen heute an.

Café am Turm, Poreč. - Foto: Erich Kimmich

Nicht mehr alle machen mit. Ich gehe zum Beispiel mit dem Rad ganz gemütlich an der Küste entlang, schaue mir die anderen Hotels an und die vielen Buchten, in denen man überall baden kann. Schließlich finde ich ein nettes Plätzchen und vertiefe mich in meinen dicken Wälzer. Die Sonne reicht aus, mich aufzuheizen und so ist es nicht verwunderlich, dass ich ein paar Mal ins 15 Grad kalte Wasser steige. Prima erfrischend und sehr wohltuend!

Badeplatz bei Porec

Später fahre ich ins Städtchen, besorge noch Mitbringsel und treffe die Mitradler wieder beim Cappuchino. Dann folgen zwei Kugeln feines Eis. Das Ganze in der Sonne vor dem runden Stadtturm von Poreč. Hier hat vor knapp einer Woche alles angefangen…
Tja, und zur Grotte Jama Baredine hat es nun auch nicht mehr gereicht… Nächstes Mal…
Gegen 16 Uhr fahren wir zum Hotel zurück. Bleibt noch Zeit im Zimmer fürs „Tagebuch“, zum Duschen und zum Packen. Hanni erwägt bereits, fürs kommende Jahr die Reise wieder zu buchen oder in Slowenien eine Anschlusswoche zu planen…
Nach dem Abendessen, von dem wir wie immer nicht genug bekommen können, bringt uns Bernd im Komfortbus mit sanfter Fahrweise der Heimat näher. Die Tourenleiter Achim Huf, Angelika Schmidt und Eberhard Schill erhalten von der Gruppe großes Lob und Präsente überreicht.
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Der folgende Bericht der Radelgruppe stammt von Karin. Vielen Dank dafür!!

Meeresbewohner & Off-Road-Strecke

Am letzten Tag zeigte sich Istrien noch einmal von seiner besten sonnigen Seite und es standen nur kleinere Touren auf dem Programm. Cornelia und Hans-Peter haben sich schon früh verabschiedet und sind weiter Richtung Venedig geradelt. Die Gruppe 3 zeigte Auflösungserscheinungen. Ob sie schon ausgepowert waren, von Achim’s Enthusiasmus für die \“Off-Road\“-Strecke angesteckt oder Angelika’s Charme erlegen sind, ist nicht bekannt. Später als an den übrigen Tagen sattelten wir unsere Drahtesel und machten uns nur noch in zwei Gruppen auf den Weg.Einer der Mischlingswelpen. - Foto: Franziska Dobias
Wir – in Achim’s \“Schottergruppe\“ – folgten zuerst der ausgeschilderten Mountainbike-Strecke, die auf wunderschönen Naturwegen direkt an der Küste entlang und durch prächtige Olivenhaine führte. Die Pausen am Meer wurden genutzt zu biologischen Studien der Meeresbewohner wie Muscheln (oder waren es vielleicht doch Schnecken?), Quallen und Blutegeln (?) und zum Sammeln von Erinnerungen in Form origineller Steine.

Meeresforscherinnen. - Foto: Karin Faude

Bei der Cappuccino-Pause im schönen Städtchen Tar schloss sich der Kreis, denn wir kehrten im selben Café ein wie bei der Einradeltour am Ankunftstag. Weiter gings nach ViÅ¡njan, wo wir auf Angelika und ihre Gruppe stießen, die bereits auf der Suche nach einem schönen Café waren. Wir wollten uns jedoch das schöne Städtchen bzw. die Aussicht nicht entgehen lassen und fuhren noch eine Bergwertung auf den Aussichtspunkt.
Beim Anblick zweier ganz goldiger und sehr anhänglicher Mischlingshunde (einer war noch ein Welpe) war die Aussicht nur noch Nebensache. Vor allem Achim hatten es die beiden angetan. Er streichelte und kraulte sie und bald balgte er mit den beiden auf dem Boden und konnte sich kaum mehr loseisen. Am liebsten hätte er sie wohl mitgenommen. Angelika’s Gruppe hatte sich inzwischen auf zwei Cafès verteilt und es brauchte nicht viel Überredungskraft zu einer weiteren Pause in einem netten Gartencafé. (Was dort außer Getränken noch genossen wurde – verschweigt des Sportlers Höflichkeit!). Von dort wollte unsere Gruppe wieder auf einer \“Schotterstrecke\“ in Richtung Hotel fahren.
Super Eisbecher und super Cappu. - Foto: Erich Kimmich

Doch mit und ohne GPS und auch mit Angelikas Hinweisen war diese nicht zu finden und so machten wir uns mit Angelikas Gruppe gemeinsam über die schon bekannte \“Sofa\“-Strecke auf den Rückweg nach Poreč. Dort wurden dann die letzten Kuna in Olivenöle und sonstige Mitbringsel (Erich hatte einen tollen Laden ausgekundschaftet), Cappuccini und riesige Eisbecher investiert.

Eberhard, Rose und Achim. - Foto: Erich Kimmich

Am Hotel gab es zuerst eine Dusche für die Fahrräder (Fast O-Ton Bernd: \“Dreckige Fahrräder kommen mir nicht in den Anhänger\“) und später eine für uns. Achim, Angelika und Eberhardt verstauten währenddessen unter Aufsicht und Kommentaren einiger Nichtradler und \“Schnellduscher\“ die Fahrräder im Anhänger. Da gab es dann auch die einzige Panne zu beheben: denn Heike’s Reifen war beim Einladen platt. Doch für Angelika kein Problem – die wechselte den Schlauch im Handumdrehen.
Eine letzte Henkersmahlzeit im immer voller werdenden Hotel und dann wurde auch schon die Heimfahrt angetreten. Aufregend wurde es noch einmal an der Grenze nach Slowenien, als festgestellt wurde, dass ein paar ihre Pässe Angelikas Gedenksteinan der Rezeption nicht abgeholt hatten.
Nach einem \“Dankeschön\“ von Richard an die Tourenleiter, fielen die meisten in einen mehr oder weniger tiefen Schlaf.
Die letzte gemeinsame Frühstückspause bei Augsburg war geprägt von schönen Erinnerungen und auch Vorfreude auf Zuhause. Nachdem das auf dem Parkplatz \“verloren gegangene\“ Geburtstagskind wieder eingesammelt war, konnten die letzten Kilometer in Angriff genommen werden.
Mein Fazit: Es war eine tolle Woche!!!!!!!!!!! Karin Faude

Foto: Erich Kimmich

 Wer es wissen will: heute waren es auf meinem Gerät nur 18,8 km, durchschnittlich 14,5 kmh, 1:17, maximal 47,8 kmh.

Die Radelstrecke der Gruppe 2 hier in GoogleMaps. Danke an Achim für den Track!

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