Warning: include_once(/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/follow.php): failed to open stream: Permission denied in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(): Failed opening '/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/follow.php' for inclusion (include_path='.:/usr/lib/php5.6') in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/simple-countdown/cc_countdown.php): failed to open stream: Permission denied in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(): Failed opening '/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/simple-countdown/cc_countdown.php' for inclusion (include_path='.:/usr/lib/php5.6') in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/timezone.php): failed to open stream: Permission denied in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255

Warning: include_once(): Failed opening '/homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-content/plugins/timezone.php' for inclusion (include_path='.:/usr/lib/php5.6') in /homepages/2/d27689112/htdocs/neu/blog/wp-settings.php on line 255
Erichs (B)Logbuch » Trans Swiss Trail

Trans Swiss Trail 2009 (Teil 2)

Urlaub: Trans Swiss Trail 2 Kommentare »

Trans Swiss TrailHier wie immer zum Schluss eine Übersicht der einzelnen Tagesetappen, die wir 2009 gewandert sind. Zu verstehen als eine Art Inhaltsverzeichnis. So kann man die Beiträge in beliebiger Reihenfolge direkt ansteuern und lesen. Ich habe zusammengezählt, was die Software errechnet hat. Demnach haben wir etwa 106,5 Kilometer zurückgelegt, der tiefste Punkt lag bei 485 Metern, der höchste bei 1.627 Metern. Die Summe der Steigungen betrug 4.038 Meter und wir haben 4.159 Höhenmeter Gefälle bewältigt.

Übersicht & Navigation:

1. Tag:  Worb – Goldbach/Lützelflüh: 20,3 km

2. Tag:  Goldbach/Lützelflüh – Lüderenalp: 15,7 km

3. Tag:  Lüderenalp – Eggiwil: 21,6 km

4. Tag:  Eggiwil – Kemmeribodenbad: 21,7 km

5. Tag:  Kemmeribodenbad – Sörenberg: 10,2 km

6. Tag:  Sörenberg – Giswil: 17 km

Vorfreude 2009

Hier gehts  zum Teil 1 des Trans Swiss Trails, den wir 2008 begonnen haben.

Wachthubel und Wasserbüffel

Urlaub: Trans Swiss Trail Diesen Beitrag kommentieren »

Trans Swiss TrailVierter Wandertag auf der diesjährigen Trans Swiss Trail-Wandertour. Es ist Mittwoch, der 23. September 2009. Eine 7-Stunden-Etappe steht auf dem Plan, darin 500 Höhenmeter Auf- und Abstieg zum Wachthubel (1414 m). Das Wetter ist grau, aber nicht schlecht, als wir um 8.45 Uhr unser Frühstück im Hirschen einnehmen. Verschiedene Schweizer Alpkäse-Sorten – nebenan ist ja die Molkerei – machen gleich Appetit und geben Kraft. Auf dem papierenen Tischset wirbt die Schweizer Milchindustrie („Milch, Lait, Latte“).

Trans Swiss Trail. - Foto: Erich KimmichGleich hinter Eggiwil verlassen wir das Tal der Emme und folgen dem kleinen Geissbach. Einzelne Bauernhöfe im Talgrund sind beeindruckend stattlich. Ich trage heute die Wanderschuhe im Rucksack und teste am Vormittag die Outdoor-Sandalen. Von ca. 745 m bei Heidbüel im Tal der Emme steigen wir gut zwei Stunden lang aufwärts. Beim Steinbödeli trennen wir uns für einen halben Kilometer. Die Strecke auf der Straße erspart mir einen Sandalen-Marsch durch taunasse Wiesen. Auf dem Grat entlang geht es aufwärts und aufwärts.

Emmental. - Foto: Erich Kimmich

Ein wenig kann man schon hinunter in die schmalen Täler schauen und bekommt damit ein Gefühl für die Höhenlage. Schweizer Milchvieh. - Foto: Erich KimmichDie Sonne kämpft sich verbissen durch den Hochnebel. Der Weg hat längst die Fahrstraße verlassen, der Tau in den Almwiesen ist abgetrocknet. Kühe in allen Varianten stehen auf dem Weg und staunen, wer da daher wandert. Beim Hof „Hinter Rämisgummen“ sind wir auf 1235 m Höhe – und an der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Luzern – angekommen. Am Pfyffer haben wir gut 1300 Meter erreicht. Noch ist es zu diesig.

Wegschild Rämisgummen. - Foto: Erich Kimmich

Holzvorräte. - Foto: Erich KimmichEin Bauer verspritzt von einem Raupenfahrzeug aus Gülle in die Wiesen. Am Wegesrand stehen auffällig viele, lange, hohe Holzstapel: Energie für kalte Wintertage.
Als wir dann beim Bauernhof Grosshorben das Schild mit dem „Wanderkafi“ lesen, nutzen wir die Gelegenheit für eine entspannte Pause. Über dem oberen Balkon hängen in einer Reihe große und kleinere Kuhglocken, blecherne und schwere gegossene.

Hof Grosshorben. - Foto: Erich Kimmich

Kuhglocken - Foto: Erich Kimmich

Erst kläfft uns der Haushund pflichtgemäß die Ohren voll, dann endlich kommt die Bäuerin und nimmt unsere Bestellung entgegen. Vor der blumengeschmückten Fassade sitzen wir in der nun stärker scheinenden Sonne.

Hof Grosshorben. - Foto: Erich Kimmich

Sie serviert uns eine Riesentasse Kaffee mit Schnaps drin und dick Sahne obenauf. Eine Portion gegen den Durst. Und ein süüüßes Kätzchen lässt sich auf der sonnigen Bank von uns streicheln. Nebenan im kleinen Gärtchen wächst tatsächlich echtes Edelweiß.

Hof Grosshorben. - Foto: Erich Kimmich

Gut eine Stunde lang sitzen wir hier und genießen die Ruhe der Alm – und den Kaffee mit Schuss. Nach 12 Uhr wandern wir weiter. Der Wachthubel ist nicht mehr weit. Pferde stehen hinterm Zaun und schauen neugierig. Nun steigt der schmale Pfad steil bergan. Emmental-Idyll. - Foto: Erich KimmichZahlreiche Lungenenziane blühen am Wegesrand. Schon haben wir einen atemberaubenden Blick ins Ilfis-Tal direkt vor uns. Feuchte Spinnennetze schimmern silbern in der Sonne. Der „Grenzpfad Napfbergland“ läuft nun gemeinsam mit uns zur Spitze des Wachthubel hinauf. Gipfelglück auf 1414 Metern um 13.30 Uhr. Eine Jugendgruppe hat hier oben ein kleines Lagerfeuer entfacht. Leider hängen in der Ferne weißlich-graue Hochnebel, die uns den Blick auf die Viertausender der Berner Alpen versperren. Direkt unter uns liegt ein Dörfchen namens Marbach (im Kanton Luzern). Einige Panoramafotos landen im Apparat.

Panorama: Blick vom Wachthubel ins Ilfis-Tal. - (c) Foto: Erich Kimmich
360-Grad-Panorama (Bitte ins Bild klicken) Quicktime, 3,5 MB

Bli vom Wachthubel (1414 m). - Foto: Erich Kimmich

Gegen 14 Uhr beginnen wir mit dem langen Abstieg nach Schangnau.

Abstieg vom Wachthubel. - Foto: Erich Kimmich

Foto: Erich KimmichÜber die Vordere Flue, dann geht es im Zickzack durch den Wald hinab. Beim Stößli bietet sich ein wundervoller Blick auf Schangnau und dahinter wirft das ausladende Massiv des Hohgant (2200 m) seine Schatten ins Tal der Emme. Vom steilen Abstieg ein wenig erschöpft bewundern wir den imposanten Gasthof zum Löwen – leider heute geschlossen. Ähnlich wie in Langnau ziert hier ein imposanter Holzlöwe die eindrucksvolle Holzfassade des Gasthofs.
Ein Wegweiser weist auf den Verlauf der Radfernwegs Nr. 4 (Alpenpanorama-Route) hin. Schade dass wir nicht einen einzigen der Wasserbüffel sehen, deren Mozzarella das 1000-Einwohner-Dörfchen Schangnau berühmt gemacht hat.

Blick auf Schangnau. - Foto: Erich Kimmich

Bald sind wir an der holzgedeckten Emmebrücke auf 860 m angekommen. Der kleine Rastplatz lädt uns zum Rucksackvesper ein: heute kommt Helmuts Blaufränkischer aus Österreich dran. Pasteten, Schinken und Oliven runden unser Wandermenü ab. Das Plätschern des Flusses wirkt ungemein beruhigend.

Emmenbrücke bei Schangnau. - Foto: Erich Kimmich

Um 16.20 Uhr schultern wir die Rucksäcke: wir müssen ja heute noch bis Kemmeribodenbad kommen.

Emmental. - Foto: Erich Kimmich

Gleich steigt der Weg wieder an und quert einen Seitenbach. Mal lieblich, mal wildromantisch verläuft dte Strecke im Tal der jungen Emme. Auf der Talschulter bei der Buhütte bietet sich ein pompöser Ausblick: Linkerhand zeigen sich die Ausläufer der Schrattenfluh (2068 m) und rechts die dominierenden Felswände des Hohgant. Die Hausfassade mit den sonnengebräunten Holz und dem Blumenschmuck ist umwerfend.

Foto: Erich Kimmich

Nur die Spitzen des Hohgant-Massifs und die Talauen scheinen noch leuchtend in der Abendsonne.
Hohgant. - Foto: Erich Kimmich

Bauernhof mit Schrattenfluh. - Foto: Erich Kimmich

Beim Hof Schwand (956 m) nehmen wir das plakatierte Angebot „Bergkäse zu verkaufen“ gerne an. Ein Pfund Alpkäse wechselt den Besitzer, 17.50 Schweizer Franken kostet das Kilo.

Emmental-Idyll. - Foto: Erich Kimmich

Alphornbläser. - Foto: Erich KimmichEtliche Bergbäche sind noch zu überqueren. Auf einmal hören wir den Klang eines Alphorns. Bald haben wir die Klangquelle entdeckt: Ein Alphornbläser hat vor dem Hotel sein Instrument in Betrieb genommen. Wir haben das Kemmeribodenbad nach insgesamt etwa 22 km erreicht. Rasch nutzen wir die Gelegenheit und setzen uns vor dem eindrucksvollen Gasthof unter die Linden und trinken ein erfrischendes Rivella!

Hotel Kemmeribodenbad. - Foto: Erich KimmichEs ist 18.30 Uhr und wir sind froh, als wir im Zimmer den Rucksack und die Schuhe ausziehen können. Das Hotel Kemmeribodenbad bietet alles für einen geruhsamen Aufenthalt.
Hier trifft man auf eines der vielen Bäder im Emmental. Früher hatten die Leute kein eigenes Bad und sind daher gerne in diese Gemeinschaftsbäder gegangen, um sich zu reinigen, gut zu speisen und das Neueste zu erfahren.

Wir erleben ein perfektes Abendessen: Forellenfilet bzw. Maronisuppe mit Steinpilzen und einer Rahmhaube als Vorspeise – und einem Schuss Zwetschgenschnaps. Dann für Helmut ein Filet vom ‚Schangnauer Säuli‘ an einer Holundersauce serviert mit Safrannudeln und einem Gemüseduo. Mein Hirschbraten an einer Holundersauce mit Rosenkohl, Zwetschgen, Pfifferlingen, Maronen und Rotkohl ist ein ganz besonderer Genuss.

Abendessen im Kemmeribodenbad. - Foto: Erich KimmichNach einer solchen Wanderung sind Appetit und Genuss am intensivsten.
Als Dessert gibt es den Emmenlauf: ein dicker Berg Meringen (gebackener Eischnee) und Schlagsahne. Ich bevorzuge ein hausgemachtes Zwetschgenkompott mit Zimt-Rahm-Glace.

Gegen 22.30 Uhr versende ich einen letzten Tweet. Dieses Hotel ist wirklich sehr empfehlenswert! Trans Swiss Trail

  Eggiwil – Kemmeriboden: Ca. 21,7 km Wanderstrecke, angegebene Wanderzeit: 5:30 Std., Aufstiege: 988 hm, Abstiege: 760 hm

  Hier gehts zur Google-Karte vom vierten TagGPX-Datei herunterladen (rechte Maustaste; Ziel speichern unter)

voriger Tag || nach oben || nächster Tag

Auf und Ab durchs Käseland

Urlaub: Trans Swiss Trail, Wandern Ein Kommentar »

Trans Swiss TrailHeute ist Dienstag, der 22. September, der dritte Wandertag dieses Jahr auf dem Trans Swiss Trail. Auf der Lüderenalp ist dichter Nebel. Nix wird es mit der berühmten Alpensicht. Sehr schade! Ein anderes Mal vielleicht… Wir starten nach einem guten Frühstück gegen 10 Uhr hinaus in die kühle Feuchte.

Blick zurück zum Hotel Lüderenalp. - Foto: Erich Kimmich

Die heutige Etappe ist gekennzeichnet durch den tiefen Einschnitt hinab ins Tal der Ilfis, dem größten Zufluss der Emme. Der Weg führt auf einer langgezogenen Bergrippe sanft aber stetig durch abwechslungsreiche Fichten-, Tannen- und Buchenwälder bergab. Bei schönem Wetter könnten wir einen sagenhaften Blick auf die vor uns liegenden Viertausender haben…
Vorbei gehts am Kobelhüttli und am Chüenihüttli und am Oberen Rämis mit ihren herrlichen Bauernhäusern mit den weit ausladenden Dächern.

Am Hohgrat, Richtung Langnau. - Foto: Erich Kimmich

Die scharf eingeschnittenen Seitentäler heißen Rämisgraben, Wüestgraben oder Hullergratgraben. Auf der einen Seiten des Bergrückens fließt der Frittenbach, auf der anderen Seite der Gohlbach. Vorbei am Weiler Egg (1023 m) und dem Hohgrat (942 m) erreichen wir – immer steiler hinunter – das Städtchen Langnau im Emmental. Eigentlich liegt es an einem Seitenfluss der Emme, nämlich an der Ilfis. Etwa sieben Kilometer von der Lüderenalp aus – nach gut drei Stunden Wanderzeit -  sind wir nun „ganz schön heruntergekommen“: von 1175 auf 666 Höhenmeter. Der Nebel hat inzwischen der Sonne Platz gemacht.

Langnau ist das Zentrum des oberen Emmentals. Es hat aber seinen Dorfcharakter bewahrt. Am Bärenplatz – vor dem eindrucksvollen Gasthof Bären – machen wir eine dringend nötige Pause und lassen uns einen guten Kaffee schmecken.

Fassade des Bären-Gasthofs in Langnau. - Foto: Erich Kimmich

Direkt gegenüber ist das stattliche „Chüechlihuus“ aus dem 16. Jahrhundert. Hier wurde früher in einem Café der Kuchen (Chüechli) serviert. Heute ist es ein Heimatmuseum.

Chüechlihuus in Langnau. - Foto: Erich Kimmich

Pause vorm Bären in Langnau. - Foto: Erich Kimmich In einem Eisenwarenladen besorgen wir uns neue Akkus für den Navi, Helmut ersteht eine LED-Taschenlampe, die man durch Drehen an einer Kurbel stets wieder aufladen kann. Durch die belebten Straßen und am Bahnhof vorbei führt der Weg über die Ilfisbrücke, an der Käserei vorbei und gleich neben dem Fluss steil bergan. Vom Nebental der Ilfis werden wir wieder über den Berg ins Tal der Emme wandern.

Nach etwa einer halben Stunde legen wir oberhalb von Langnau an einem Berghügel beim Zwigarten in der warmen Sonne eine Rast ein. In den Rucksäcken schlummern noch immer feine Köstlichkeiten wie Blauschimmelkäse, Merlot-Rotwein, Schafe bei Langnau i.E. - Foto: Erich KimmichSchweine-Enten-Pastete, Oliven und gebratene Hähnchenschlegel und Bananen. Die gefühlte Temperatur liegt bei 35 Grad. Seit 13 Uhr ist der Nebel weg. So macht der Wanderurlaub Spaß!

Im Zickzack steil bergauf geht es weiter, neugierige Schafe beobachten vom Berg herab gespannt die Rucksackwanderer, die da herauf schnaufen. Dann haben wir die Hohwacht auf etwa 1000 Metern erreicht. Hier stand früher der Holzstoß, der bei Gefahr entzündet wurde und mit Rauch und Feuer den Alarm sichtbar machte. Auf dem lindenbestandenen Bergrücken ist der Ausblick aufs Ilfis-Tal, nach Langnau, Bärau, hinüber zur Lüderenalp und dem Ilfis-Tal entlang Richtung Osten eindrucksvoll trotz der diesigen Nebelreste im Hintergrund. Das ist die Gelegenheit für eine Rundum-Aufnahme, um die ganze Landschaft „einzufangen“.

360-Grad-Panorama von der Hohwacht aus (Quicktime, 4 MB)
360-Grad-Panorama (Bitte ins Bild klicken) Quicktime, 4 MB

E gschänkte Tag tuesch hüt erläbe
doch dänk dra, s brucht ou Gottes Säge

Höhenprofil: Lüderenalp - Langnau - Eggiwil

Rechts oberhalb ist das Berggasthaus Hohwacht. Hier führt uns der Weg vorbei noch weiter auf die Höhe. An hohen Holzstößen wandern wir vorbei, kommen am Waldrand hinaus in die Sonne.

Zwischen Ilfis- und Emmental. - Foto: Erich Kimmich

Der Weg ist nun komfortabel eben – auf der Wasserscheide zwischen Emmen- und Ilfis-Tal. Ein Blumengarten mitten in der Weide, rot leuchtende Vogelbeerbäume am Weg kommen wir zur Alm auf dem Hüpfebode (1041 m).

Hegenloch-Tunnel. - Foto: Erich Kimmich

Langsam bergab gehend taucht plötzlich der Hegenloch-Tunnel (1118 m) in der kieselgespickten Nagelfluhwand auf.

Nagelfluh: Hartgebackenes Gesteinskonglomerat. - Foto: Erich Kimmich

Der Tunnel wurde schon 1839/40 durch die Bauern der Umgebung mit altem Bernpulver ausgesprengt. Einen finanziellen Beitrag leistete auch das Inselspital in Bern, das in der Nähe reichen Alpbesitz besass. Neben dem Urnerloch ist der Hegenloch-Tunnel wohl einer der ersten Tunnel der Schweiz.

Einige hundert Meter abwärts stehen wir am Waldrand und genießen einen herrlichen Blick gen Westen; unterhalb liegt der Bauernhof des Vorderen Girsgrat.

Für Großbild klicken - Am Vorderen Girsgrat. - Foto: Erich Kimmich
Für großes Bild bitte ins Foto klicken

Und schon geht es langsam aber sicher abwärts, zum Schluss sind wir entlang des Hellgrabens bis nach Eggiwil auf 738 m abgestiegen. Die Knie sind heiß vom Bremsen. Eindrucksvolle Speicher stehen am Wegesrand, auf allen vier Seiten des Hauses eingefasst mit Brennholzvorräten.

Speicher bei Eggiwil. - Foto: Erich Kimmich

Noch ein Kilometer und wir haben gegen 19 Uhr den Weiler Heidbüel erreicht, wo für uns im Hotel Hirschen ein prima Quartier gebucht ist. Wir sitzen erstmal auf die Terrasse und zischen ein Panaché. Hier tagt der Schweizer Schuhhändlerverband (SSV). Dutzende Jungverkäuferinnen stehen zur Zigarettenpause vor dem Haus. Nebenan ist eine Militäreinrichtung. Und deshalb sitzen zahlreiche Uniformierte mit im Gasthaus. Die Verkäuferinnen werfen abschätzende Blicke auf die jungen Soldaten…

Abendessen im Hirschen in Eggiwil-Heidbüel. - Foto: Erich Kimmich

Nach dem Duschen und Umziehen dann das Abendessen: Es gibt einen Nüssler-Salat, ein herrliches Hirschkotelett mit Rotkraut, Maronen, Rosenkohl und einen prima  eidgenössischen  Rotwein… Und röstfrischen Espresso…  Trans Swiss Trail

  Lüderenalp – Eggiwil: Ca. 21,6 km Wanderstrecke, angegebene Wanderzeit: 5:30 Std., Aufstiege: 682 hm, Abstiege: 1073 hm

  Hier gehts zur Google-Karte vom dritten Tag. GPX-Datei herunterladen (rechte Maustaste; Ziel speichern unter)

voriger Tag || nach oben || nächster Tag

Flyer und der Traumhügel

Urlaub: Trans Swiss Trail Ein Kommentar »

Heute ist Montag, der 21. September, der zweite Wandertag auf dem diesjährigen Abschnitt des Trans Swiss Trails. Ich habe gut und tief geschlafen – kein Wunder nach der Wander(tor)tour gestern. An der linken Ferse bahnt sich schmerzhaft eine üble Blase an. Heute habe ich ein Spezialprogramm geplant: E-Bike fahren und Wandern. Mal sehen wie und ob das geht…

Schweizer Frühstück um 7.30 Uhr im Hotel Krone, Goldbach. Im Frühstücksraum stehen die Stühle auf den Tischen, ein Ölgemälde an der Wand läßt den Volksdichter Jeremias Gotthelf („Die schwarze Spinne“) salbungsvoll herunterblicken, draußen ist dichter weißer Nebel. Auf dem Tisch liegt die aktuelle Zeitung „Der Bund“. Darin steht heute als Kommentar auf Seite 1 zur deutschen Bundestagswahl: „Merkel so gut wie gewählt“. ALDI Suisse bietet Hirsch-/Wildschweinschinken und ein Gourmet-Hirschpfeffer an 😉 und die politische Schweiz streitet über zu teure Kampfjets beim eidgenössischen Militär.
Statt dem gewohnten Brei mit vielen Früchten ist heute beim Frühstück alles im „Bächerli“: Marmelade, Butter. Sogar über Wurst und Käse ist eine Frischhaltefolie gespannt. Der Emmentaler schmeckt lecker. In der Zeitung ist ein interessantes Interview mit dem belgischen Finanzexperten Bernard Lietaer über Komplementärwährungen abgedruckt. Am vergangenen Samstag fanden in Frutigen die 11. Berner Alpkäsemeisterschaften statt: 18 Experten aßen sich 5 Stunden durch 137 Käsesorten 🙂 mnjamm!

Morgendliches Emmental. - Foto: Erich KimmichGegen 8.30 Uhr starte ich. Gut vier Kilometer wandere ich an der Emme entlang durch das stille Tal und die feuchte Nebelschwaden-Luft bis Rüegsauschachen zum Bahnhof. Mit dem Postbus geht es in einer knappen halben Stunde ins nördlich gelegene Huttwil, wo ich einen Besuch bei der Firma BikeTec mache. Hier werden in einem nagelneuen Produktionsgebäude (im Minergiestandard und mit Solarzellen auf dem Dach) die bekannten FLYER-Pedelecs hergestellt. Gut 150 Stück werden täglich produziert und ins Inland, nach Deutschland oder Holland vertrieben.

Das neue Flyer-MTB (S-Serie) - Foto: Erich Kimmich

Erst vor wenigen Tagen fand ein Tag der offenen Tür statt, bei dem gut 18.000 Besucher nach Huttwil kamen. Auch im Bereich des Radtourismus haben sich die Macher des Flyer engagiert: sie entwickelten mit Touristikern zusammen die Herzroute, die auf hügeligen Wegen hier im Herzen der Schweiz verläuft, Akkuwechselstationen natürlich inklusive.

Mit der Bahn geht es dann flink nach Lützelflüh zurück, wo ich die Wandertour regulär fortsetze. Der Trans Swiss Trail verläuft von Lützelflüh aus offenbar seit neuestem dem Tal entlang und nicht mehr hinauf zur Lüderenalp. Swisstrails hat uns dort ein Quartier reserviert. Das Wanderbuch von 2002 führt dort ebenfalls hin, der neue „offizielle Führer“ nicht (mehr). Ich bin schon sehr gespannt auf die legendäre Alpensicht von dort aus.

Holzhaus in Lützelflüh

Lützelflüh ist über die Mittagszeit wie ausgestorben, eindrucksvolle Holzhäuser stehen an der Straße. Ich muss den Weg erst umständlich suchen, er führt unterhalb der Emmenbrücke am Fluss entlang, immer mit einem schönen Blick aufs Dörfchen. Auf dem Damm komme ich prima voran und bald schon bin ich in Ramsei am Bahnhof angelangt. 593 Meter über dem Meer ist es hier. 550 Höhenmeter Anstieg stehen mir nun bevor. Beim Überqueren der Gleise werde ich zurechtgewiesen: ob ich denn das Schild nicht gesehen hätte? Ich hatte es gesehen, aber der Track, den ich aus dem Internet übertragen hatte, der führt genau hier über die Gleise…

Auf dem Ramseiberg. - Foto: Erich Kimmich

Nun geht es auf einem Bauernhauslehrpfad den Ramseiberg hinauf. Die Sonne – noch immer hinter Wolken und Nebelschwaden versteckt – lässt mich nun öfters ihre warmen Strahlen spüren, obwohl der Anstieg allein schon gut einheizt. Am Ramisberg auf 730 Metern lege ich eine Verpflegungspause ein.

Pausen-Ausblick am Ramisberg. - Foto: Erich Kimmich

Heute bin ich in den Outdoorsandalen unterwegs; das geht besser als erwartet, auch bei den steilen Anstiegen. Der Blick reicht ins Tal der Emme hinunter Richtung Süden nach Ranflüh und Lauperswil. Immer weiter steigt der Pfad an, hügelauf, hügelab. Das Dräjerhüsli schaut ins weite Land hinaus. Der Blumen- und Gemüsegarten vor dem Haus ist tiptop gepflegt. Zum typischen Emmentaler Bauernhaus gehören immer auch das „Stöckli“ (Wohnhaus für die Großeltern) und der „Spycher“ (Speicher für Getreide und Wertsachen).
Dräjerhüsli. - Foto: Erich Kimmich

Herbstliche Ebereschen. - Foto: Erich KimmichDie Wegführung ist einzigartig: obwohl die ganze Gegend aus unzähligen Bergkuppen besteht, führt der Weg zügig geradeaus Richtung Osten, gewinnt dabei mehr und mehr an Höhe. Inzwischen sind Nebel und Wolken verschwunden. Auf dem Weg liegen stets unzählige Kieselsteine. Die Hügel und die ganze Gegend bestehen aus diesem Gesteins-Mix namens Nagelfluh, bei dem die Kiesel wie mit Zement zusammengebacken werden.

Klicken für Großbild. Auf dem Weg zur Lüderenalp. - Foto: Erich Kimmich

Auf einer steilen grasbewachsenen Bergkuppe oberhalb des St. Oswald-Hofes steht eine Holzbank. Da komme ich nicht mehr dran vorbei: Eine ausgiebige Pause ist jetzt nötig, es ist etwa 17 Uhr.

Aussicht ins Emmental. - Foto: Erich Kimmich

Auf der Bank steht geschrieben:
Umgä vo stiller Schönheit u Pracht
e Ort zur Bsinnig unes Plätzli zur Rascht

Klicken für Panorama-Ansicht (Quicktime). - Foto: Erich Kimmich
Für Quicktime-Panorama (4 MB) Bild bitte anklicken!
Ich sitze in der Sonne auf diesem 1050 m hohen Hügel im Emmental, die Sonne wärmt, es weht ein kühles Windchen. Kuhglocken bimmeln weit unterhalb, fünf graue Horizonte staffeln sich hintereinander. Und es ist sooo schön hier! Es ist fast wolkenlos, aber zur Fernsicht reicht es dennoch nicht.

Ausblick im Emmental. - Foto: Erich Kimmich

Der Weg zur Lüderenalp hat sich zwischen all den unendlich vielen Hügeln bis hier hoch gearbeitet. Ich genieße Aussicht und Sonne intensiv und starte dann die restlichen sechs Kilometer und hundert Höhenmeter flott durch.

Horizonte. - Foto: Erich Kimmich

Hier oben verlaufen auch einige Mountainbike-Strecken und der Schweizer Fernwanderweg Nr. 3, die „Alpenpanorama-Route“.

Lüderenalp. - Foto: Erich Kimmich

Gegen 18.50 Uhr komme ich auf der Lüderenalp (1.150 m) an. Es ist eine wunderbare Abendstimmung, aber leider fehlt Hotel Lüderenalpdie berühmte Alpensicht, die es auf der Webseite des Hotels zu bestaunen gibt. Wir sind im Nebenhaus untergebracht, ich gehe erstmal unter die Dusche! Aah! Kurz danach trifft auch schon der verspätete Wanderkollege ein. Gemeinsam schmeckt das feine Abendessen mit Wild und Herbstgemüse gleich noch besser. So gehört sich das!
Meine Füße sind erledigt… aber Helmut hat ausgezeichnete Blasenpflaster mitgebracht! Das macht Hoffnung.   Trans Swiss Trail

 

  Lützelflüh-Goldbach – Lüderenalp: Ca. 15,7 km Wanderstrecke, angegebene Wanderzeit: 4:10 Std., Aufstiege: 754 hm, Abstiege: 194 hm

  Hier gehts zur Google-Karte vom zweiten Tag. GPX-Datei herunterladen (rechte Maustaste; Ziel speichern unter)

voriger Tag || nach oben || nächster Tag

Zwischen Aare und Emme

Urlaub: Trans Swiss Trail Diesen Beitrag kommentieren »

Der Rucksack ist gepackt, mit Müh und Not hat alles reingepasst was da mit auf die Tour soll. 16,2 Kilo wiegt das Ding, mindestens 4 Kilo davon sind Lebensmittel. So bleibt die Hoffnung, dass das täglich ein wenig leichter wird, je mehr ich davon essen werde.
Trans Swiss TrailSonntag, 20. September 2009, 7 Uhr: Der Wecker klingelt. 5 Stunden Bahnfahren und 4 Stunden Wandern stehen heute auf der Tagesordnung. Um 8.04 Uhr fährt die S-Bahn nach Stuttgart. Beinahe hätte ich sie verpasst, denn der übliche Sprint zum Gleis lässt sich per Rucksack nicht machen. Später kommt auch noch eine Fahrkartenkontrolleurin, die ausgesucht höflich ist. Welch Überraschung! Um 8:54 Uhr geht es auf Gleis 10 mit dem französischen TGV weiter nach Karlsruhe. Im Schnellzug TGV gibt es keinen Cappuccino, aber „café au lait“ – garniert mit einer schwarzen Valrhona-Schokolade. Auch gut, schmeckt aber nach Instantgetränk…

Bahnhof in Karlsruhe. - Foto: Erich Kimmich

In Karlsruhe heißt es warten und umsteigen. Mit einem ICE nach Interlaken werde ich bis Bern durchfahren können. Das ist der erste Urlaub, den ich twitternd von unterwegs begleite. In Basel an der Grenze bin ich gespannt, ob ich in der Schweiz auch die Simyo-Datenverbindung mit dem Handy aufbauen kann. Andernfalls wäre sonst Schluss mit Twitter. Aber das Schweizer Swisscom-Netz ist überall. Urbi et orbi online sozusagen.
Am Bahnhof Basel SBB stehen ein Cisalpino, daneben je ein ICE und jetzt reiht sich noch ein TGV dazu ein – internationaler Betrieb, Wettrennen der Giganten. Am Himmel sind viele Wolken, es ist aber sonnig. Weiter geht es nach Bern. Dort gehts umgehend weiter mit der Vorort-S-Bahn bis Worb SBB nördlich der Aare.

Foto: Erich KimmichNun stehe ich da am Bahnhof auf 602 Metern überm Meer, schalte den Navi ein, genieße die Sonne und schultere den dicken Rucksack. Schönstes Wanderwetter begrüßt mich zur diesjährigen zweiten Etappe auf dem Trans Swiss Trail, dem Wanderfernweg Nr. 2, der die Schweiz von Porrentruy im Nordwesten bis nach Mendrisio im Südosten auf gut 500 km durchquert. Jura, Drei-Seen-Land und Mittelland haben wir auf 150 km Länge im Herbst 2008 durchwandert. Dieses Jahr lockt uns die Landschaft des Emmentals. Etwa 100 km Strecke stehen bevor. Bei Swisstrails.ch haben wir die Quartiere gebucht. Von den kompetenten Dienstleistern ist alles bestens vorbereitet.

Der Weg steigt bergan zum kleinen Weiler Rüti mit herrlichen Bauernhöfen. Ländliches Idyll. Ein Schild informiert: „Natura-Beef-Fleisch demnächst zu verkaufen“. Schon bald führt der Pfad den Abhang hinunter nach Worb. Das Freibad hat noch offen, Kinder plantschen im Wasser. Worb hat sich dank guter Anbindung an die Hauptstadt zu einer stattlichen Vorortgemeinde entwickelt. Von weitem sieht man über die Hügel hinweg das Worber Schloss.

Blick auf Worb mit dem Schloss. - Foto: Erich Kimmich

An der Kirche und hinterm Schloss hinauf steigt der Weg schnell wieder an und führt über Schlossacher und Hasli in den Worbberg hinauf. Auf 760 m Höhe bietet sich dort ein herrlicher Blick vom Waldrand hinunter auf Worb und weit hinaus auf die umliegenden Hügelketten.

Blick vom Worbberg Richtung Süden zum Aaretal. - Foto: Erich Kimmich

Zeit für eine ausgedehnte Rast. Wie dicke Tropfen fallen hin und wieder Bucheckern von den mächtigen Bäumen herunter. Kuhglocken geben dem Ausblick den passenden Beiklang.

Foto: Erich Kimmich

Auf den grünen Bergkuppen stehen wie Wächter einzelne Laubbäume – das sieht aus wie ein Kunstgemälde. Hoch über dem Weiler Enggistein führt der Weg in eine Talsenke hinunter und gleich wieder beim Rüttihubelbad nach Wikartswil hinauf. Das anthroposophische Sozial-, Kultur- und Tagungszentrum existiert seit dem 18. Jahrhundert. Das heilende Wasser und die reichhaltige Küche machten das Rüttihubelbad weithin bekannt.

Hof in Wikartswil. - Foto: Erich Kimmich

Eindrucksvolle Gehöfte mit ihrer üppigen Blumenpracht ziehen die Aufmerksamkeit des Wanderers auf sich, der Blick schweift von Hügel zu Hügel weit ins Land. Am Knörrihubel ist mit 934 m der höchste Punkt für heute erreicht. Ganz hinten kann man sogar die Häuser von Bern erkennen, 12 Kilometer Luftlinie entfernt.

Blick auf Wikartswil. - Foto: Erich Kimmich

Blick vom Knörrihubel Richtung Bern. - Foto: Erich Kimmich

Mänziwilegg heisst ein Weiler, der mit einem Ausflugsgasthof zahlreiche Besucher angelockt hat. Da es schon dem Abend zu geht, machen sich die ersten Kuhherden auf den Weg zum allabendlichen Melken im Stall.

Bauernhof im Emmental. - Foto: Erich Kimmich

In Ätzrütti weist ein Schild vor dem eindrucksvollen Bauernhof auf spielende Kinder hin. Vor dem Schild sitzt denn auch filmreif ein kleiner Junge und spielt inmitten bunter Blumen mit zwei süßen Katzenkindern.

Bauernhof in Ätzrütti (BE). - Foto: Erich Kimmich

Bauernhof in Ätzrütti (BE). - Foto: Erich KimmichAllmählich senkt sich der Weg abwärts, zottelige Hochlandrinder grasen vor einer prächtigen Landschaftskulisse. Flache Bereiche – die sogenannten „Eggen“ (Geländeterrassen) – mit großen Weiden bieten einen fantastischen Blick auf die unzähligen Hügel und Kuppen der Emmentaler Landschaft. Nur die Sicht auf die Berner Hochalpenkette mit ihren Viertausendern bleibt im Dunst versperrt.
Immer steiler führt die Straße hinab, weit hinten kann ich Schafhausen im Emmental ausmachen.

Blick Richtung Emmental, . Foto: Erich Kimmich

Eine Sitzbank – direkt neben neugierigen Knuddelschafen – bietet mir die Chance, meine strapazierten Füße genauer zu untersuchen. Auf dem kleinen Sträßchen erreiche ich über Bigel das Dörfchen Goldbach bei Lützelflüh.

Knuddelschafe - Foto: Erich Kimmich

Die Sonne hat sich schon hinter die Hügel zurückgezogen als ich um 19.10 Uhr in Goldbach ankomme. Die Tour hat länger gedauert, als angenommen. Vor dem Hotel Krone ist ein „Heute Ruhetag“-Schild. Schock! Doch die Tür lässt sich öffnen, für Übernachtungsgäste ist geöffnet. Aber man muss schnell was zu essen bestellen, die Küche will schon Feierabend machen am Ruhe-Sonntag. Ein knuspriges Schnitzel mit knusprigen Pommes frites und ein Teller Endiviensalat bringen mir zusammen mit zwei Feldschlösschen-Bier die Kräfte zurück. Meine Füße tun reichlich weh. Das war für den Anfang wohl doch zuviel. Bin ich das Rucksackwandern nicht mehr gewöhnt? Warum bedauert mich jetzt niemand?  Trans Swiss Trail

  Worb SBB – Lützelflüh-Goldbach: Ca. 20,3 km Wanderstrecke, angegebene Wanderzeit: 5:05 Std., Aufstiege: 601 hm, Abstiege: 620 hm

  Hier gehts zur Google-Karte vom ersten Tag. GPX-Datei herunterladen (rechte Maustaste; Ziel speichern unter)

Letzter Tag 2009 || nach oben || nächster Tag

Trans Swiss Trail (Porrentruy – Bern)

Bücher, Urlaub: Trans Swiss Trail Diesen Beitrag kommentieren »

Trans Swiss TrailHier wie immer zum Schluss eine Zusammenfassung zu den einzelnen Tagesetappen, die wir dieses Jahr gewandert sind, als eine Art Inhaltsverzeichnis. So kann man die Beiträge in beliebiger Reihenfolge ansteuern und lesen. Nun habe ich mal addiert, was die Software so alles errechnet hat. Demnach haben wir mindestens 140 km zurückgelegt, 3.110 Meter Steigungen und 2.510 Meter Gefälle bewältigt.
Porrentruy – St. Ursanne
St. Ursanne – Saignelégier
Saignelégier – Dombresson
Dombresson – Praz/Vully
Praz/Vully – Laupen
Laupen – Bern
Wettervorhersage und Webcam-Links
Vorplanung (Wanderland Schweiz)
Rucksack-Rätsel und Lösung

Übersicht über unsere Wegstrecke

Wanderbuch bestellen

Den offiziellen Führer Wanderland Schweiz: Trans Swiss Trail aus der Reihe „Die schönsten Fernwanderrouten durch die Schweiz“ gibt es vom AT-Verlag, Baden und München, 2008, ca. 94 Seiten. Verfasser ist Luc Hagmann. Preis: 14,90 Euro. Er umfasst die Beschreibung der 30 Etappen über 460 Kilometer, mit allen praktischen Informationen, übersichtlichen Kartenausschnitten und Höhenprofilen, einer Fülle an Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten und Attraktionen am Weg und ist mit zahlreichen Farbfotos reich illustriert.

[Hier gleich bei Amazon bestellen]