Ahnen-Fieber
Family 2. November 2008Ist das eine neue Krankheit? Jedenfalls habe ich mich damit angesteckt. Schon länger hatte ich alles Mögliche zusammengetragen. Alte Bilder. Listen, Geburtstage. Vor allem mein Vater hat in Sachen Ahnenforschung eine fantastische Grundlagenarbeit geleistet.
Neulich kam mir das Buch “Von wem habe ich das bloß? Auf den Spuren der Ahnen. Eine Gebrauchsanweisung” von Manuel Andrack in die Hände.
Ich habe es verschlungen. Es ist prima geschrieben und lässt sich leicht lesen. Es ist eben kein Buch mit “erhobenem Zeigefinger”, auch kein klassich-trockenes Lehrbuch.
Manuel Andrack zeigt, wie er sich per Internet, per Archiv oder Kirchenbuch, aber auch per Telefonbuch auf die Suche nach seinen Ahnen gemacht hat. Onomastik (Namensforschung) und Gentechnik (The Genographic Project), ja sogar Rückführungen und Familienaufstellungen sind für Andrack Wege, mehr über sich und seine Vergangenheit zu erfahren. 8,95 Euro, die sich für Einsteiger auf jeden Fall lohnen.
Schon vor einigen Monaten hatte ich bei www.verwandt.de damit begonnen, eine Online-Ahnentafel anzulegen (Stammbaum habe ich noch keinen
. An den letzten beiden Tagen aber habe ich nun richtig Gas gegeben. Nach mindestens 14 Arbeitsstunden stehen da nun 252 Personen in dieser Ahnentafel, davon 179 Blutsverwandte und 126 Ahnen. Das ist doch schon mal was.
Interessante Bilder aus den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts runden das Ganze ab. Und ich bin scharf auf mehr davon…
Die Suche wird noch weiter gehen, denn es fehlen noch viele Angaben und spezielle Eigenheiten, die es aufzutun gilt. Ein endloses Unterfangen, wenn man es genau betrachtet. Vom Internet erhoffe ich mir Verbindungen zu anderen “Stammbäumen” und damit weitere Informationen. Denn irgendwie sind wir doch alle miteinander verwandt, oder?
Etwa 1460 kam Matthis Kimmich zur Welt und arbeitete als Bauer in Hinteraichhalden. Es folgt Lenz Kimmich (geb. 1495), sein Sohn Benedict wird 1530 geboren…
Welche Erfahrungen habt ihr?


November 18th, 2008 at 16:05
[…] Erich ist im Ahnen-Fieber! […]
November 19th, 2008 at 12:52
Servus Erich
Ist das eine neue Krankheit? Yes it is….
Du hast recht, es ist eine sinnvolle Sucht, sich auf die familiäre Suche zu begeben, nach seine Wurzeln zu stöbern und die “guten” alten Zeiten aufleben zu lassen.
Voll interessant ist es mit noch lebenden 90ern zu sprechen, sofern sie noch hören und verstehen können was wir so treiben, und gleich alles aufzuzeichnen , denn dann kramen die alte Bilder und Aufzeichnungen vom verstaubten Dachboden, und erinner sich selbst wieder an Erfahrenes und Gewesenes.
Sagenhaft wie sich der Baum vergrössert und so mancher Nachbar oder Kollege ist plötzlich um vierzehn Ecken mit einem verwandt oder verschwägert.
Denke dass diese Ahnenforschung auch einen massiven sozialen Stellenwert hat, denn es wird wieder gesprochen erzählt und gelesen, und nebenbei auch lustig und sinnvoll.
In diesem Sinne forschende Grüsse aus Linz an der Donau
FGH
November 26th, 2008 at 22:42
Aber ob das immer so eine gute Idee ist nach seinen Ahnen zu forschen? Vielleicht sollte doch so manches im Verborgenen bleiben. Ich stelle mir gerade vor, dass mein Vorgesetzter mit mir verwandt wäre, das fände ich gar nicht so prickelnd.
November 30th, 2008 at 16:54
Da hätt ich jetzt kein Problem damit, wenn mein Vorgesetzter mit mir verwandt wäre. Wir sind doch letztlich alle miteinander verwandt, oder? Bis auf die paar Außerirdischen unter uns…