2. Tag, Pfingstsonntag. 27. Mai 2007.
Frühstück im Landgasthof OchsenUm 9.20 Uhr fahren wir nach einem angenehmen Frühstück in Elchingen los. In einem großen Bogen fahren wir über den Jägerbühl hinunter nach Dorfmerkingen.

Radeln auf dem Härtsfeld

Herrliche Wolken schieben sich vor der blauen Himmelskulisse vorbei, unten die grünen und fast endlosen Felder. Hinter Dorfmerkingen fängt ein atemberaubendes Trockental an mit weißen Felsen an den Rändern.

Bei Dorfmerkingen

Sehr fotogen das Ganze und außerordentlich idyllisch. Über Dossingen und das gleichnamige Dossenheimer Tal sind wir kilometerlang fast autofrei unterwegs bevor wir die Härtsfeldmetropole Neresheim (8.200 Einwohner) erreichen.

Blick auf Neresheim

Bevor das Zügle der Härtsfeld-Museumsbahn um 11.20 Uhr fährt, haben wir Zeit, uns den steilen Berg zum Kloster Neresheim hinaufzuquälen. Es hat sich gelohnt, denn die Klosteranlage mit Balthasar Neumanns spätbarocker Klosterkirche und darin die Kuppelfresken Martin Knollers sind außerordentlich eindrucksvoll.

Abtei Neresheim: Fresko von Martin Knoller

Geniale Perspektivmalerei: Ragt das Bein dieser Figur auf dem Bild unten aus dem Rand heraus oder ist das nur so ausgefuchst aufgemalt? Wir können es nicht herausfinden. Wir lassen den Gesang der Patres beim Pfingstgottesdienst ( mpg-Film 5,6 MB) auf uns wirken, setzen uns wieder aufs Rad und sausen in grade Mal anderthalb Minuten hinunter zum Bahnhöfle.

Neresheim: Im Härtsfeld-Eisenbahnmuseum

Das kleine Museum des Eisenbahnvereins bietet viel Bewundernswertes: vom alten Billet-Automat bis zu diversen Tafeln und Gegenständen. Und schon ist der Zug zusammengestellt und steht draußen fauchend am Gleis. Wir schließen die Räder ab und steigen ein. Tüüüüt! Los gehts – das rollende Museum mit dem Flair einer Eisenbahnfahrt übers Härtsfeld. Wie eine Gebirgsbahn überwand die Härtsfeldbahn ab 1901 von Aalen aus die Ostalb, die zentrale Station lag in Neresheim. 55 km später erreichte die Bahn Dillingen in Bayern. 1972 wurde die Bahn eingestellt und in den folgenden Jahren abgebaut.

Hier gehts zu einem extra Beitrag über die Härtsfeldbahn
Unsere Gruppe im Zugwaggon

Nach einem Halt erreicht die „Schättere“ die Endstation Sägmühle. Unterwegs sehen wir am Bach Spuren der Biber und einige kleinere Dämme, die sie dort gebaut haben. Hier stehen auch die Biber unter Naturschutz. Nach einem kurzen Aufenthalt und dem Umspannen der Lok geht die Fahrt wieder zurück.

Beim Umspannen der Lok

Gegen 12.20 Uhr ziehen wir wieder mit den Rädern los. Etwa parallel zur Zugschiene erreichen wir die Sägmühle und kurz darauf den Härtsfeldsee, an dessen Ufern ein Waldfest stattfindet. Ein großes Stück abseits setzen wir uns auf den Damm und machen ein Picknick. Weiter gehts dann dem Egautal abwärts folgende bis Dischingen. Auf der Suche nach einem Café kommt der Inhaber des Café Wiedenmann, Bruno Kräutle, zur Tür heraus und lädt uns ein: es gebe alles, leider nur keinen Kaffee. Herrliche Torten und Erdbeerbecher – alles ohne Kaffee – und einiges Interessante nebenbei gab es dort unter den bunten Markisen.

Härtsfeld-Radeln

Über Fleinheim führt uns der weitere Weg nach Nattheim – einige Hügel überwindend – und wieder bis auf 618 Meter ansteigend durch den Wald. Ganz herrlich aussichtsreich ist dann die Strecke über Kleinkuchen und Steinweiler bis Neresheim. Genügend Hunger haben wir nun beisammen und freuen uns nun auf die Einkehr im Gasthaus Stern. Herrliche Gerichte, zum Beispiel Geschnetzeltes mit Bärlauchcremesauce und Spätzle, ein umfangreiches Salatbüffet, oder ein Holzfällerpfännle oder ein Härtsfeldpfännle – und dazu das herrlich-süffige Härtsfeld-Pils.

Mit vollen Bäuchen radeln wir nach dem Abendessen übers Dossinger Tal und erreichen gegen 21 Uhr Elchingen und unseren Landgasthof – das reichhaltige Essen ist schon halb verdaut.

Abendliche Rückfahrt im Dossinger Tal

Daten: 66 km, 15,4 kmh im Durchschnitt, 4:16 Fahrzeit, 58,3 kmh Maximaltempo.

Danke an Uwe Walter für die Streckendaten. Hier gehts zur Karte.

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